Kategorie: Ausrüstung

Chromatische Aberrationen

Chromatische Aberrationen

Chromatische Aberrationen werden auch Farbsäume genannt. Sie sind Abbildungsfehler von Objektiven, die durch die Qualität des Objektivs, die Einstellung der Blende und die Lichtverhältnisse sichtbar werden. In der Regel handelt es sich dabei um verfärbungen die im Bild an Schwachstellen des Objektiv sichtbar werden. Je besser die Qualität des Objektiv (und oft auch je neuer/teurer es ist), umso weniger treten diese Fehler auf. Nanovergütung und optimierte Produktionsprozesse lösen diese Probleme sehr gut, manchmal auch Objektivfilter.

Wie Du chromatische Aberrationen erkennst

Du siehst diese Fehler vor allem an farbigen Rändern bei Umrissen zwischen einem dunklen Motiv und einem hellen Hintergrund – insbesondere im Gegenlicht. Alte 50mm Objektive auf spiegellosen Systemkameras sind hier besonders anfällig. Die Farbränder sind meist blau violett, grün, gelb oder rot, je nachdem was für ein Objektiv Du benutzt.

Farblängsfehler sind auch chromatische Aberrationen, werden allerdings nicht durch Licht, sondern durch Schärfebereiche ausgelöst, oft bei bestimmten Blendeneinstellungen die entweder besonders weit geöffnet, oder besonders weit geschlossen sind. Sie können sich somit negativ auf die Unschärfebereiche des Bildes aus und zeichnen oft unschöne Farbsäume.

Chromatische Aberrationen vermeiden

Der erste Schritt ist es mit dem Objektiv etwas abzublenden, also nicht die weit geöffneteste Blende zu benutzen, sondern sie etwas zu schließen. Mir sind chromatische Aberrationen in 95% der Fälle egal – es gibt Situationen da nerven sie, aber wenn Du Dein Objektiv kennst, gehst Du diesen Situationen aus dem Weg, oder benutzt in dem Moment einfach ein anderes. In den meisten Fällen wird dieser Fehler wahrgenommen, wenn Du viel zu viel Wert auf Technik legst und zu wenig Wert auf Bildwirkung. Für alle anderen hat er oft sogar noch einen gewissen Retrocharme, da das Bild nicht perfekt ist, zumindest wenn es im Gegensatz zu dem Beitragsbild eine sinnige Bildidee hat.

Chromatische Aberrationen entfernen

Wenn Dich die chromatischen Aberrationen auf deinen Bildern stark stören, kannst Du sie am Computer relativ leicht korrigieren. Mit Lightroom, Photoshop oder ACDSee und den meisten anderen Bildbearbeitungsprogrammen für Fotografen ist es leicht diese mit einer automatischen Funktion oder ein paar Handkniffen zu entfernen. Hier ein Beispiel Tutorial zum entfernen von Farbsaumfehlern:

Welche Kamera soll ich als Einsteiger kaufen?

Was ist die beste Kamera? Canon oder Nikon? Wahrscheinlich ist die beste Kamera die, die Du in der Hand hältst, wenn Du ein Foto machen willst. Aber das ist einer der typischen Sprüche, der eigentlich nur eine leere Phrase ist.

Was solltest Du bei Deiner neuen Kamera beachten? Als erstes: Vergiss die Technik, konzentrier Dich auf das was Du fotografieren möchtest. Eine gute Kamera setzt sich aus mehren Faktoren zusammen:

  1. Deinem Budget: überleg Dir vorher was Du ausgeben möchtest, am besten rechne auch mit 1-2 weiteren Objektiven wenn Du von einer Kompaktkamera oder Deinem Handy umsteigst
  2. Wie liegt die Kamera in der Hand: die Kamera muss Dir gefallen, denn sonst wirst Du sie kaum benutzen. Es ist viel wichtiger das Du ein Gerät hast das Dir Spaß macht, gut in Deiner Hand liegt und das Du immer dabei haben kannst, anstatt eine Kamera von der alle anderen sagen wie toll ist sie. Also geh entweder in einen Fotoladen oder auf eine Messe und nimm verschiedene Modelle in die Hand die in Deinem Budget liegen.
  3. Der Bildqualität: Bei gutem Licht macht heute fast jede Kamera tolle Fotos. Der Preis einer teuren Kamera setzt sich aus anderen Dingen zusammen: Serienbildgeschwindigkeit, Bildqualität bei hohem ISO, Robustheit des Gehäuses, technische Spielerein, Autofokusgeschwindigkeit. Wenn Du Sport fotografierst, kauf Dir eine Kamera mit mehr als 10 Bildern pro Sekunde, Sony hat da mit der A77 II oder der A6000 ein paar gute und nicht zu teure Kameras im Angebot. Auch Panasonic ist mit mancher Lumix sehr schnell unterwegs. Wenn Du sehr viel in der Dunkelheit fotografierst, denk über eine Fuji nach, denn die liefert sehr gute Bilder bei schlechtem Licht mit jeder Preisklasse (auch wenn der Autofokus da nicht immer der beste war). Wenn Du keins von beidem machst, dann denke nicht zu viel darüber nach, jede Kamera kann tolle Fotos machen. Canon und Nikon haben einen sehr guten Gebrauchtmarkt bei dem Du Schnäppchen machen kannst – aber auch Systemkameras fallen schnell im Preis.
  4. Denke langfristig: welche Marke gefällt Dir und mit welcher Marke willst Du in Zukunft fotografieren. Mir ist das ziemlich egal, ich fotografiere mit Fuji & Sony, ob Du nun Canon oder Nikon hast…. ich habe keinen Kamerashop 😉 Kaufe Dir keinen Lückenfüller einer anderen Marke, die Du eigentlich nicht magst. Gerade bei Systemkameras, also Kameras mit einem Wechselobjektiv, wirst Du nicht nur in die Kamera investieren, sondern auch in Deine Objektive – und die werden den Body überleben. Es ist also durchaus sinnvoll einen Einsteiger- oder Mittelklassebody zu kaufen und nach und nach ein paar gute Objektive, die Du später auch an einer Vollformatkamera verwenden kannst.

Psychologie der Fotografie

Deine Ausgaben für eine Kamera sind nur begrenzt durch Dein Budget. Egal was Du möchtest, es gibt keinen Waffenschein für Fotoapparate, der Dich daran hindern würde ein bestimmtes Objektiv, eine Mittelformatkamera oder alte analoge Glasplattenkameras zu kaufen. Das Problem ist, die Werbung sagt Dir, dass Du mit einer neuen Kamera bessere Fotos machen wirst. Wir alle wissen das dies nicht wirklich stimmt. Das ist ungefähr so wie mit den Fotos auf Deinen Lebensmitteln, da steht auch “Serviervorschlag”, da das fast nie so aussehen wird.

Die einzige Zutrittsberechtigung ist das liebe Geld. Je nachdem was Du fotografierst, ist die Größe der Kamera entscheidend. Als Streetfotograf freust Du Dich über eine möglichst unauffällige Ausrüstung, also je weniger Equipment, umso besser. Siehe Leica, oder die schönen Systemkameras von Fuji, Panasonic, Sony oder Olympus. Spiegelreflexkameras ohne Batteriegriff, Handykameras, oder “Schnappschusskameras” wie die Ricoh GR. Unauffälliger ist hier besser, und wenn man doch noch eine Blende von 1.4 haben möchtest, muss wahrscheinlich ein Wechselobjektiv her. Kameras die klein sind müssen leider nicht billig sein.

Als Modefotograf, der gestellte Fotos möchte, braucht es eine Kamera die so groß ist wie nur möglich. Einschüchtern ist die Devise. Tiere haben keine Angst vor Megalinsen, wenn Du sowieso versteckt im Gras liegt, also klotzen statt kleckern, denn zu nah an einen Löwen oder Bären möchtest Du nicht.

Professionelle Unterwasserfotos mit einer billigen Kamera

In dem folgenden Video wird Dir gezeigt wie Du mit einer GoPro ein Unterwasserfoto nachmachen kannst, dass dem eines Profis in fast nichts nachsteht.

Welche Kamera ist empfehlenswert?

Es gibt also drei Gedankengänge:

  • Die Kamera ist egal, Du machst das Foto und jede Kamera kann tolle Bilder machen. Das ist der Kerngedanke der Show von digitalrev “Pro Photographer – Cheap Kamera”, in der Du sehr viel von professionellen Fotografen mit ziemlich miesen Fotoapparaten lernen kannst.
  • Die Kamera soll möglichst eindrucksvoll für die Kunden aussehen, je teurer umso besser.
  • Die Kamera musst die allerallerbeste Bildqualität liefern die sie kann, auch dies ist teuer.

Fazit:

Überlegt Dir was Du fotografieren wirst. Streetfotografen, und im gewissen Rahmen jeder Fotograf der mit Menschen zutun hat, kann mit einer kleinen Kamera oft besser fahren, da natürlichen Reaktionen Raum gegeben wird und die Kamera nicht einschüchtert. Allerdings fehlt manchen auch das Vertrauen, ob so eine kleine Bildmaschine wirklich schöne Fotos machen kann – hier gilt es die Situation von Dir zu erklären. Für alles andere gilt: kauft Dir das was zu Dir passt, mit dem Geldbeutel den Du hast – und wenn es ein Gewicht hat das nicht zu Rückenschwerzen führt, umso besser!

Drohnen abwehren

Drohnen sind überall. Egal ob Drohnenführerschein, Sicherheit im Luftraum oder eine Genehmigung vom Ordnungsamt. Drohnen sind für viele Menschen eine Gefahr, denn Voyeure oder Paparazzi können durch Drohnen Einblicke in Projekte erhalten, die eigentlich noch vollkommen privat sein sollten. Zum Glück gibt es jetzt Skywall100, eine Bazooka mit einem Netz und Fallschirm! Denn mit echten Waffen auf die Dinger zu schießen bringt wohl nicht die gewünschten Effekte! Der absolute Wahnsinn – und ziemlich lustig. Aber das Ding wird zum Einsatz kommen. Ich kann mir schon auf Filmsetz das Anti-Drohnen Team vorstellen. Und nein, ich glaube dieses Video ist keine Ironie! Auch wenn die Tonspur schon an gute alte Actionfilme erinnert, die Seite von der Herstellerfirma sieht jetzt nicht sooo fake aus 🙂 Wenn doch, cooles Ding.

SkyWall100 offers a cost effective way of dealing with the drone threat.

OpenWorks Engineering, a group of British engineers, has invented a system that offers security operators a ground-breaking alternative way to defeat nefarious drones; to be displayed at the UK Home Office’s ‘Security and Policing Event’ on 8th March.

Pentax K1 – Nikon D810 Alternative?

Pentax K1 vs Nikon D810

Als Fan von Alternativen zu Nikon und Canon, hier heute mal eine neue Spiegelreflex, die sehr spannend aussieht. Ricoh ist spätestens seit der 645Z dafür bekannt das sie den Fotomarkt gerne mal ein bisschen durchschüttelt. War die Mittelformatkamera eine echte Alternative zu Phase1 und co, kommt noch diesen Frühling mit der Pentax K1 eine Spiegelreflexkamera im Vollformat, die es auf Nikon und Canon abgesehen hat.

Nikon D810 vs Pentax k1

Die Nikon D810 ist hierbei das vergleichbarste Modell und für einen Kampfpreis von 1799,-$, zusammen mit einem angekündigten 15-30mm 2.8 Objektiv, ist die Zielgruppe hier definitiv der Landschaftsfotograf der keine Angst um seine Kamera haben möchte, denn wenn Ricoh Kameras eins können, dann ist es dem Wetter zu trotzen. (nur eine kurze Erinnerung an das Sandbad der 645Z)

Ist die Kamera eine Nikon D810* Alternative? Preislich definitiv und auch von der Wetterunempfindlichkeit, dem Klappdisplay, den 36,4 Megapixeln und den restlichen Features, aber es werden wohl kaum Nikon Fotografen nur wegen der neuen Kamera zu diesem System wechseln, zu groß ist die Abhängigkeit an einen Objektivpark.

Wer allerdings noch nicht in ein System investiert hat findet hier eine sehr spannende Kamera, die wie die Sony A7R und A7R II eine echte Alternative zu der D800/810 ist, gerade da der Autofokus und die Robustheit der Kamera den spiegellosen Systemkameras weiterhin überlegen sein wird.

Pentax K-1 Informationen

  • 36,4 Megapixel
  • 35-mm-Vollformat-CMOS-Sensor ohne Anti-Alaising-Filter
  • 5-achsige Shake Reduction
  • Pixels Shift Resolution
  • Besonders hoher Empfindlichkeitsbereich bis ISO 204800 bei geringem Bildrauschen
  • Neuer PENTAX Prime IV Bildprozessor
  • 3,2” Dreh- und Klappmonitor
  • Innovativer AA-Filter Simulator
  • 33-Feld Autofokussystem SAFOX XII
  • Integriertes Wi-Fi, GPS, ASTROTRACER

Das genannte Superweitwinkel HD PENTAX-D FA 15-30mm f/2.8 ED SDM WR wir aber vermutlich auch nicht ganz billig sein und so bist Du mit einer Grundausstattung auch bei ein paar Tausend Euro. Aber das ganze System ist ziemlich cool, denn es ist die einzige Vollformatkamera die eine Bildstabilisation eingebaut hat. Der schwenkbare Monitor, große Viewfinder, die gut angeordneten Bedienelemte und die hohe Auflösung versprechen eine Sache: eine gute Basis für sehr gute Fotos.

Und was ist das Problem? Ricoh plant ein Objektiv Lineup, dass sich erstmal gefühlt an Hochzeitsfotografen oder Sportfotografen richtet, die keine Lust haben alle 5 Minuten die Festbrennweite zu wechseln. Angekündigt für die neuen ‘D FA’ zooms sind:

  • das 15-30mm F2.8 und das 24-70mm F2.8 (sehen beide ein bisschen nach Tamron Zooms aus)
  • 70-200mm F2.8
  • 150-400mm F4.5-5.6

Die alten Objektive können alle weiter genutzt werden. APS-C Objektive werden hier automatisch auf 15MP Crop eingestellt. Selbst alte analoge Objektive – bei denen die Kamera sogar einen Piepton macht, wenn das Motiv im zentralen Autofokuspunkt scharf ist funktionieren. Dies erweitert die Reichweite an verfügbaren Objektiven stark.
Wenn Du die Brennweite des Objektivs eingestellt hast läuft sogar die Bildstabilisation bei diesen Objektiven einwandfrei. Bisher ist wohl leider keine Neuauflage der wunderbaren 31, 43 and 77mm Festbrennweite geplant. Aber wer weiß, je nachdem wie das System angenommen wird.

Fazit

Ja, die Pentax ist mit Sicherheit eine Alternative zur D810, gerade wenn Du Objektive von Pentax hast. Ob sich ein Systemwechsel lohnt? Das kannst nur Du selbst entscheiden.

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Fujinon 10-24mm f4.0 Erfahrungsbericht

Superweitwinkel Fujinon 10-24mm

Erwischt. Bei mir stehen weder Canon, noch Nikon DSLR im Schrank, sondern seit einigen Monaten sind die Spiegel in der Kamera, die mir am meisten Spaß macht, verschwunden. Klar, der Autofocus ist nicht so geil wie bei ner DSLR, aber egal. Fuji wurde die Waffe meiner Wahl als ich über eine neue Kamera nachdachte. Erstmal die Kleine um das System zu testen, wer will schon 2-5 Tausend Euro versenken ohne zu wissen ob’s gefällt? Genug Leute machen das, wenn ich mir den Gebrauchtmarkt so anschaue, aber die X-E1/2 war und ist eine wunderbare Kamera zu einem Schnapper-Preis. In meinen Fotokursen predige ich ja auch immer das erst der Objektivpark aufgebaut werden soll ehe es an eine neue Kamera geht.

Fujis sind kleine spiegellose Systemkameras die Stil haben – und eine Objektivauswahl die sehr durchdacht, hochwertig und auf Fotografen ausgerichtet ist. Den Spaß mit den alten analogen Objektiven und dem Focus Peaking mal ganz bei Seite gelassen (auch wenn Sony hier noch nen Tacken besser ist). Einfach Kameras die Spaß machen – und gute Qualität liefern. X-T1 und X-T10 sind natürlich auch kleine aber feine Spielzeuge.

Fujinon 10-24mm f4.0 OIS R Erfahrungsbericht

Da da Fujinon 10-24mm hier jetzt schon einige Zeit in Benutzung ist, wird es mal Zeit ein paar Worte darüber zu verlieren. So ganz untechnisch, denn ich habe ja weder Atomphysik noch Optik studiert und rein aus dem Bauchgefühl. Das Fujinon 10-24mm OIS R ist ein geiles Objektiv – wer eine Fuji besitzt und auf Weitwinkel anstatt auf Bokeh steht sollte hier zuschlagen, denn weiter ist keins der Objektive für die Fuji. Mit Unschärfe spielen geht hier zwar weniger – aber das erwartet ja auch niemand, der sich dieses Objektiv zulegt. Gefühlt ist das Objektiv riesig, aber schon an einer X-E1/2 liegt die Kamera trotzdem noch gut in der Hand und verführt zum Fotos machen. Die Gegenlichtblende ist für Weitwinkel typisch klein gehalten – würde sie sonst auf maximaler Einstellung ja auch viel zu schnell mit ins Bild kommen. Die Qualität ist wertig, die Blenden- und Zoomringe laufen sauber und das zarte Klicken lässt das Lächeln ins Gesicht kommen. Der Verwacklungsschutz funktioniert gut, wenn er auch bei sehr niedrigen Belichtungszeiten natürlich nicht zaubern kann und bei 1/10 – 1/20 Sekunde schonmal etwas verwackeln kann – und sei es nur in der teuflischen 100% Ansicht.

Fotografie Alexander Goder - www.alexander-goder.de

Einsatzgebiete für einen Superweitwinkel

Wenn Du Dir so ein Objektiv gönnst möchtest Du es entweder für die Landschaftsfotografie um möglichst viel Landschaft auf Dein Bild zu bekommen, für Aufnahmen auf kleinstem Raum oder für die Dramatik. Bestimmt gibt es auch noch andere Anwendungsgebiete, aber die fallen bei so einem Objektiv eher weniger ins Gewicht. Portraits erhalten hier schnell den Comedian-Look, der nur noch von einem Fischauge getoppt werden kann, und sind für die Menschenfotografie eher das “jetzt mal was anderes” Objektiv um wunderschöne lange Storchenbeine und Riesennasen oder Stirnen zu produzieren.

Der Look eines Superweitwinkel ist, so geil er auch ist, natürlich eine Spielerei. Wie bei der Schärfentiefe, spielen wir mit der menschlichen Wahrnehmung und suchen uns einen “Gimmik” der dem Bild, wie auch das Fischauge, einen Look gibt der immer zu erkennen ist. Ich finds geil, das Ding mit der Schärfe fällt für Dich natürlich weg, dafür solltest Du Dir dann doch lieber das 35mm 1.4 holen, hier hast Du zwar nicht ganz so viel Weite, aber schöne Unschärfe. Je weiter Du ins Weitwinkel gehst, umso geringer wird das Bokeh, also musst Du umso mehr auf Bildaufbau und Licht achten um den Blick des Betrachters zu lenken.

Für wen ist das Fujinon 10-24mm gedacht?

Auf jeden Fall für Fotografen die trotz Systemkamera ein gutes und schweres Objektiv haben möchten, denn leicht ist es bei weitem nicht. Für Fuji ist es, neben dem 35mm 1.4 und dem 55mm 1.2 ein Objektiv, das in keiner Tasche fehlen sollte, auch wenn es wahrscheinlich nur bei Landschaftsfotografen wirklich oft zum Einsatz kommen wird.

Insgesamt bietet das Fujinon XF 10-24 mm F4 R OIS nicht nur eine hervorragende und stabile Verarbeitung, sondern mit die beste Bildqualität die ich bei einem Weitwinkelzoom bisher gesehen habe. Das Objektiv ist meiner Meinung nach jeden Cent seiner knapp 1.000 Euro wert – auch wenn es eine Träne über die Wange kullern lässt. Mit etwas Glück kannst Du es gebraucht für ca. 760-820€ entweder bei ebay oder im dslr Forum erwischen. Am Ende kannst nur Du entscheiden, ob es wirklich etwas für Dich ist, indem Du es ausprobierst.

10-vs-24mm-fujinon

Anderswo im Netz

Testbericht mit Charts und so findest Du hier.

Kaufen kannst Du das Ding z.B. hier: bei amazon (Affiliate Link)

Neue Steuer in der Objektivherstellung – Objektive nur noch ab Blende 5.8?

Lichtstärke erklärt

Edit: 02.04.2015 Dem Datum nach war gestern der erste April. Also, nix ist mit dieser Steuer. 🙂

[Berlin] Selten bringen wir Neuigkeiten die mit der Technik zutun haben, aber fast nichts wird die fotografische Geschichte so ändern wie diese Neuigkeit.

Der Zusammenschluss aus Nikon, Canon, Fuji, Sony, Olympus, Pentax, Panasonic und Zeiss (kurz: NCFSOPPZ) wird nur noch Objektive ab Blende 5.8 bauen.

Das Bokeh der letzten Jahre und die fehlenden Bildaussagen (insbesondere von Hochzeits- und Portraitfotografen) zu Gunsten von Objektiven mit Blende f/1.2 bis f/1.8 „ruiniert die Fotografie“ so Pressesprecherin Ingeborg Bachfrau am heutigen Morgen. In einer Nacht un Nebelaktion wurde hier in Zusammenarbeit mit den internationalen Kulturämtern eine neue Steuer geschaffen, die zur Förderung der Künste eingesetzt wird.

Leica, als einer der wenigen Hersteller hat sich gegen diese Entwicklung entschieden und wird mit hohen Strafauflagen der Industrie rechnen müssen.

Wilfried Peters hierzu: „Wir sind uns bewusst, dass dies die Produktkosten unserer Kameras wesentlich erhöhen wird, da wir pro Blendenstufe hohe Abgaben zahlen werden – aber wir sind uns sicher, dass unser Engagement auf Zuspruch bei den Fotografen treffen wird.“ Bisher ist noch nicht bekannt, wie hoch die Steuer pro Blendenstufe wird, es wir aber von mehreren 100€ pro voller Blendenstufe ausgegangen.

Es wird erwartet, dass der Gebrauchtmarkt und die Systemkameras profitieren werden, da hier eh fast nur gebrauchte analoge Hipsterobjektive verwendung finden.

Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt.

Hong Kong verbietet Festbrennweiten ab 2015 [Breaking News]

– Es war natürlich der erste Aüril und Festbrennweiten wird es aller vorraussicht nach auch 2015 in Hong Kong noch geben. Beim schreiben des Artikels wurden werder Tiere, Rentner noch Jogger verletzt. –

Hong Kong, 1. April 2014. Kaum zu glauben, nach dem 4. Unfall durch Festbrennweiten zieht das Parlament die Konsequenzen.

Fotograf tötet zwei Rentner und verletzt einen Jogger schwer bei Sturz von Hochhausdach

Beim letzten Unfall am 28.03.2014 fiel Fotograf Chen Zhen(33) von einem 45 Stockwerke hohen Wohnhausdacht im südlichen Distrikt 57. Er hatte sich entschieden eine Festbrennweite mit f1.2 zu benutzen und wollte, wie damit so üblich, mit den Füßen zoomen. Der Fotograf verlor bei dem Versuch einen möglichst schönen Bildausschnitt zu finden das Gleichgewicht und fiel über den ungesicherten Hochhausrand.

Chen Zhen erschlug 2 Anwohner, die auf einer Parkbank Go spielten. Die Kamera mit Objektiv traf einen 56 jährigen Jogger am Bein (Der Jogger befindet sich aktuell auf der Intensivstation und wird vermutlich nie wieder joggen können). Schockierte Anwohner berichteten, dass sich 3 im “Cosplay”-Stil gekleidete junge Damen mit großen Schwertern und Pistolen, ohne mit der Polizeit zu reden von der Unfallstelle, entfernten. Die Polizei wertet aktuell die Bilder der Kamera aus und es ist zu erwarten, dass die 3 Damen bald gefunden und wahrscheinlich wegen unbefugtem Betreten angezeigt werden. Han Li, Sohn des Verletzten Joggers, forderte ein hartes Durchgreifen gegen diese unverandwortlichen Fotografen. Es sei nicht zu ertragen, dass solche Waffen legal in Läden gekauft werden dürfen.

Hong Kong zieht die Konsequenz

Nachdem dies der 4. Unfall war, zieht die Regierung die Konzequenz – Festbrennweiten werden ab 2015 in Hong Kong verboten. Es wäre “finanziell nicht möglich alle Hochhausdächer zu überwachen und es darf nicht passieren, dass unvorsichtige Fotografen mit zu großen Kameras die Bevölkerung Hong Kong’s gefährden. Ein allgemeines Verbot von digitalen Spiegelreflexkameras wurde abgelehnt. Festbrennweiten seien allerdings, durch das Bewegen mit der Kamera zu gefährlich.” so Li Wung, Pressesprecher des Distrikt 57.

Der Besitz von Festbrennweiten wird ab 2015 unter Strafe gestellt. Verstoß gegen dieses Gesetzt wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren Gefängnis und 15.000 Hong Kong Dollar Strafe geahndet. Weniger mutige Fotografen steigen weitestgehend auf Zoomobjektive mit f2.8 um – allerdings ist nach den ersten Panikverkäufen des 1. Aprils 2014 mit einem kontinuierlichen Preisanstieg auf dem Schwarzmarkt zu rechnen.

Der Bund der Hong Konger Berufsfotografen will gegen dieses neue Gesetzt klagen. “Diskrimiere es doch unrechtmäßig die Portraitfotografen, die darauf angewiesen seien ein möglichst schönes Bokeh zu erstellen um in der heutigen Zeit noch von ihren Fotos leben zu können. Es wäre nicht gerecht professionelle Fotografen wegen Amateuren zu bestrafen. So sollte dieses Gesetz nochmal überprüft werden, und im Zweifelsfall ein Objektivberechtigungschein zum mitführen von Festbrennweiten geplant werden.” so Pai Mai, Pressesprecherin der Berufsfotografen.

Die Polizei fordert die Fotografen dazu auf Ihre Objektive im Laufe des Jahres bei einer Polizeistation in der Nähe abzugeben, damit die Bevölkerung nicht mehr in Angst leben muss.

Es ist zu erwarten, dass der Schwarzmarkt für Festbrennweiten in Hong Kong trotz dieser Sanktionen wachsen wird. Unbestätigten Aussagen zufolge planen japanische Banden schon den Schwarzmarkt für Festbrennweiten zu übernehmen. Es ist von heftigen Bandenkriegen zwischen Yakuza und Triaden um lukrativen Markt zu rechnen. Canon und Nikon werden sich vorerst an das Importverbot für Festbrennweiten halten, gibt es doch “genug andere lukrative Märkte”. Wie es mit der Fotoshow digitalrev weitergehen wird, bleibt abzuwarten.

Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.

Last Minute Weihnachtsgeschenke für Fotografen

Weniger als 10 Tage noch bis Weihnachten. Weihnachten, das Fest der Liebe und die Zeit der Geschenke. Wie jedes Jahr stürzen sich die Massen kurz vor Weihnachten in die Läden, um noch ein Geschenk für die Liebsten zu finden. Kennen wir alle. Hier ein paar Geschenkideen, die das Fotografenherz erfreuen, und es wahrscheinlich sogar noch bis Weihnachten unter den Baum schaffen. Jetzt aber hurtig 🙂
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Kamera der Zukunft

Neuerung in der Fotografie gibt es seit der Erfindung der Digitalkamera ja kaum. Mehr Megapixel, bessere ISO-Leistungen oder vielleicht eine spiegellose Systemkamera. Ramesh Raskar berichtet in seinem Beitrag auf TED nun von Neuerungen. Der Stagnation in der Kameraentwicklung wird vom MIT Camera Culture Media Lab etwas neues entgegen gesetzt. Die vom Team des MIT entwickelten Kameras können:

  • 1,000,000,000,000 Frames/Second aufnehmen
  • um die Ecke fotografieren

Was kann mit 1,000,000,000,000 Frames pro Sekunde aufgenommen werden? LICHT! Mit dieser Kamera ist kann z.B. der Lichtverlauf einer Lampe aufgenommen werden, die gerade eingeschaltet wird. O.K. vielleicht ist das jetzt nicht für jeden Fotografen interessant, aber es ist inspirierend. Also schaut Euch das Video an und werdet Zeuge einer echten Innovation in der Kameratechnik.

Die digitale Fotoschule <3 TED.

Nikon DSLRs

Die emotionale Kaufberatung für Kameras, denn es geht nicht um die Fakten! Eine Kamera ist nicht nur ein technisches Spielzeug, sondern eine Lebenseinstellung. Wie auch beim Autokauf gibt es bei Kamerasystemen große Unterschiede. Es gibt immer die billigen Schrottkarren, die man kurz nach dem Führerschein kauft, aber trotzdem bis zum bitteren Ende liebt, da sie einen von a nach b bringen und Freiheit verheissen. Genauso gibt es die Nobelkarrossen, bei denen es mehr um das Image geht und es eigentlich egal ist ob man einen BMW, Mercedes, Audi, Lexus oder Porsche der Oberklasse fährt. Jeder Oberklasse-PKW hat entweder Luxus, Geschwindigkeit oder Komfort und man entscheidet sich nach seinen persönlichen Vorlieben, oder holt sich halt ein paar mehr Fahrzeuge, wenn der Geldbeutel es zulässt: Just ask a Rockstar.
Nach dieser langen Einleitung: Was sind die emotionalen Entscheider für den Kauf einer Nikon DSLR?

Das Oldschool Profi-Presse-Feeling
Seinen wir mal ehrlich. Profifotografen die früher etwas auf sich hielten und außerhalb der Studiofotografie agierten, fotografierten entweder mit einer Nikon F bis F6, oder einer Leica. Insbesondere bei der Pressefotografie fand man weit mehr Nikons als Canons, die eher um Opas Hals baumelten, wenn er seine Studienreise für Diaabende konservierte. Kurzum: Nikon stand für das Pro in Profi.

Die herausragenden Objektive
Objektive von Nikon sind über Jahre abwärts kompatibel und für ihre gute Verarbeitung bekannt. So kann man an einem der Flagschiffe von Nikon mit der D3 fast alle Objektive verwenden, die schon an die erste Nikon der F Serie passten. Von Nikon produzierte Objektive tragen den Markennamen Nikkor und verbreiten so wohlklingende Worte wie Nanokristallvergütung. Erstklassige Qualität die ihren Preis hat.

Die Lichtstärke
Insbesondere in der Oberklasse punktete Nikon die letzten Jahre mit extrem hohen ISO-Werten und guter Rauschkontrolle. Daran hat sich nichts geändert und so wird weiterhin auf die perfekte Balance zwischen Megapixel und Bildqualität hingearbeitet. Denn was bringen schon viele Pixel, wenn das Bild schlecht aussieht?

Fazit:
Nikon DSLR-Kameras richten sich, vorallem in den oberen Preisklassen, an Fotografen die in jeder Situation die Kontrolle über ihre Bilder haben wollen, egal ob in finsterer Nacht oder im brennenden Tageslicht, und keine Kompromisse bei ihren Objektiven eingehen.