Mitzieher – Panning – Techniken

Mitzieher - Panning - Techniken

Bewegung in Fotos festhalten? Gar nicht so leicht, denn eigentlich ist ja eins der Ziele ein scharfes Foto zu machen. Mitzieher, im englischen bekannt als Panning, funktionieren indem Du Deine Kamera in perfektem Einklang mit einem Objekt bewegst. Es ist nicht genug die Kamera einfach nur von links nach rechts zu schwingen. Eine spannende Technik, die meinen Fotokursteilnehmern schon nach 10-15 Minuten Übung sehr viel Spaß macht. Hier 8 Tipps, wie auch Du mit Mitziehern mehr Spaß haben wirst.

Mitzieher in der Fotografie – 8 Tipps

  • Such Dir das richtige Motiv/Objekt, denn nicht alles eignet sich gut für einen Mitzieher. Spaziergänger sind in der Regel zu langsam. Besser sind hier z.B. Läufer die auf einer geraden Linie laufen, genau wie Autos die auf einer geraden Linie fahren. Beim Teamsport ist es schwerer Mitzieher zu machen, da die Bewegungen der Spieler schwer vorhersagbar sind.
  • Der manuelle oder Zeit-Modus sind Deine Freunde, denn Du willst nicht dass die Belichtungszeit während Deinen Aufnahmen wechselt.
  • Mitzieher kannst Du ab einer Belichtungszeit von ca. 1/60 Sekunde bis ca. ½ Sekunde machen (geht auch noch länger, dann wird es aber zur Kunst), je nachdem wie schnell sich das Fotoobjekt bewegt und wie viel Bewegungsunschärfe Du willst. Wenn Du zu lange belichtest, verschwindet alles. Mitzieher sind eine Gratwanderung und es gibt keine Formel, mit der Du den perfekten Mitzieher berechnen kannst.
  • Finde den richtigen Hintergrund, denn Du brauchst Details die verwischen können. Wenn Du z.B. diese Technik mit einem Flugzeug am Himmel machen wolltest, wird sie nicht funktionieren, da der blaue Himmel nicht verwischt. Lichter, Lampen, Stadtszenen, alles was verwischen kann funktioniert.
  • Übe die Mitzieher Bewegung und entwickel einen Flow. Das bedeutet die Verwackler nach oben und unten halten sich in Grenzen und Du hast genau die richtige Geschwindigkeit, damit nur das Objekt scharf und der Hintergrund unscharf ist. Wie schon gesagt, es ist keine exakte Wissenschaft und Du brauchst etwas Glück und den Mut einfach auszuprobieren und auch Ausschuss zu produzieren.
  • Die 80/20 Regel ist ein guter Ansatz, nicht jedes Deiner Fotos wird super werden, wenn es am Anfang schon 20% sind, hast Du bei dieser Technik für den Anfang eine sehr gute Quote. Probiere, sammele Erfahrungen und aus den 20% werden vielleicht 60-80%.
    Serienbild oder Einzelaufnahme ist egal. Ich fotografiere meist in der Einzelaufnahme und Bewege die Kamera mit. Es funktioniert aber auch wenn Du Serienbilder machst, nur ist mir hierbei die Menge an Fotos die entsteht für mich zu hoch. Ich fotografiere lieber weniger und dafür beswusster, wenn mir dabei ein Schnappschuss entgeht ist mir das egal und geht auf meine Kappe.
  • Nicht jedes Motiv kommt ein zweites Mal – Du hast also nicht immer eine zweite Chance das Foto zu machen, wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat. Das ist zwar schade, aber auch nicht schlimm, denn es ist der Lauf der Dinge. Je mehr Du übst und die Technik meisterst, umso besser wirst Du diese Momente festzuhalten.
  • Es macht einen Unterschied wo Dein Motiv steht. Ich mag es wenn die bewegten Objekte im ersten Drittel des Bildes sind. Also von der Seite, aus der Sie kommen.