Kategorie: Ausrüstung

Chromatische Aberrationen

Chromatische Aberrationen

Chromatische Aberrationen werden auch Farbsäume genannt. Sie sind Abbildungsfehler von Objektiven, die durch die Qualität des Objektivs, die Einstellung der Blende und die Lichtverhältnisse sichtbar werden. In der Regel handelt es sich dabei um verfärbungen die im Bild an Schwachstellen des Objektiv sichtbar werden. Je besser die Qualität des Objektiv (und oft auch je neuer/teurer es ist), umso weniger treten diese Fehler auf. Nanovergütung und optimierte Produktionsprozesse lösen diese Probleme sehr gut, manchmal auch Objektivfilter.

Wie Du chromatische Aberrationen erkennst

Du siehst diese Fehler vor allem an farbigen Rändern bei Umrissen zwischen einem dunklen Motiv und einem hellen Hintergrund – insbesondere im Gegenlicht. Alte 50mm Objektive auf spiegellosen Systemkameras sind hier besonders anfällig. Die Farbränder sind meist blau violett, grün, gelb oder rot, je nachdem was für ein Objektiv Du benutzt.

Farblängsfehler sind auch chromatische Aberrationen, werden allerdings nicht durch Licht, sondern durch Schärfebereiche ausgelöst, oft bei bestimmten Blendeneinstellungen die entweder besonders weit geöffnet, oder besonders weit geschlossen sind. Sie können sich somit negativ auf die Unschärfebereiche des Bildes aus und zeichnen oft unschöne Farbsäume.

Chromatische Aberrationen vermeiden

Der erste Schritt ist es mit dem Objektiv etwas abzublenden, also nicht die weit geöffneteste Blende zu benutzen, sondern sie etwas zu schließen. Mir sind chromatische Aberrationen in 95% der Fälle egal – es gibt Situationen da nerven sie, aber wenn Du Dein Objektiv kennst, gehst Du diesen Situationen aus dem Weg, oder benutzt in dem Moment einfach ein anderes. In den meisten Fällen wird dieser Fehler wahrgenommen, wenn Du viel zu viel Wert auf Technik legst und zu wenig Wert auf Bildwirkung. Für alle anderen hat er oft sogar noch einen gewissen Retrocharme, da das Bild nicht perfekt ist, zumindest wenn es im Gegensatz zu dem Beitragsbild eine sinnige Bildidee hat.

Chromatische Aberrationen entfernen

Wenn Dich die chromatischen Aberrationen auf deinen Bildern stark stören, kannst Du sie am Computer relativ leicht korrigieren. Mit Lightroom, Photoshop oder ACDSee und den meisten anderen Bildbearbeitungsprogrammen für Fotografen ist es leicht diese mit einer automatischen Funktion oder ein paar Handkniffen zu entfernen. Hier ein Beispiel Tutorial zum entfernen von Farbsaumfehlern:

Welche Kamera soll ich als Einsteiger kaufen?

Was ist die beste Kamera? Canon oder Nikon? Sony oder Fuji? Vielleicht doch eine Leica? Wahrscheinlich ist die beste Kamera die, die Du in der Hand hältst, wenn Du ein Foto machen willst. Aber das ist einer der typischen Sprüche, der eigentlich nur eine leere Phrase ist.

Was solltest Du bei Deiner neuen Kamera beachten? Als erstes: Vergiss die Technik, konzentrier Dich auf das was Du fotografieren möchtest. Eine gute Kamera setzt sich aus mehren Faktoren zusammen:

  1. Deinem Budget: überleg Dir vorher was Du ausgeben möchtest. Rechne auch mit 1-2 weiteren Objektiven wenn Du von einer Kompaktkamera oder Deinem Handy umsteigst.
  2. Wie liegt die Kamera in der Hand: die Kamera muss Dir gefallen, denn sonst wirst Du sie kaum benutzen. Es ist viel wichtiger, dass Du ein Gerät hast welches Dir Spaß macht, gut in Deiner Hand liegt und das Du immer dabei haben kannst, anstatt eine Kamera, von der alle anderen sagen wie toll ist sie. Also geh in einen Fotoladen oder auf eine Messe und nimm verschiedene Modelle in die Hand, die in Deinem Budget liegen.
  3. Der Bildqualität: Bei gutem Licht macht heute fast jede Kamera tolle Fotos. Der Preis einer teuren Kamera setzt sich aus anderen Dingen zusammen: Serienbildgeschwindigkeit, Bildqualität bei hohem ISO, Robustheit des Gehäuses, technische Spielerein, Autofokusgeschwindigkeit. Wenn Du Sport fotografierst, kauf Dir eine Kamera mit mehr als 10 Bildern pro Sekunde, Sony hat da mit der A77 II oder der A6000 ein paar gute und günsige Kameras im Angebot. Auch Panasonic ist mit mancher Lumix sehr schnell unterwegs. Wenn Du sehr viel in der Dunkelheit fotografierst, denk über eine Fuji nach, denn die liefert sehr gute Bilder bei schlechtem Licht mit jeder Preisklasse (auch wenn der Autofokus da nicht immer der beste war). Wenn Du keins von beidem machst, dann denke nicht zu viel darüber nach, jede Kamera kann tolle Fotos machen. Canon und Nikon haben einen sehr guten Gebrauchtmarkt, auf dem Du Schnäppchen machen kannst. Systemkameras fallen schnell im Preis und Du dank der vielen Modelle kannst Du günstige Bodies schießen, die Objektive sind in der Regel aber teurer.
  4. Denke langfristig: welche Marke gefällt Dir und mit welcher Marke willst Du in Zukunft fotografieren. Mir ist das ziemlich egal, ich fotografiere mit Fuji & Sony, ob Du nun Canon oder Nikon hast…. ich habe keinen Kamerashop 😉 Kaufe Dir keinen Lückenfüller einer anderen Marke, die Du eigentlich nicht magst. Gerade bei Systemkameras, also Kameras mit einem Wechselobjektiv, wirst Du nicht nur in die Kamera investieren, sondern auch in Deine Objektive – und die werden den Body überleben. Es ist also durchaus sinnvoll einen Einsteiger- oder Mittelklassebody zu kaufen und nach und nach ein paar gute Objektive, die Du später auch an einer Vollformatkamera verwenden kannst.

Psychologie der Fotografie

Deine Ausgaben für eine Kamera sind nur begrenzt durch Dein Budget. Egal was Du möchtest, es gibt keinen Waffenschein für Fotoapparate, der Dich daran hindern würde ein bestimmtes Objektiv, eine Mittelformatkamera oder alte analoge Glasplattenkameras zu kaufen. Das Problem ist, die Werbung sagt Dir, dass Du mit einer neuen Kamera bessere Fotos machen wirst. Wir alle wissen das dies nicht wirklich stimmt. Das ist ungefähr so wie mit den Fotos auf Deinen Lebensmitteln, da steht auch “Serviervorschlag”, da das fast nie so aussehen wird.

Die einzige Zutrittsberechtigung ist das liebe Geld. Je nachdem was Du fotografierst, ist die Größe der Kamera entscheidend. Als Streetfotograf freust Du Dich über eine möglichst unauffällige Ausrüstung, also je weniger Equipment, umso besser. Siehe Leica, oder die schönen Systemkameras von Fuji, Panasonic, Sony oder Olympus. Spiegelreflexkameras ohne Batteriegriff, Handykameras, oder “Schnappschusskameras” wie die Ricoh GR. Unauffälliger ist hier besser, und wenn man doch noch eine Blende von 1.4 haben möchtest, muss wahrscheinlich ein Wechselobjektiv her. Kameras die klein sind müssen leider nicht billig sein.

Als Modefotograf, der gestellte Fotos möchte, braucht es eine Kamera die so groß ist wie nur möglich. Einschüchtern ist die Devise. Tiere haben keine Angst vor Megalinsen, wenn Du sowieso versteckt im Gras liegt, also klotzen statt kleckern, denn zu nah an einen Löwen oder Bären möchtest Du nicht.

Professionelle Unterwasserfotos mit einer billigen Kamera

In dem folgenden Video wird Dir gezeigt wie Du mit einer GoPro ein Unterwasserfoto nachmachen kannst, dass dem eines Profis in fast nichts nachsteht.

Welche Kamera ist empfehlenswert?

Es gibt also drei Gedankengänge:

  • Die Kamera ist egal, Du machst das Foto und jede Kamera kann tolle Bilder machen. Das ist der Kerngedanke der Show von digitalrev “Pro Photographer – Cheap Kamera”, in der Du sehr viel von professionellen Fotografen mit ziemlich miesen Fotoapparaten lernen kannst.
  • Die Kamera soll möglichst eindrucksvoll für die Kunden aussehen, je teurer umso besser.
  • Die Kamera musst die allerallerbeste Bildqualität liefern die sie kann, auch dies ist teuer.

Fazit:

Überlegt Dir was Du fotografieren wirst. Streetfotografen, und im gewissen Rahmen jeder Fotograf der mit Menschen zutun hat, kann mit einer kleinen Kamera oft besser fahren, da natürlichen Reaktionen Raum gegeben wird und die Kamera nicht einschüchtert. Allerdings fehlt manchen auch das Vertrauen, ob so eine kleine Bildmaschine wirklich schöne Fotos machen kann – hier gilt es die Situation von Dir zu erklären. Für alles andere gilt: kauft Dir das was zu Dir passt, mit dem Geldbeutel den Du hast – und wenn es ein Gewicht hat das nicht zu Rückenschwerzen führt, umso besser!

Fujinon 10-24mm f4.0 Erfahrungsbericht

Superweitwinkel Fujinon 10-24mm

Erwischt. Bei mir stehen weder Canon, noch Nikon DSLR im Schrank, sondern seit einigen Monaten sind die Spiegel in der Kamera, die mir am meisten Spaß macht, verschwunden. Klar, der Autofocus ist nicht so geil wie bei ner DSLR, aber egal. Fuji wurde die Waffe meiner Wahl als ich über eine neue Kamera nachdachte. Erstmal die Kleine um das System zu testen, wer will schon 2-5 Tausend Euro versenken ohne zu wissen ob’s gefällt? Genug Leute machen das, wenn ich mir den Gebrauchtmarkt so anschaue, aber die X-E1/2 war und ist eine wunderbare Kamera zu einem Schnapper-Preis. In meinen Fotokursen predige ich ja auch immer das erst der Objektivpark aufgebaut werden soll ehe es an eine neue Kamera geht.

Fujis sind kleine spiegellose Systemkameras die Stil haben – und eine Objektivauswahl die sehr durchdacht, hochwertig und auf Fotografen ausgerichtet ist. Den Spaß mit den alten analogen Objektiven und dem Focus Peaking mal ganz bei Seite gelassen (auch wenn Sony hier noch nen Tacken besser ist). Einfach Kameras die Spaß machen – und gute Qualität liefern. X-T1 und X-T10 sind natürlich auch kleine aber feine Spielzeuge.

Fujinon 10-24mm f4.0 OIS R Erfahrungsbericht

Da da Fujinon 10-24mm hier jetzt schon einige Zeit in Benutzung ist, wird es mal Zeit ein paar Worte darüber zu verlieren. So ganz untechnisch, denn ich habe ja weder Atomphysik noch Optik studiert und rein aus dem Bauchgefühl. Das Fujinon 10-24mm OIS R ist ein geiles Objektiv – wer eine Fuji besitzt und auf Weitwinkel anstatt auf Bokeh steht sollte hier zuschlagen, denn weiter ist keins der Objektive für die Fuji. Mit Unschärfe spielen geht hier zwar weniger – aber das erwartet ja auch niemand, der sich dieses Objektiv zulegt. Gefühlt ist das Objektiv riesig, aber schon an einer X-E1/2 liegt die Kamera trotzdem noch gut in der Hand und verführt zum Fotos machen. Die Gegenlichtblende ist für Weitwinkel typisch klein gehalten – würde sie sonst auf maximaler Einstellung ja auch viel zu schnell mit ins Bild kommen. Die Qualität ist wertig, die Blenden- und Zoomringe laufen sauber und das zarte Klicken lässt das Lächeln ins Gesicht kommen. Der Verwacklungsschutz funktioniert gut, wenn er auch bei sehr niedrigen Belichtungszeiten natürlich nicht zaubern kann und bei 1/10 – 1/20 Sekunde schonmal etwas verwackeln kann – und sei es nur in der teuflischen 100% Ansicht.

Fotografie Alexander Goder - www.alexander-goder.de

Einsatzgebiete für einen Superweitwinkel

Wenn Du Dir so ein Objektiv gönnst möchtest Du es entweder für die Landschaftsfotografie um möglichst viel Landschaft auf Dein Bild zu bekommen, für Aufnahmen auf kleinstem Raum oder für die Dramatik. Bestimmt gibt es auch noch andere Anwendungsgebiete, aber die fallen bei so einem Objektiv eher weniger ins Gewicht. Portraits erhalten hier schnell den Comedian-Look, der nur noch von einem Fischauge getoppt werden kann, und sind für die Menschenfotografie eher das “jetzt mal was anderes” Objektiv um wunderschöne lange Storchenbeine und Riesennasen oder Stirnen zu produzieren.

Der Look eines Superweitwinkel ist, so geil er auch ist, natürlich eine Spielerei. Wie bei der Schärfentiefe, spielen wir mit der menschlichen Wahrnehmung und suchen uns einen “Gimmik” der dem Bild, wie auch das Fischauge, einen Look gibt der immer zu erkennen ist. Ich finds geil, das Ding mit der Schärfe fällt für Dich natürlich weg, dafür solltest Du Dir dann doch lieber das 35mm 1.4 holen, hier hast Du zwar nicht ganz so viel Weite, aber schöne Unschärfe. Je weiter Du ins Weitwinkel gehst, umso geringer wird das Bokeh, also musst Du umso mehr auf Bildaufbau und Licht achten um den Blick des Betrachters zu lenken.

Für wen ist das Fujinon 10-24mm gedacht?

Auf jeden Fall für Fotografen die trotz Systemkamera ein gutes und schweres Objektiv haben möchten, denn leicht ist es bei weitem nicht. Für Fuji ist es, neben dem 35mm 1.4 und dem 55mm 1.2 ein Objektiv, das in keiner Tasche fehlen sollte, auch wenn es wahrscheinlich nur bei Landschaftsfotografen wirklich oft zum Einsatz kommen wird.

Insgesamt bietet das Fujinon XF 10-24 mm F4 R OIS nicht nur eine hervorragende und stabile Verarbeitung, sondern mit die beste Bildqualität die ich bei einem Weitwinkelzoom bisher gesehen habe. Das Objektiv ist meiner Meinung nach jeden Cent seiner knapp 1.000 Euro wert – auch wenn es eine Träne über die Wange kullern lässt. Mit etwas Glück kannst Du es gebraucht für ca. 760-820€ entweder bei ebay oder im dslr Forum erwischen. Am Ende kannst nur Du entscheiden, ob es wirklich etwas für Dich ist, indem Du es ausprobierst.

10-vs-24mm-fujinon

Anderswo im Netz

Kaufen kannst Du das Ding z.B. hier: bei amazon (Affiliate Link)

Neue Steuer in der Objektivherstellung – Objektive nur noch ab Blende 5.8?

Lichtstärke erklärt

Edit: 02.04.2015 Dem Datum nach war gestern der erste April. Also, nix ist mit dieser Steuer. 🙂

[Berlin] Selten bringen wir Neuigkeiten die mit der Technik zutun haben, aber fast nichts wird die fotografische Geschichte so ändern wie diese Neuigkeit.

Der Zusammenschluss aus Nikon, Canon, Fuji, Sony, Olympus, Pentax, Panasonic und Zeiss (kurz: NCFSOPPZ) wird nur noch Objektive ab Blende 5.8 bauen.

Das Bokeh der letzten Jahre und die fehlenden Bildaussagen (insbesondere von Hochzeits- und Portraitfotografen) zu Gunsten von Objektiven mit Blende f/1.2 bis f/1.8 „ruiniert die Fotografie“ so Pressesprecherin Ingeborg Bachfrau am heutigen Morgen. In einer Nacht un Nebelaktion wurde hier in Zusammenarbeit mit den internationalen Kulturämtern eine neue Steuer geschaffen, die zur Förderung der Künste eingesetzt wird.

Leica, als einer der wenigen Hersteller hat sich gegen diese Entwicklung entschieden und wird mit hohen Strafauflagen der Industrie rechnen müssen.

Wilfried Peters hierzu: „Wir sind uns bewusst, dass dies die Produktkosten unserer Kameras wesentlich erhöhen wird, da wir pro Blendenstufe hohe Abgaben zahlen werden – aber wir sind uns sicher, dass unser Engagement auf Zuspruch bei den Fotografen treffen wird.“ Bisher ist noch nicht bekannt, wie hoch die Steuer pro Blendenstufe wird, es wir aber von mehreren 100€ pro voller Blendenstufe ausgegangen.

Es wird erwartet, dass der Gebrauchtmarkt und die Systemkameras profitieren werden, da hier eh fast nur gebrauchte analoge Hipsterobjektive verwendung finden.

Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt.

Last Minute Weihnachtsgeschenke für Fotografen

Weniger als 10 Tage noch bis Weihnachten. Weihnachten, das Fest der Liebe und die Zeit der Geschenke. Wie jedes Jahr stürzen sich die Massen kurz vor Weihnachten in die Läden, um noch ein Geschenk für die Liebsten zu finden. Kennen wir alle. Hier ein paar Geschenkideen, die das Fotografenherz erfreuen, und es wahrscheinlich sogar noch bis Weihnachten unter den Baum schaffen. Jetzt aber hurtig 🙂
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Kamera der Zukunft

Neuerung in der Fotografie gibt es seit der Erfindung der Digitalkamera ja kaum. Mehr Megapixel, bessere ISO-Leistungen oder vielleicht eine spiegellose Systemkamera. Ramesh Raskar berichtet in seinem Beitrag auf TED nun von Neuerungen. Der Stagnation in der Kameraentwicklung wird vom MIT Camera Culture Media Lab etwas neues entgegen gesetzt. Die vom Team des MIT entwickelten Kameras können:

  • 1,000,000,000,000 Frames/Second aufnehmen
  • um die Ecke fotografieren

Was kann mit 1,000,000,000,000 Frames pro Sekunde aufgenommen werden? LICHT! Mit dieser Kamera ist kann z.B. der Lichtverlauf einer Lampe aufgenommen werden, die gerade eingeschaltet wird. O.K. vielleicht ist das jetzt nicht für jeden Fotografen interessant, aber es ist inspirierend. Also schaut Euch das Video an und werdet Zeuge einer echten Innovation in der Kameratechnik.

Die digitale Fotoschule <3 TED.

Festbrennweiten – Welche sind gut?

Festbrennweiten

Jede DSLR oder Systemkamera braucht Objektive, ansonsten sollte der Fotograf lieber zu einer Kompakt- oder Bridgekamera greifen. Eine typische Frage die ein erfahrener Fotograf zu hören kriegt ist: “Was ist denn Dein Lieblingsobjektiv?” Worauf der Fotograf antwortet: “Kommt auf die Situation an.”

Was sind Festbrennweiten?

Festbrennweiten sind Objektive, die über keinen Zoom verfügen und eine feste Brennweite haben. Im Vergleich zum Zoomobjektiv ist eine Festbrennweite oft kostengünstiger in der Entwicklung und Herstellung, desweiteren haben Festbrennweiten oft eine bessere Abbildungsqualität und höhere Lichtstärke als Zoomobjektive.

Typische Festbrennweiten:

  • sogenannte Normalobjektive, auch Nifty Fifty oder einfach nur 50mm genannt
  • Weitwinkelobjektive, wie das 35mm oder Portraitobjektive wie ein 90mm
  • Fischaugenobjektive mit ca. 8mm
  • Makroobjektive, in der Regel mit 50mm, 100mm oder 150mm

Einsteiger Festbrennweite

50mm Objektive sind eigentlich die klassischen Normalobjektive. Je nach Preisklasse schwanken die Blendenwerte von 1.2 bis 2.0, was für die Lichtstärke des kleinen Objektivs spricht. Hierbei ist zu beachten, dass je niedriger die Zahl ausfällt, umso teurer ist das Objektiv. Die 1.8er Objektive bekommst Du schon in der 100 Euro Region, was für ein Objektiv mit solch einer Abbildungsqualität ein Schnäppchen ist. Die Schärfe bei den meisten 50mm Objektiven ist gut bis sehr gut und wird meist nur von teureren Objektiven übertroffen. Du findest auch sehr viele gute alte Analoge Objektive, bei denen Du ohne Autofokus scharfstellen musst – die aber unter 50 Euro kosten und einen super Spaßfaktor durch das analoge Feeling bieten.

50mm Festbrennweite

Für welche Bereiche sind diese Normalobjektive besonders geeignet? Diese Objektive sind ideal für Portraits mit einem schönen Bokeh im Hintergrund, oder für Bilder die nahe am menschlichen Auge, also unserem Blickfeld, sind. Bokeh ist neujapanisch und beschreibt einfach die Verzeichnungen der Lichter in den unscharfen Bereichen des Bildes. Allgemein lassen sich, nach kurzer Einarbeitungszeit, Bilder sehr aktiv gestalten. Das Normalobjektiv erzieht den Fotografen zu einer sehr guten Eigenschaft: Bewegung. Der Standort muss immer anzupasst werden, um ein möglichst perfekten Bildausschnitt zu gestalten, es gibt ja schließlich kein Zoom um etwas näher heran zu holen.

Warum in drei Teufels-Namen sollte man sich jetzt nicht direkt eine 1.4er oder 1.2er Linse holen? Weil Sie teuerer ist. Weil die Bildqualität nicht unbedingt besser sein muss, ja sie kann sogar schlechter sein. Für einen Einsteiger ist ein 1.8er optimal, da es noch dazu etwas Übung erfordert, den richtigen Schärfebereich zu finden. Und, naja vorallem das Preis-Leistungs Verhältnis.

Makroobjektive

Die Bildqualität von Makroobjektiven ist bei einer Festbrennweite meist wesentlich besser als bei einem vergleichbaren Vario, allerdings sind solche Objektive nicht so flexibel wie ein Zoomobjektiv mit eingebautem Makro, aber die Dinger taugen meist gar nix. Auch wenn solch ein Varioobjektiv nicht an die Abbildungsqualität von einem speziellen Makroobjektiv herankommt, lohnt sich ein Marko eigentlich nur, wenn Du Dich auf die Makrofotografie spezialisiert, oder das Objektiv auch mit anderen Aufgaben kombinieren kann. 50, 80 oder 100 Millimeter eignen sich auch relativ gut für Portraitfotos – und die Schärfe bei dieser Art von Objektiv ist meistens ziemlich gut.

Fischaugenobjektive

Selbst wenn Canon vor kurzer Zeit das erste Variofischauge auf den Markt gebracht hat, haben diese lustigen Objektive normalerweise eine Festbrennweite. Mit einem Blickwinkel von über 180° und wunderbar fischigen Verzerrungen sind sie der Traum von vielen Fotografen, aber leider auch irgendwie ein 1-Trick-Pony. Die meisten günstigen Fischaugenobjektive haben leider Schwächen in der Lichtstärke oder in der Abbildungsqualität, was für ein Spaßobjektiv aber ziemlich egal ist. Fischaugenobjektive eignen sich super für Portraits von Komikern, Architektur die nicht Realitätstreu sein soll und Naturaufnahmen, genauso wie für Sport und Action Fotos mit dem gewissen Etwas. Allerdings muss man erst eine Liebe für die doch sehr eigenständigen Linien entwickeln.

Fazit

Einsteiger mit einem kleinen Budget sollte sich gut überlegen was für eine Festbrennweite sie kaufen. Da sich viele Anfänger auf Blumenfotos und Makroshots spezialisiert haben, ist hier ein echtes Makroobjektiv die richtige Wahl. Den meisten anderen wird ein 50mm Normalobjektiv mehr Freude bereiten, da diese Objektive ideal für Portraits sind und durch ihre hervorragende Bildqualität zu einem günstigen Preis bestechen.

Canon Fischaugenobjektiv mit Zoom (7-15mm)

Fischaugenobjetive sind klasse Dinger, nicht nur wegen den schönen Verzerrungen, die ein Superweitwinkel in den Schatten stellen, sondern vorallem weil sie einen eigenen Blick auf die Welt zulassen. Objektive sind die Pinsel der Fotografen und tragen eine ganz klare eigene Handschrift. Das Canon Fisheye, genauer das Canon EF 8-15mm 1:4L Fisheye USM, ist besonders interessant, weil es kein reines Fisheye ist, sondern ein Fisheye-Zoom 7mm-15mm. Dies ist vorallem für die bewusste Bildgestaltung durch den Fotografen wichtig, “da die Wahl zwischen einer kreisrunden 180-Grad-Abbildung oder einer Abbildung über das gesamten Vollformatbild mit der für ein Fisheye typischen Verzerrung besteht.” In anderen Worten: Volles Fisheye mit einem schwarzen Kreis, oder volles Bild.

Die Frage, die sich jetzt stellt ist, wie groß ist die Abbildung bei 15mm? Da der Fotograf ja die Wahl zwischen 180° Abbildung oder vollem Bild hat. Da hilft wohl nur austesten. Alles in allem sieht dies nach einem klasse Objektiv für Sport und Architekturfotografen aus, die sich nicht davor scheuen mit ungewöhlich verzerrten Linien zu arbeiten. Und die bereit sind den geschmeidigen, nicht ganz unscheinbaren, Preis von 1.400€ 1.399€ zu bezahlen 🙂 PS: Bei Amazon gibt es das Objektiv* inzwischen schon für etwas über 1.000 Euro.

Das ist Dir zu teuer? Kein Problem, solange Du keine Vollformatkamera hast, kannst Du auch gut mit einer Festbrennweite als Fischaugenobjektiv starten. Dies gibt es wesentlich günstiger von Walimex und hat bei Amazon über 130 Bewertungen mit 5 Sternen. Auch wird es für so gut wie jeden großen Kamerahersteller angeboten, also ist dieses Objektiv auch nicht nur auf Canon beschränkt. Das schöne ist bei solchen Anschaffungen ja auch immer die 2 Wochen Rückgabefrist zum ausprobieren. Walimex Pro Fish-Eye Objektiv 8 mm 1:3,5 für Canon EF-S Objektivbajonett*

[Quelle]

Kamera reinigen – Kamera reparieren

Kamera reinigen

Deine Kamera, insbesondere eine Spiegelreflex oder Systemkamera, hat viele Feinde, welche ihr großen Schaden zufügen können. Jeder Fotograf muss in diesem Zusammenhang Nothilfe- und Selbstverteidigungstechniken erlernen, mit denen er seine Kamera schützt. Das 1×1 des Kamera Jiu Jitsu findest Du hier. Eine Warnung vorweg, jeden Link darfst Du als Werbung ansehen, auch wenn ich nicht von einem Unternehmen dafür bezahlt werden. Wenn ein Link zu Amazon führt ist das ein Affiliate Link, d.h. ich werde dadurch kein Millionär, kriege aber ein paar Euronen, falls Du dort sowieso was kaufen willst. Gehst Du lieber in einen Laden oder hasst Amazon, hey, genauso cool.

Staub in der Kamera, Staub im Objektiv

Sensor Reinigen

Dreck und Staub, in den unterschiedlichsten Ausführungen, sind die hinterhältigsten Feinde einer Kamera. Wenn Du Staub in der Kamera hast und diese reinigen möchtest ist der erste Schritt ein kleiner Blasebalg, dieser pustet losen Staub aus Deiner Kamera. Wenn Du sie reinigen möchtest, weil der Staub/Dreck inzwischen fest auf dem Sensor Deiner Spiegelreflexkamera oder Systemkamera klebt, dann brauchst Du entweder jemanden der Dir Deinen Sensor reinigt, oder Du machst dies selbst mit Reinigungssets. Diese bestehen aus Wischer + Reinigungswasser und kosten ungefähr soviel wie Druckertinte – also ein Gramm Preis, der gefühlt höher ist als Gold. So reinige ich meine Kameras, da diese regelmäßig verschmutzt sind. Solltest Du aber nur machen wenn Du Dich sehr sicher fühlst und keine Angst davor hast – ich gebe Dir hier keine Anleitung und übernehme auch keine Verantwortung! Wenn Du Dir unsicher bist, gibst Du sie lieber an einen Profi.

Dreck in der Kamera vermeiden

So, nachdem Du jetzt einen sauberen Kamerasensor hast, wie kannst Du vermeiden, dass Du jeden Monat aufs neue Deiner Kamera reinigen musst? Jede Kamera ist gefährdet, insbesondere wenn sie mit an den Strand oder in die Wüste genommen wird. Für Extremsituationen bieten sich spezielle Kameragehäuse an, die einen Extraschutzschild um die Kamera aufbauen. Eine Amazon Suche zum Thema Kameragehäuse findet nur Überwachungskameras, Du musst hierfür lieber nach Unterwassergehäusen (amzn Link) suchen. Diese halten Druck aus, also kannst Du auch mal mit Ihnen schimpfen, aber sie sind vorallem gegenüber den Elementen abgedichtet.

DIY Kamerahülle

Durchsichtige sowie zugeklebte Müllbeutel/Plastiktaschen sind die DIY oder auch Ghetto-Variante des Tauchgehäuses. Damit tauchen gehen würde ich nicht, aber Du kannst vermutlich einen Regenschauer überstehen, aber wichtiger noch, Du hast eine Zusatzhülle um Deine Kamera. Wichtig, egal ob Du den DIY gehst oder Dir ein Gehäuse kaufst, Deine Kamera dankt es Dir wenn Du beides an einem sicheren Ort anlegst. Im Urlaub also ehe Du an den Strand gehst. Nachteil? Ganz einfach. Du kannst die Akkus nicht mehr wechseln, ohne die Hülle zu brechen.

Was kannst Du machen? Auf der Schlammpiste machst Du vielleicht eine Pause im Auto. Am Strand gehst Du wieder zurück ins Hotel. Kurz: nicht aufmachen wo der Dreck ist, sondern such Dir ein ruhiges & sauberes & windstilles Plätzchen.

Praxistipp DIY Kamerahülle:
Damit die Tüte, in die Du Deine Kamera gesteckt hast, nicht nervt, solltest Du sie über dem Objektiv mit einem Gummi stramm ziehen.

Wenn Du am Strand oder in der Wüste fotografierst (im Idealfall nicht auf einem Holy-Festival, denn diese Nanopartikel sind echt fies), kann es in diesen Extremsituationen sinnvoll sein die Fugen der Kamera mit Panzerband, zusätzlich zur vorher genannten Plastiktüte, zu versiegeln.

Fazit: Bei einer digitalen Spiegelreflex mit mehreren Objektiven wird Staub, früher oder später, immer einen Weg in das Gehäuse finden. Bei jedem Objektivwechsel an freier Luft wird die Kamera einer Gefahr ausgesetzt. Gerade bei einer Systemkamera zieht der Sensor den Staub geradezu magisch an. Sei es durch eine noch vorhandene Reststatik nach dem Ausschalten, oder warum auch immer. Grundsätzlich sollte das Objektiv immer so aufgeschraubt werden, dass die Kamera mit der Öffnung nach unten zeigt, damit Staub und Pollen ein schwerer zu treffendes Ziel haben und damit loser Staub und Dreck aus der Kamera in den Abgrund stürzen können. Der beste Platz Objektive zu wechseln ist in geschlossenen Räumen, auch das Auto oder ein Hauseingang können funktionieren. In der freien Natur solltest Du Dir einen Windschutz bauen, wie zum Beispiel unter Deiner Jacke oder in einer sauberen Tasche.

Regenhüllen und Kamera Regenschutz

Wasserschäden und Regen bei Fotoapparaten

Spritzwasser wird von vielen Kameras verkraftet, zwar mehr schlecht als recht, allerdings sollte man es tunlichst vermeiden seine Kamera direkten Sturzbächen auszusetzen und das Wasser ist immer schnell zu entfernen (Unterwasserkameras außen vor gelassen). Der Transport bei Regen ist immer eine Gefahr und sollte mit Plastiktüten oder speziellen wasserdichten Taschen begegnet werden. Beim Transport in der Jackentasche kann man immer auch eine Plastiktüte für den Notfall mitnehmen.
Ansonsten kannst Du Deine Kamera, wie auch gegen Staub und Dreck, mit einer Plastiktüte gegen Spritzwasser schützen. Bei Interesse an der Unterwasserfotografie hilft solch eine Konstruktion leider wenig. Für diesen Bereich kannst Du Dir entweder ein teueres Unterwassergehäuse für Deine DSLR kaufen, was zwar eine professionelle Lösung ist, aber auch noch um Unterwasserblitzgeräte ergänzt werden muss, oder man investiert in eine Kompaktkamera, die für Tauchgänge gebaut ist. Auch hier ist eine Tauchlampe sehr sinnvoll um für genügend Licht zu sorgen.
Ich selbst habe mir vor einiger Zeit einen Satz Kameraschutzhüllen für Regen besorgt. Die sind günstig und haben den Vorteil, dass ich die Kamera mit beiden Händen bedienen kann. Auch sind sie stabiler als eine einfach Plastiktüte und haben eine Öffnung für das Objektiv, die ich mit einem Feststellband fixieren kann.

Kälte

Kälte ist oft kein großes Problem für eine Kamera, da sie funktionstüchtig bleibt. Kondenswasser hingegen, das sich beim starken Temperatursprüngen bildet, kann die Elektronik der Kamera beschädigen. Wenn die Kamera in der Kälte benutzt wird muss sie die Chance haben sich an das Wetter zu akklimatisieren, ansonsten besteht, z.B. bei Schneefall, die Gefahr, dass Schnee auf dem Gehäuse schmilzt und kurz darauf wieder gefriert.
Die Laufzeit von Akkus ist bei Kälte geringer, deshalb sind Reserveakkus unabdingbar. Diese sollten am besten warm, also z.B. in den Hosentaschen, aufbewahrt werden.

Hitze

Hitze ist für eine Kamera ein weit größerer Feind als Kälte. Die Kamerabeschreibung gibt Aufschluss über die Betriebstemperaturen der Kamera. Die schwarzen Gehäuse, die in direktem Licht Wärme sehr gut absorbieren, sollten im Hochsommer nicht über längere Zeit ungeschützt der gleißenden Sonne ausgesetzt sein. Eine reflektierende Folie kann, vor allem bei Stativarbeiten, eine Hilfe sein. Ein großer Sonnenschirm über der Kamera und dem Fotografen kann beiden helfen, allerdings auch die Lichtverhältnisse ändern.

Stürze & Unfälle

Kein Fotograf der bei Sinnen ist lässt seine Kamera fallen. In einer Menschenmenge, in der man angerempelt wird, ist es sinnvoll den Trageriemen mit dem Handgelenk zu verknoten. Stative sollten sicher aufgestellt werden, damit man von keiner Windböe überrascht wird. Logische Sachen die eh jeder machen sollte und nur der Vollständigkeit erwähnt werden.