Steven Pressfield – The War of Art

The war of Art - Steven Pressfield

The conventional interpretation is that the amateur pursues his calling out of love, while the pro does it for the money. Not the way I see it. In my view, the amateur does not love the game enough. [..]The professional loves it so much he dedicates his life to it. He commits full-time.” Steven Pressfield, The War of Art[€]

Steven Pressfield’s kurzes Buch ‘The War of Art’ spricht aus meiner Seele. Wir wollen schreiben, wir wollen fotografieren, wir wollen Künstler, oder selbstständig sein. Was machen wir? Wir werden von inneren Widerständen aufgehalten. Wir scheinen produktiv vor facebook zu sein – und anstatt wirklich das zu machen, was unsere Bestimmung ist, erwischt uns der Widerstand immer wieder kalt.

The War of Art beschäftigt sich mit Kreativität und den Blockaden die Menschen aufbauen, um sich von ihren Projekten abzulenken. Sein Schlüsselwort in diesem Zusammenhang ist der Widerstand (“Resistance”), eine unsichtbare Kraft, die immer wieder blockiert und boykottiert, damit der Kreative sein Werk nicht zuende bringt und im Meer des Mittelmaß versinkt.

Pressfield weiss wovon er spricht, denn er hat selbst jahrelang mit den Sympthomen des Widerstands gekämpft, ehe er es geschafft hat dem Ruf seines Schicksals zu folgen und Bücher wie The Legend of Bagger Vance[€] zu verfassen. (Irgendwann jenseits der 40).

Der Weg des Profis hat viel mit Einstellung zu tun, vorallem mit dem Willen seine Leidenschaft wie einen Job zu betrachten und es jeden Tag zu machen. Seine Arbeit aus Distanz zu betrachten und den Mut zu haben sie den Kritikern zum Fraß vorzuwerfen. Jeden Tag mit dem Widerstand zu ringen und sich von der Muse küssen zu lassen. Wie schon Seth Godin sagte: “Real Artists Ship.” Mache es, mache es jeden Tag und vor allem – beende es und fange das nächste Projekt an.

Dieses Buch ist jedem ans Herz gelegt, der es immer wieder schafft seine Bestimmung nicht so zu verfolgen, wie es ihm seine Muse sagt. Egal ob als Fotograf, als guter Samariter, oder als Schriftsteller. Und nein – es geht nicht nur Dir und mir so – dies ist eine Krankheit der Kreativen, des Zweifelns, der Unsicherheit und der Angst vor Zurückweisung.