Der beste Profi Trick um ein besserer Fotograf zu werden

Der beste Trick, den man von einem Profi lernen kann, wenn Du fotografieren lernen willst, ist: Fast Dein ganzen Schaffenswerk erst nach dem Tod bekannt werden zu lassen. In Büchern, hinter verschlossenen Türen, oder sonstwo versteckt und erst von Forschern ausgegraben kannst Du jede Art von Kunst machen, ohne Dir Deinen Ruf zu ruinieren. Abgelegt unter Skizzen oder Studien, aber nicht in der finalen Werkschau enthalten. Wenn das Schaffenswerk hinter der Bühne erst nach der aktiven Periode entdeckt wird, ist das Bild des Künstlers gemacht und hat kaum noch Einfluss auf seine Rezeption.

Wie werde ich ein bessere Fotograf?

Zu Abstrakt? Die Zauberworte, von denen wir gerade sprechen: “Selektion.” “Reduktion.” “Fokus.” Je früher einem Fotografen bewußt wird, dass er nicht alle Bilder zeigen muss darf und er sich auf seine besten Fotos reduziert, desto schneller wird er ein ansprechendes Portfolio aufbauen. Wir zeigen zuviel, wir machen zuviel, wir konzentrieren uns nicht genug. Du fotografierst Hochzeiten, Akt, Babybauch, Bewerbungsportraits und Fetisch? Das passt nicht zusammen. Sorry. Nicht guten Gewissens und auch nicht guten Willens von Seiten des Auftraggebers. Außer Du arbeitest mit Laufkundschaft und weißt nicht genau wo es hingehen soll. Dann ist das eher der Alltag und aus dem solltest Du ausbrechen.

20% unser Handlungen führen zu 80% der Ergebnisse. Dies hat Pareto schon vor Jahren erkannt und Fotos, oder wie Du als Fotograf wahrgenommen wirst, sind in diesem Zusammenhang nichts anderes. Je weniger Du zeigst,

Die beste Übung wenn man sich nicht entscheiden kann? 100 Fotos machen und nur 5 davon zeigen. Entscheidungen treffen ist schwer. Digitalfotografie verleitet dazu alle Bilder nebenbei zu zeigen, auf dem Display der Kamera oder bei der Auswahl durch ein Model. Schnell am Display oder Rechner zwischen Tür und Angel präsentiert, oder gar im Blog gepostet. Dabei heißt es eigentlich: Weniger ist mehr. Ein Mantra das nicht schlimm ist. Du darfst ja alles andere noch fotografieren. Nur zeige es nicht. Denn es ruiniert vielleicht, möglicherweise sehr wahrscheinlich und unter Umständen Deinen Ruf. Egal ob von der einen Seite, oder der anderen.

1 Kommentare

  1. Eines mit der schwersten Aufgaben ist die kritische Selektierung der Bilder um nicht durch Masse sondern durch Qualität zu überzeugen. Leider vergessen dies immer mehr Fotografen, im heutigen Internet-Zeitalter wo der Speicherplatz nichts mehr kostet.
    Ich selbst merke diesen Prozess an mir, ich entwickle immer noch zu viele Bilder aus dem RAW hinaus. Merke dies aber oftmals bei der Bearbeitung, somit kann es auch passieren das ich nachträglich fertig entwickelte Bilder wieder lösche da sie mir im Vergleich zu den anderen nicht mehr so gut gefallen.
    Ich nenne die Selektierung mittlerweile schon die Auswahl der Besten der besten.
    lg
    Markus

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