Kreative Blockaden überwinden

Kreative Blockaden überwinden

Kreative Blockaden überwinden – oder wie Du Dich auf Deine Kunstwerke, anstatt den überflüssigen Ballast konzentrierst. Brillianz kommt nur in den seltensten Fällen, wie zum Beispiel bei Leonardo, verpackt als Universalgenie. Geniale Erfolge entstehen nicht aus einer brennenden Leidenschaft, sondern aus einem sehr niedrigen Schmerzempfinden und einer hohen Leidenstoleranz. Woher sonst sollte Dein Wille kommen, der notwendig ist, Dich auf eine Sache so lange zu konzentrieren, wenn Du auch tausend andere Dinge tun könntest? Wie solltest Du anfängliche Rückschläge verkraften?

Wenn wir Boxern mit Leidenschaft zuschauen, sprechen wir vom Kämpferherz. Wenn wir großartige Kunst sehen berührt sie unser Herz. Wenn wir uns verlieben, schießt uns Amor mit seinem Pfeil genau an diese Stelle.

Was ist Motivation?

Motivation ist nur ein Zeitvertreib – Leidenschaft hilft Dir Deinen Fokus zu finden und Dich einer Sache hinzugeben. Menschen mit Leidenschaft entscheiden sich für eine Sache richtig zu machen, anstatt in 1.000 anderen Dingen verloren zu gehen. Sie entscheiden sich. Sie entscheiden sich dafür nicht in facebook oder tumblr zu versinken, nicht dazu ein genialer Buchhalter zu sein oder 1.000 Projekte anzunehmen. Sie entscheiden sich nicht Dinge zu tun, die andere besser können um Geld zu sparen, oder Projekte zu unterstützten für die sie nur halbherzig Zeit haben. Sie können nein sagen.

Wie oft habe ich es schon bereut bei einem Projekt zugesagt zu haben, nur um festzustellen das die Zeit fehlt und ich eigentlich hätte nein sagen dürfen. Aus solchen Dingen lernst Du entweder oder zerbrichst. So geht es dem Durchschnittsdeutschen, wir können nur schwer nein sagen und für den Zugang zur Leidenschaft zahlen wir genau diesen Preis. Der Spruch “Wer die Wahl hat, hat die Qual” kommt nicht von ungefähr. So formulierte Barry Schwartz Das Paradox der Entscheidung (mehr Auswahl = weniger Entscheidungen)* und die Technik und unsere Kreativität macht es viel zu leicht uns selbst ins Bein zu schießen.

Kreative Blockaden überwinden

Kreative Blockaden, oder wie Du garantiert nicht erfolgreich wirst

“The difference between successful people and really successful people is that really successful people say no to almost everything.”
Warren Buffet

Facebook? Bin ich. Twitter? Natürlich auch. Pinterest? Ja, als Fotograf muss ja, oder? Fotoprojekt, bei dem ich alle Fans auf facebook treffe? Hört sich gut an. Zeit alle Leute aus dem Sportverein zu knipsen? Mach ich. Neue Kamera? Mache ich bestimmt bessere Fotos mit, erstmal recherchieren. Neues Objektiv? Siehe Kamera. Neuer digitaler Workflow? Brauch ich. Pushnachrichten auf dem Smartphone? ja…

Mach ich. Mach ich. Und am Ende machst Du … Nichts. Zu viele Entscheidungen führen nur dazu, dass Du gar keine triffst und in einem “Inspirations”-Loch auf tumblr oder facebook landest.

Wie Du Deinen Fokus findest

Wenn Du Dich fokussiert (ein sehr fotografisches Wort) lernst Du nein zu sagen, Deiner Zeit einen Wert zu geben und für Deine Leidenschaft zu kämpfen. Als guter Fotograf weißt Du, dass es Deine Aufgabe ist den Blick des Betrachters zu lenken, ihm eine Richtung zu geben und Dich auf eine Bildaussage zu fokussieren. Was kommt nicht auf Dein Foto?

Du kannst natürlich mehr als eine Sache machen. Halbherzig. Oder Dich auf eine Sache mit Deiner ganzen Kraft stürzen. Wofür entscheidest Du Dich?

3 Kommentare

  1. Genial. Eigentlich mache ich ja gerade genau das Gegenteil – ich versinke im Internet und stöbere in Blogs 😛 – aber dieser Beitrag kommt gerade zur rechten Zeit.

    Viel zu oft möchte man überall dabei sein, überall mitmachen um ja nicht den Anschluss zu verlieren. Manchmal artet das gar in Stress aus – man muss seine Bilder noch in 10 Communities hochladen und verschlagworten, damit man auch ja gefunden wird. Bei dem einen ist es morgens besser, woanders abends. Und schon hängt man wieder 2h/Tag im Web, nur um Bilder hochzuladen. Ich habe mich letztens von einigen Seiten abgemeldet und einige “Projekte” beendet. Auf einmal hat man so viel mehr Zeit für wichtige und schönere Dinge.

    Danke.

  2. Pingback: 2015 und nu? - digitale fotoschule

  3. Wir brauchen im Grunde genommen beides: die Ausschweifende Imspirationssuche und die zielgerichtetet Einschränkung – aber eben zu richten Zeit.

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