Alternativen zu Photoshop

Wenn das Wort Bildbearbeitung in den Mund genommen wird denkt fast jeder Fotograf zuerst an Photoshop oder Lightroom – zu Recht. Aber nicht jeder hat Bock sich ein Cloud Abo zu holen und würde lieber Programme besitzen. Da kannst Du also entweder mit einer alten Versionvon Lightroom und Photoshop arbeiten, für den Rest wirst Du mit einem Abo zur Kasse geboten. Jedoch möchte nicht jeder Fotograf gerne mehrere 100 Euro für Photoshop ausgeben. Auch wenn es sehr schöne Plugins dafür gibt, die den Arbeitsalltag eines Fotografen sehr erleichtern. Ganz davon zu schweigen, dass so ein Abo nicht unbedingt wirklich günstig ist.

Bildbearbeitungsprogramme für Fotografen

Für alle die sich gegen das Monopol aussprechen, es gibt noch Alternativen zur Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom, seltsamerweise sprechen nur die wenigsten davon, denn alle wollen den Ferrari der Bildbearbeitung fahren. Hier mal ein paar Alternativen

Affinity Photo

Affinity ist ein preisgeköntes Bildbearbeitungsprogramm für den Mac und PC. Inzwischen gibt es auch eine Beta für den PC – und ich hoffe mal das es es nicht mehr lange dauert, bis es auch für den PC rauskommt. Du kaufst das Programm, anstatt es wie Photoshop in der Cloud zu abonnieren – und der Preis von 49,- 39,- Dollar ist für den Funktionsumfang echt sehr mehr als fair. Das Photoshop-Feeling ist zwar nicht zu 100% dran, aber es ist nah, sehr nah und mit ein bisschen Zeit gewöhnt man sich schnell an die leicht geänderte Bedienung.

GIMP – Der kostenlose Allrounder

GIMP ist eine mächtige unf kostenlose Alternative zu Photoshop. Sicher, Du hast nicht alle Funktionen und es dauert länger Dich einzuarbeiten, da es nicht soviele Bücher und Tutorials gibt, außerdem ist der Name nicht so richtig sexy: GIMP. Wie ist die Übersetzung nochmal? Genau, der Einfaltspinsel, also ein Gimpel.

Krücke ist eine weitere Übersetzung von Gimp. Soll nochmal jemand sagen Mädchen mit dem Namen Lana haben es nicht leicht und ein hohes Lästerpotential. Davon sollte sich der geneigte Käufer Runterlader aber nicht abschrecken lassen, denn der Preis beträgt immer noch 0,-€. Dafür kriegst Du nicht mal einen Satz Krücken im Sanitätshaus.

Insgesamt ein tolles Bildbearbeitungsprogramm mit vielen Funktionen und noch vor 15 Jahren hättest Du für die Möglichkeiten dieses Programms getötet. Aber, es ist kein Photoshop, es ist nicht so eingängig und es gibt keine so tollen Möglichkeiten es zu erlernen.

Photoshop Elements

Der kleine Bruder des großen Photoshops kommt mit weniger Funktionen daher, ist aber trotzdem für die meisten Hobbyanwender vollkommen ausreichend. Die Kosten dafür liegen bei 50-75€. Ich selbst habe es bisher nicht benutzt, allerdings haben viele meiner Teilnehmer da mal reingeschnuppert und meinten es wäre ganz gut. Profifotografen sind wahrscheinlich mit dem Photoshop/Lightroom Abo besser beraten.

Alternativen zu Lightroom

ACD See Pro

ACDSee Pro* wir sehr regelmäßig mit einer neuen Versionsnummer ausgestattet. Das schöne ist, kein Abo, sondern kaufen. Nicht jeder ist mit dem Programm zufrieden, wie die durchwachsenen Bewertungen bei Amazon zeigen, aber ich finde den Workflow des Programms super und verwende es selbst. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Vor einem Kauf sollte man einfach mal die Demo testen. Die RAW Verarbeitung ist erstklassig, kleine Korrekturen sind schnell gemacht, die Belichtungseinstellungen sind sehr umfangreich, Metadaten sind fix eingepflegt und die Verwaltung läuft ohne Reibungen. Stapelverarbeitungen machen das Leben auch leichter. Das alles für ca. 100€, bei weitem kein schlechter Preis.

Corel PaintShop Photo Pro

Auch Corel führt ein relativ Kostengünstiges Programm zur Bildbearbeitung in die Schlacht um die digitale Dunkelkammer. Corel PaintShop Photo Pro ist die aktuelleste Version mit vielen Funktionen wie Stapelverarbeitung, RAW-Converter, einem “Expresslabor” und noch ein paar anderen Features. Corel versucht dieses Programm als Software zur Bildbearbeitung für digitale Spiegelreflexkameras zu positionieren. Für unter 100€ gibt es nur wenige Programm mit solch einem Funktionsumfang. Die Reviews zu dieser Version sind durchwachsen, wobei die meiste Kritik von User kommt die ein Upgrade von X2 zu X3 vorgenommen haben, wobei es aber auch viele Benutzer gibt, die mit dem Funktionsumfang absolut zufrieden sind.

Fusion – HDR einfach gemacht

Fusion ist ein einfaches kleines Programm das Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten in ein HDR Bild umwandelt. Es benötigt keine große Einarbeitungszeit, hat dafür aber auch nur einen kleinen Funktionsumfang. Kosten? Früher, da es Freeware, heute inzwischen 25$, was noch nah an der freeware dran ist so wie der Spielgeld Kurs steht.

Photofilter – 100 freeware Filter

Photofilter ist schon etwas in die Jahr gekommen, eigenet sich aber für die schnelle Bildbearbeitung mit verschiedenen Filtern wie Helligkeit, Kontrast, Sepia-Effekt oder Transparenz, denn diese lassen sich auch heute noch leicht anwenden. Das Programm richtet sich eher an Anfänger, denen GIMP oder Photoshop zu kompliziert ist und die nicht jedes Photo mit einer Handyapp nachbearbeiten möchten.

Software für Panorama Aufnahmen

Autostich – Panorama

Autostich fügt Bilder zu einem Panorama zusammen. Auf der Seite kann man eine Demoversion für Windows herunterladen, die aber keine Einschränkungen aufweist. Weiterhin wird auf verschiedene andere, kostenpflichte Programme verwiesen die diese Software weiterentwickelt haben. Leichte Anwendung indem man einfach die Fotos angibt, die zusammengefügt werden sollen.

Microsoft ICE

Mit dem „Microsoft Image Composite Editor“ Autostich Programm kannstDu an Deinem Rechner mehrere Einzelfotos zu einem Panoramabild zusammenführen. Klar, Du musst aufpassen das Du überlappende Fotos hast und auch die Achse Deines Objektivs sollte passen, aber selbst mit kleinen Unregelmäßigkeiten kommt das kostenlose Programm sehr gut klar. Es verarbeitet alle gängigen Formate von JPEG bis TIFF und hat einige Exportformate, unter anderem für Photoshop. Seit einiger Zeit lassen sich neben Fotos auch Videos öffnen, aus denen Du Rundblicke herausschneiden kannst.

Schnelle Bildbearbeitung von Fotos

Eben mal schnell verkleinern, Stabelbearbeitungen oder einen neuen Windows Hintergrund setzen. Diese kleine Programm hilft.

Irfanview – Picture Viewer

Irfanview ist ein Programm zur schnellen Bildbetrachtung. Kommerzielle Nutzung schlägt mit 12€ zu, für private Nutzung ist es kostenlos. Ein schönes kleines nützliches Tool, mit dem schnell Hintergründe in Windows setzt und Bilder in der Größe anpasst. Kleines feines Tool.

4 Kommentare

  1. sorry, das musste! sein (Wikipedia) (falls man der nicht glaubt:)
    http://xcf.berkeley.edu/previous.php (engl.)

    GIMP (GNU Image Manipulation Program, ursprünglich: General Image Manipulation Program[1]) ist ein kostenloses und freies Bildbearbeitungsprogramm. Es steht unter der GNU General Public License (GPL).

    Der “Gimpel” wird damit vlt. das Maskottchen “Wilber” gemeint?, ist weitaus mächtiger und (kommt demnächst) benutzerfreundlicher, als das die meisten Leute ahnen, Nur: es geht nicht alles auf einmal: Erst in der nächsten Verson, wird es zum ersten Mal eine Ein-Fenster Bedienung geben. Aber davon abgesehen (das interessiert mich weniger) wird es bald 32bit, und JA: Non-Destructive Imaging sowie HDR-Ansätze geben.

    Ich empfehle für “Kundige” einfach mal einen Blick auf “GIMP Git” zu werfen.

    Schönen Tag noch, Andreas_P

    • Schon klar, dass GIMP nicht unbedingt mit Krücke zu übersetzen ist ;), aber es ist schon eine wunderbares Akronym, bzw. Apronym, um damit Schindluder zu treiben.

    • dogwatcher

      Zu GIMP nochmal: 32Bit? Ich denke mal, 16Bit, oder? Und das frühestens ab 3.0, wir müssen erstmal auf die 2.8 warten, die sich auch noch hinzieht. Hoffen wir, dass der “GEGL” Unterbau für all die Features wie 16-Bit Farbtiefe, LAB-Handling usw. irgendwann mal fertig wird, das geht schon seit Jaaaaahren, Diskussionen bezüglich 16-Bit gehen wirklich zurück auf die erste Jahrzehnthälfte der 2000er!

      Trotzdem ist GIMP empfehlenswert: Das merkt aber wohl nur derjenige, der sich intensiv damit beschäftigt, die geeigneten Plug-ins und Scripte installiert (für mich ein absolutes “Muss” um GIMP effektiv aufzubohren) und weiß, wie man die Schwächen von GIMP (z.B. aktuell die 8-Bit Farbtiefe) möglichst umgeht.

      GIMP mag zwar nicht “pro” sein, doch diese elendige Diskussion, die da immer wieder geführt wird, ist IMHO unerheblich… GIMP ist für das “Geld” (nämlich 0, “Nada”, “Nüx”) verdammt leistungsstark. Es hat Ecken und Kanten und biedert sich nicht an. Es ist nicht darauf ausgelegt, dem Nutzer schnell entgegenzukommen… und das nicht an jeder Ecke Tutorials (gerade für Fotografen) rumliegen, macht es nicht leichter. Dabei geht wirklich recht viel. WENN man weiß, wie!

      So.. und jetzt noch ein Geheimtipp. Kostenpflichtig, aber günstig:

      Wie klingt das:
      ————————–
      – 16-Bittiefe pro Farbkanal
      – LAB und CMYK Handling
      – Farbprofilverwaltet
      – Einstellungsebenen (!) wie bei Photoshop
      – Ebenengruppierugen
      – Gleichzeitig einiges an Vektorgrafik/Layoutfunktionen
      – Verdaut einiges an Photohop-PlugIns (!)
      – 32 und 64 Bit!
      – Windows und MacOSX verfügbar
      – Kosten (Trommelwirbel): 59,00 Euro Voll-Lizenz. 29,00 Euro für Upgrade von der Vorversion (und das auch nur,
      bei größeren Upgrade – Sprüngen wie von Version 15 zu 16..)

      Das Teil heisst “Photoline” und ist meines Erachtens nach
      eines der zu Unrecht unbekanntesten Bildbearbeitungsprogramme “EVER”.

      Wenn es einen Nachteil hat, dann die manchmal etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung und schlichtweg die geringe Verbreitung. Tutorials sind fast nicht existent, man muss halt sehen, was man von den Photoshop-Tutorials umsetzen kann.

      Aber schaut euch das Preis-/Leistungsverhältnis an!

      Ich hab mich jetzt zwar auf GIMP mehr ausgerichtet, aber Photoline noch in angenehmer Erinnerung… es sollte definitiv mehr Beachtung erfahren und nein .. ich bekomme kein Geld für die Aussage.

      Link:
      ——————

      http://www.pl32.de

      Lasst euch von der einfachen Webseite nicht abschrecken.. das ist halt ein ganz kleines Unternehmen, dass das macht!

      auch Wikipedia mal dazu:

      http://de.wikipedia.org/wiki/PhotoLine

      Ha.. ich sollte für die ganzen Ausführungen Geld nehmen.. 😉

  2. Ich nutze Photoshop-Elements (auf meinem Netbook sogar noch die alte 2.0er Version) und bin für die Nachbearbeitung total zufrieden. Elements gibts bei vielen Produkten “dazugeschenkt”; beim Grafiktablett war z.B. eins dabei und beim Diascanner noch eines. Mit Gimp habe ich mich auch einmal versucht, bin aber mit dem Programm einfach nicht warm geworden 🙁

    Jetzt wollte ich für RAW-Dateien mal das Programm von Phase 1 ausprobieren, lag bei so einer Fotozeitschrift bei. Bin gespannt!

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