Kategorie: Fotografieren Lernen

Farbkontraste – in Fotografie und Kunst

In der Malerei (Johannes Itten hat diese damals niedergeschrieben) gibt es 7 Kontraste, die natürlich auch in der Fotografie genutzt werden können. Einige dieser Kontraste sind mit der Kamera im Alltag nicht so leicht umzusetzen. Zum Beispiel der Simultankontrast oder der Farbe an sich Kontrast, da hier besondere Elemente gefunden werden müssen, die in der Natur nicht so häufig vorkommen. Andere Kontraste gehören zum Standardrepertoire, wie der Hell-Dunkel-Kontrast, der Kalt-Warm-Kontrast oder der Komplementärkontrast. Auf jeden Fall sind Kontraste eine tolle Übung um Fotografieren zu lernen und etwas weg von der technischen Fotografie, mehr zum Sehen und der kreativen Gestaltung zu kommen.

Hell-Dunkel-Kontrast

Hell-Dunkel-Kontrast
Der Hell-Dunkel-Kontrast kommt sowohl bei den häufig als unbunt bezeichneten Farben Schwarz, Weiß und Grau als auch bei den Buntfarben vor. Man bezeichnet damit den Kontrast, der durch die unterschiedliche Farbhelligkeit zweier Farben entsteht. Wie Du in diesem Foto siehst, leuchtet der hier portraitierte Kämpfer Nicolas Renier förmlich vor dem schwarzen Hintergrund.

Kalt-Warm-Kontrast

Kalt Warm Kontrast
Der Kalt-Warm-Kontrast bezeichnet die unterschiedliche Empfindung von Menschen beim Anblick von Farben und die Verwendung dieses Kontrastes als Stilmittel. Auf dem Beispielfoto siehst Du, dass die blaue Farbe des unscharfen Weges Dich ein bisschen frösteln lässt, sich das Foto aber im oberen Teil direkt wieder aufwärmt. Da die blaue Farbe aber das Bild dominiert, hat es insgesamt ein etwas kälteres Gefühl.

Farbe an sich Kontrast

Der Farbe-an-sich-Kontrast wird auch Farbton-Kontrast genannt, da hier die Farbe in dem Ton Ihrer stärksten Leuchtkraft verwendet werden. Dieser Kontrast wird zum Beispiel für Warnschilder verwendet, oder um die Aufmerksamkeit besonders stark zu lenken. Unterschiedliche Farben haben eine unterschiedliche Leuchtkraft. Die intensivsten Farbe-an-sich-Kontraste werden mit ungetrübten Farben wie Primärfarben, Sekundärfarben oder Spektralfarben erreicht. Werden die Farben gebrochen, also Tertiärfarben verwendet, nimmt die Kontrastwirkung ab.

Qualitätskontrast

Der Qualitätskontrast, auch Intensitätskontrast genannt, ist ein Kontrast, der zwischen gesättigten, leuchtenden Farben und stumpfen, trüben und gebrochenen Farben entsteht, also durch Unterschiede in der Farbqualität, nicht durch Unterschiede bezüglich der Flächenanteile, wie der Quantitätskontrast. In der Perspektive entspricht er der Luftperspektive.

Quantitätskontrast

Der Quantitätskontrast, auch Mengenkontrast genannt, beruht, im Unterschied zum Qualitätskontrast, auf der Gegenüberstellung verschieden großer Farbflächen. Wenn diese in bestimmten Verhältnissen vorliegen, ist die optische Wirkung der Farben gleich intensiv und wird daher als harmonisch empfunden. Dabei ist die Wirkungskraft einer Farbe erstens von ihrer Leuchtkraft und zweitens ihrer Fleckengröße abhängig. Beispielsweise entspricht ein Teil Orange zwei Teilen Blau und ein Teil Gelb etwa 3 Teilen Violett. Rot und Grün entsprechen sich in gleichen Anteilen. Diese harmonischen Quantitäten ergeben statisch ruhige Wirkungen. Somit wird der Quantitätskontrast durch die Verwendung der harmonischen Farbmengen neutralisiert. Der Quantitätskontrast ist im eigentlichen Sinn ein Proportionskontrast.

Komplementärkontrast

Beispiel Komplementärkontrast

Komplementärkontrast Beispiel – Foto Johannes Plenio

Der Komplementärkontrast ist der subjektive Kontrast, der zwischen zwei komplementären Farben entsteht. Komplementäre Lichtfarben löschen sich gegenseitig aus, wenn sie gemischt werden. Sie ergeben in ihrer Mischung ein neutrales Grauschwarz. Ein bekanntes Beispiel sind rote Haare vor grünem Hintergrund.

Komplementäre Farbpaare sind:

  • Gelb und Violett
  • Blau und Orange
  • Rot und Grün

Simultankontrast/Sukzessivkontrast

Simultankontrast ist eine von bestimmten primären Pigmentpaaren gleichzeitig (simultan) ausgelöste Kontraststeigerung der empfundenen Farbintensität. Kurz und verständlich: Ein und dieselbe Farbe wirkt unterschiedlich, z.B. vor einem dunklen Hintergrund heller und vor einem hellen Hintergrund dunkler, auch verändert sich die Farbintensität und eine Farbe wirkt farbiger oder unbunter. Länger, wo und warum das so ist:
Die Farbwirkung nebeneinandergesetzter ungemischter Pigmente ist also stärker als die Farbe der einzeln dargebotenen oder gar gemischten Pigmente. Physikalisch identische Reizursachen können in Abhängigkeit vom Kontext unterschiedliche Wahrnehmungen auslösen. Sukzessivkontraste (auch Nacheffekte oder Nachbilder) bei der Farbwahrnehmung entstehen durch die Anpassung des Auges gegenüber bestimmten Lichtreizen der Netzhautrezeptoren. Dabei verbrauchen sich die Pigmente für eine der drei Grundfarben, der das Auge für längere Zeit ausgesetzt ist, so dass die neuronale Reaktion immer schwächer wird. Durch diesen Umstand befindet sich das entsprechende Komplementärfarbensystem nicht mehr im Gleichgewicht, was zur Folge hat, dass die Gegenfarbe des ursprünglichen Reizes erscheint.

Urlaubsfoto Ideen – 12 Tricks für kreative Urlaubsfotos

Urlaubsfoto Ideen

Urlaubsfotos. Tolle Location, keine kreative Idee – was kannst Du jetzt machen, wenn es mal mehr sein soll als geknipse? An jeder Stelle gibt es tolle Fotomotive – und auch Du willst Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Als erstes finde heraus, was für ein Typ Fotograf Du bist. Ein paar Beispiele dafür sind:

  • Postkartenfotograf
  • Streetfotograf
  • Detailfotograf
  • Landschaftsfotograf
  • Architekturfotograf
  • Menschenfotograf
  • Schnappschussfotograf
  • Nachtfotograf

Wenn Du Dir über Deine Lieblingsmotive klargeworden bist, kannst Du besser planen was für Fotos Du gerne machen möchtest und welche Kamera samt Equipment Dir am meisten Freude macht. Für die Streetfotografie reicht vermutlich eine einfache Schnappschusskamera, vielleicht auch ein Premiummodell wie die Ricoh GR oder eine Fuji X100f. Für die Landschaftsfotografie wünscht Du Dir vielleicht eher ein Stativ, nen Graufilter und ein Superweitwinkel.

Urlaubsfoto Ideen auf Reisen

Urlaubsfoto Ideen

Hier sind 12 Ideen, die Du spontan oder mit etwas Planung umsetzen kannst:

Keine Vorbeitung brauchst Du, wenn Du besonders schöne Landschaftsfotos machen möchtest, hierzu musst Du Dir nur einen Wecker stellen und früh aufstehen, um bei Sonnenaufgang Fotos(1) zu machen, oder Du gehst Abends noch einmal zur blauen Stunde los(2), also zum Sonnenuntergang. Je nach Jahreszeit und Zeitzone ist dies unterschiedlich anstrengend 🙂

Bei rotem Himmel kannst Du auch mit dem kreativen Weißabgleich(3) spielen – und Deinen Weißabgleich auf Kunstlicht stellen – die Farben werden sich von einem Rot in ein Violett verwandeln.

Wenn Du schon am Strand bist, kannst Du gleich auch Personenfotos machen und mit der Perspektive und optischen Täuschungen spielen(4) – ein immer wieder gerne genommenes Motiv ist es die untergehende Sonne in der Hand zu halten. Hierbei musst Du einfach ein bisschen mit der Belichtung spielen, da es sich dabei um Gegenlichtaufnahmen handelt und die Person schnell zu dunkel im Vergleich zum Hintergrund wird. Andere typische Perspektivenspielfotos sind zum Beispiel den schiefen Turm von Pisa stützen.

Im Urlaub bietet es sich auch an nicht zu viele Gegenstände mit nach Hause zu schleppen, sondern lieber Sammlungen mit Fotos zu dokumentieren und ein paar Stillleben aufzunehmen(5): die Muscheln am Strand, besondere Federn und andere Fundstücke.

Ein weiteres beliebtes Motiv ist es Einheimische zu fotografieren(6). Glasbläser in Venedig, Straßenmusiker, etc. über die Rechtslage der Streetfotografie gibt es nicht viel zu diskutieren (eigentlich nicht legal) – und wie Du die Fotos von den Menschen machst un Dir die Einwilligung holst liegt in Deiner Hand.

Urlaubsfoto Ideen für den Abend

Perspektivwechsel(7) sind eine tolle Art typische Orte anders festzuhalten. Leg Dich einfach mal auf den Boden und bringe diesen direkt mit in die Landschaft anstatt die Kamera auf das Stativ zu stellen oder vor das Auge zu halten. Oder beweg Dich über das Motiv – mit Seilbahn, Helikopter oder vom Dach des Wolkenkratzer.

Die Wege festhalten(8), auf denen Du gehst: Straßenschilder, markante Orte, etc. Oft beschränken wir uns auf die typischen Sehenswürdigkeiten – dabei ist der Weg dorthin viel interessanter und oft auch anstrengender zu bewältigen.

Und wenn Du Dich im Minimalismus üben möchtest, lass einen Gegenstand mitreisen(9) anstatt immer wieder neue Erinnerungen zu kaufen die Zuhause staub ansammeln. Ein Teddy für die Kinder, eine Erinnerungsstück von Zuhause, oder was auch immer Dir einfällt.

Einen eigenen Rahmen machen.(10) Eine Rahmung ist eine typische Technik, um das Motiv in Deinem Bild zu betonen. Einen Rahmen den Du vor die Kamera hältst, kann sehr klein sein und ist ein spannender Weg interessantere und ungewöhnliche Fotos zu machen, bei denen Du den Blick des Betrachters aktiv lenkst.

Langzeitbelichtungen am Tag

Langzeitbelichtungen am Tag(11) ausprobieren, um einfach mal all die Personen von den belebten Plätzen verschwinden zu lassen, oder um mehr Bewegung darzustellen. Du brauchst dafür einen ND-Filter und ein Stativ, mit dem Du die Belichtungszeit in den Sekundenbereich verlängerst, damit die Personen von den Bildern verschwinden.

Spiegelungen(12) sind ein toller Weg um mehr Tiefe und eine neue Ebene in Deine Bilder zu bringen. Du kannst Spiegelungen mit einem Polfilter reduzieren, oder verstärken.

Mitzieher – Panning – Techniken

Mitzieher - Panning - Techniken

Bewegung in Fotos festhalten? Gar nicht so leicht, denn eigentlich ist ja eins der Ziele ein scharfes Foto zu machen. Mitzieher, im englischen bekannt als Panning, funktionieren indem Du Deine Kamera in perfektem Einklang mit einem Objekt bewegst. Es ist nicht genug die Kamera einfach nur von links nach rechts zu schwingen. Eine spannende Technik, die meinen Fotokursteilnehmern schon nach 10-15 Minuten Übung sehr viel Spaß macht. Hier 8 Tipps, wie auch Du mit Mitziehern mehr Spaß haben wirst.
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Pareto für Fotografen

Pareto Prinzip in der Fotografie

Es gibt eine Regel, über die nicht viel gesprochen wird:

Zeige Deine besten Bilder und lerne aus Deinen schlechten Fotos.

Das Pareto Prinzip

Pareto besagt das 80% von allem Mist sind und 20% den guten Kern ausmachen, irgendwie. Hier ein paar Anwendungsbeispiele von Pareto:

  • 20% der Reichen halten 80% des Vermögens (inzwischen eher 5%)
  • Die letzten 20% der Arbeit kosten Dich 80% der Zeit
  • 80 % des Umsatzes werden meist mit 20 % der Produkte erzielt.
  • 80 % des Umsatzes werden oft von 20 % der Kunden erzielt.
  • 80 % der Anrufe führt man mit 20 % seiner gespeicherten Kontakte
  • 80% Deiner Fotos sind “Mist”.

Pareto 20%

Fotos nach dem Pareto Prinzip bearbeiten

Diese “80% Mist” solltest Du nicht zeigen, sondern Dich auf die 20% Deiner Arbeiten beschränken, die toll sind. Wenn Du 1000 Fotos von einer Hochzeit machst, zeig bitte nicht die 1.000 Fotos, auch wenn Dir das Arbeit spart und Du schneller fertig bist. Zeig 200 Fotos. Maximal 350. Mit den restlichen 80% solltest Du dafür eine Sache machen, und zwar sie zum lernen benutzen.
Dabei helfen Dir die Fragen:

  • Was hat hier nicht funktioniert?
  • Welches Licht war vorhanden?
  • Wie habe ich das Bild aufgebaut?
  • Warum mag ich das Bild nicht?
  • Wie hätte ich das Bild besser machen können?

Frei nach dem Motto Reduktion & Intensivierung werden Deine Ergebnisse nicht nur besser erscheinen, sondern auch sein.

Herbstfotos – Ideen, Tipps und Tricks

Fotokurse sind jetzt seit einigen Jahren Teil meines Broterwerbs und es macht immer wieder Spaß. Schade ist es oft, wenn man den Kontakt zu den Teilnehmern etwas verliert, oder diese nach dem Kurs die Kamera nicht so oft in die Hand nehmen wie sie eigentlich möchten, da Ideen für Fotos außer den typischen Verdächtigen fehlen. (fototutor sind die Kurse in Paderborn)

Der Herbst läuft und die Blätter fallen immer weiter. Die Sonne steht tief und langsam kannst Du Modelle so richtig schön quälen, wenn Du Sie in zu dünnen Klamotten an der freien Luft fotografierst. Hier sind ein paar Fotoideen um die Kamera im restlichen Herbst öfter auszupacken.
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Fotokritiken

Im Internet eine Kritik zu erhalten, die Dir weiterhilft ist gar nicht leicht. Entweder Du ertrinkst im Lob und Facebook-Likes, oder es kommen die Internet-Trolle die Neid und Frust an Deinen Bilder, am besten anonym ablassen.

Schlechte Kritiken und Beschimpfungen im Internet

Toys. Gadgets sind ja des Fotografen Liebling, Toys hingegen alle anderen Fotografen, die man nicht so mag. Gerade die werden ja mit keinem guten Wort gewürdigt. Der Begriff Toy ist mehr als nur das englische Wort Spielzeugs. So sagt uns das Urban Dictornary: Ein Toy ist ein Graffiti-Künstler der noch keinen Stil entwickelt hat und seine Werkezeuge nicht kontrollieren kann. Oft wird dieser von “erfahrenen” Writern gemaßregelt, die neben seine Schriftzüge Toy schreiben! Kurz: so richtig vorpupertäre Selbstdarstellung. Ich bin toll, Du nicht. Findest Du auch auf facebook, flickr und 500px.

Kommt man aus der Pubertät und hat ein Hobby wie die Fotografie, ändert sich daran nicht viel. Der gute Ton im Internet ist der des Flamewars. Erwachsene Männer (natürlich auch Frauen) regen sich über Dinge auf, die vollkommen unwichtig sind und bilden wie schon auf dem Schulhof Cliquen.

Wer seine Pubertät ohne das Internet durchlaufen hat, braucht wohl etwas länger um einen ruhigen und gepflegten Sprachstil in der digitalen Welt zu erwerben. So scheint ist es immer wieder erstaunlich wie schlimm HDR ist, warum man den Kontrast und die Schärfe nicht übertreiben sollte und dass dies doch alles nach Fotograf XY aussieht. Achja und welche Einstellungen hast Du da gehabt? Massig Dogmen, die pur kaum zu ertragen sind, mit Wasser verdünnt werden müssen, damit sie überhaupt Platz für Kreativität lassen, denn eigentlich ist alles verboten. Naja vllt. darf man noch auf den Auslöser drücken, aber bitte mit Stativ, ohne Nachbearbeitung und mit ISO 100, sonst ist das “falsch”. Und wehe Du kannst nicht die Einstellungen runterbeten mit denen das Foto gemacht wurde, oder Du benutzt nicht auf das Histogramm.

Erstmal ein Geheimnis: man fotografiert immer mit einer Kamera. Da kommen immer Fotos raus, und erst wenn jemand da was wirklich neues schafft, das nichts mit Fotos zutun hat, lohnt es sich zu sagen: Wer hätte das gedacht? Das gabs noch nicht! Solange Fotografen aber nur mit Licht malen, tjo… da machen wir alle mehr oder minder… Fotos.

Und worauf läuft dieser nun doch schon lange Einleitungstext hinaus? Auf ein paar wichtige Grundregeln im Umgang mit Kritiken im Internet!

Fotokritiken, aber richtig

Anfänger möchten gerne wissen wo sie stehen, wer will das nicht? Die Unsicherheit die mit dem Prozess des Erschaffens kommt ist riesig und nicht jeder hat ein überdimensionales Ego um immer: TOTAL GEIL! über seine eigenen Arbeiten zu sagen. Nicht jeder Kritiker hat Ahnung, noch sollte man auf jeden hören. Hier sind ein paar der Kritiker über die ein Fotograf im Internet stolpern kann.

  1. Der wichtigste Kritiker bist Du selbst. Was Dir nicht gefällt, taugt nur wenig, selbst wenn andere es lieben. Leider ist man manchmal Betriebsblind, von daher ist Input von anderen wünschenswert.
  2. Vertraue Deiner Familie im Bezug auf Deine Fotos nicht bedingungslos, die sind nämlich voreingenommen. Cool wenn sie es mögen, aber … pssst … sie sind voreingenommen, daher nicht zwangsläufig objektiv. 😉
  3. Flickr… gibt Dir kaum ehrliches Feedback, da jeder damit beschäftigt ist seine eigenen Fotos zu posten.
  4. Ein eigenes Portfolio hilft, wenn es von Blogs und Internetseiten verlinkt wird oder Du Interviewanfragen kriegst, kannst Du davon ausgehen, dass Deine Fotos gefallen.
  5. Kritik von Menschen, deren Kritik Dir etwas bedeutet. Andere Fotografen, Kunden, Fans… Menschen die entweder etwas von Bildern verstehen [und deren Arbeiten Du auch gut findest!], oder die dazu bereit sind Geld für Deine Bilder auszugeben.
  6. Kritik von selbsternannten Guru’s = Nutzlos. Im Kampfsport sagt man “Styles make Fights”, gleiches gilt für die Fotografie. Künstlerische Visionen unterscheiden sich, und so beschränken sich viele Fotografen auf die technische Umsetzung, da diese leichter zu begründen ist. Jemand der Dir selbst eine Kritik aufdrückt ohne das Du gefragt hast hat zuviel Zeit, die er lieber darauf verwenden sollte selbst endlich mal gute Bilder zu machen.

Fazit: Die beste Kritik sind Aufträge, Ausstellungen und das Lob Deiner Kollegen. Auch Neid kann ein Zeichen von Erfolg sein.

Weniger Fotos verwackeln

unscharfes Foto - weniger Verwackeln
Tabelle der Formatfaktoren

Tabelle der Formatfaktoren.

Scharfe Fotos machen

Es gibt 2 Gründe warum Fotos verwackeln oder unscharf sind.

  1. Du hältst Deine Kamera nicht ruhig. Das Wort sagt mehr als 1000 Bilder, denn dann hast Du verwackelte Fotos.
  2. Etwas im Bild bewegt sich. Dies kann auch nach einer Verwacklung aussehen, ist aber eigentlich Bewegungsunschärfe. Dann hast Du unscharfe Fotos.

Wie verwackelst Du weniger Bilder?

Du kannst Dir mit einer schönen Regel klar machen, wie lang Du Fotos belichten kannst, ohne das sie verwackeln. Du nimmst Deine Brennweite und schreibst davor eine 1 und einen /. Wenn Du mit 50mm fotografierst wäre dies 1/50 Sekunde und kürzer, bei 200mm 1/200 Sekunde und kürzer. Kompliziert wird es nur, da heute die Kamera zum Teil auch kleine Sensoren haben. Hierbei nimmst Du Deine Brennweite noch mal den Formatfaktor. (Siehe Formatfaktortabelle) Bei APS-c würde hierbei dann bei 200mm aus 1/200 Sekunde 1/300 Sekunde, da Du die 200mm x 1,5 nimmst. Hier sind ein paar Tipps:

  • Alles geben um eine kürzere Belichtungszeit zu erreichen!
  • Mehr Licht -> Blende weiter öffnen, dadurch kannst Du kürzer belichten.
  • ISO höher Stellen, Bildrauschen ist meistens besser als ein verwackeltes Bild.
  • Breiter Stand (Schulterbreit), ruhig atmen, anlehnen, abstützen. Denk an Sportschützen oder Judokämpfer. Du willst nicht umgeworfen werden und Deine Kamera möglichst ruhig halten.
  • Kürzere Brennweite, denn mit einem Weitwinkel verwackelt es weniger.
  • Objektiv/Kamera mit Bildstabilisator kaufen, das gibt Dir ein paar Zentel Sekunden mehr Luft.
  • Stativ benutzen, hilft aber vor allem bei Motiven die sich nicht bewegen, denn die müssten sonst auch ruhig halten.
  • Anblitzen, dann wird zumindest das angeblitzte Motiv eingefroren, der Rest kann allerdings noch verwackeln.

Unterschied zwischen unscharfen und verwackelten Fotos

Wenn Du ein verwackeltes Bild hast erkennst du dies daran, dass alles nicht klar ist und sich das Bild “vervielfacht” bzw. Linien zieht. Bei einem unscharfen Bild hast du Schärfe im Bild, diese liegt aber an der falschen Stelle. Beispiel:
Wenn Tante Ilse im Garten fotografiert wurde ist die Hollywoodschaukel im Hintergrund zu erkennen, aber ihr Gesicht ist total verschwommen, dann ist es unscharf.
Wenn Du Nachts ein Foto vom Hafen gemacht hast und sich die ganzen Linien hin und her bewegen, dann ist das Bild verwackelt.

Noch mehr zu Verwacklungen und Unschärfe

Hier findest Du noch eine übertrieben lange Erklärung wie unscharfe Fotos entstehen. Nicht schlecht, aber wenn Du es bis ans Ende dieses Artikel schaffst kriegst Du auf jeden Fall einen Fleißstempel 😉

Besser Fotografieren – Lernen schönere Fotos zu machen ✓

Fotografieren Lernen

Viele Fotografen werden nicht müde nach Tipps zu suchen, wie sie besser fotografieren können. Zum Glück bist Du nicht so. Denn Tipps bringen Dich nur mit der Nase an die Fensterscheibe. Du musst aber raus in die Realität. Foto-Tipps und Top10 Listen, wie Du bessere Fotos machst, können Dir höchstens helfen einen Start zu finden.

Natürlich, es ist nicht falsch nach mehr Wissen zu suchen, aber wir alle sollten trotzdem mehr fotografieren als lesen oder tippen – zumindest wenn wir Fotografen und nicht Schriftsteller sein möchten. Malcolm Gladwell zitierte vor nicht allzu langer Zeit in seinem Buch Überflieger die These, dass man 10.000 Stunden braucht um etwas perfekt zu lernen. Hast Du vielleicht schon gehört. Das dies Blödsinn ist steht auf einem anderen Blatt, denn es gehört Talent dazu und manche Menschen erreichen den Level nach 4.000 Stunden, anderen nach 27.000. Trotzdem kann jeder besser werden, denn es ist durchhalten gefragt – und insbesondere eine Prozessoptimierung um effektiv und effizient zu lernen, wie Du schöne Fotos machst, auch deliberate practice genannt.

Das Paretoprinzip vertritt die These, dass 20% immer 80% von etwas ausmachen, sei es die Verteilung von Reichtum, der Wortschatz um eine Sprache zu sprechen, oder was auch immer. Schlimmer wird es noch, wenn man sich dieses Prinzip in Kombination mit Fossilierung anschaut, denn dann hast Du als Fotograf keine Chance besser zu werden. Weiterlesen

Fotografieren Lernen

Fotografieren Lernen

Was macht ein gutes Foto aus?

  1. Es gefällt Dir.
  2. Es gefällt Dir auch nach längerer Zeit.
  3. Vielleicht gefällt es anderen.
  4. Du hast eine emotionale Verbindung dazu, dann ist auch die technische Qualität egal.
  5. Wenn Du dafür bezahlt wirst: Es gefällt Deinen Kunden.

Fotografieren ist erstmal keine große Kunst, aber besser zu fotografieren lernen ist schwer. Du kannst jederzeit Dein Handy nehmen und anfangen zu knipsen, Spaß haben und Deine Kamera kennen lernen. Die Technik wird Dir an jeder Ecke erklärt, aber ist es wirklich wichtig zu verstehen wie eine Blende funktioniert? Natürlich, denn es ist einfach zu verstehen, hilft Dir alleine aber nicht wirklich schönere Fotos zu machen.

Wenn Du einen Führerschein gemeistert hast, kannst Du auch die Kamera meistern. In Deutschland fahren ja immer noch fast alle Autofahrer mit Gangschaltung anstatt Automatik (dafür nur sehr wenige in der Formel 1), ist bei Deiner Kamera nicht wirklich etwas anderes – sondern in der Regel noch sinnvoller.

Wie lernst Du es besser zu fotografieren?

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Lichtmalerei – Mit der Taschenlampe malen

Lichtmalerei als Langzeitbelichtung in der Nacht

Lichtmalerei macht Spaß und ist gar nicht schwer. Nach diesem Artikel kennst Du die Grundlagen und kannst gleich loslegen, wenn die Sonne untergegangen ist, Du ein Stativ und eine Taschenlampe besitzt. Er ist Teil der Serie zum Fotografieren Lernen. Ein paar Grundlagen zur Nachtfotografie findest Du hier.

Es viele Formen der Lichtmalerei, angefangen bei Picasso bis hin zu spannenden Konstruktionen von Lichtbauten, die mehr mit Elektrotechnik zutun haben als mit Fotografie oder Kunst. In diesem Artikel verfolgen wir heute einen minimalistischen Ansatz, auf dem Du schnell aufbauen kannst.
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