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Fotografen über die Schulter geschaut: Greg Funnell

Die Idee des Lehrlings ist sehr charmant. Die Arbeit in der Praxis mit einem Meister. Du siehst ihm täglich bei der Arbeit zu, wirst von ihm angeleitet und lernst. Zumindest den Teil des Zusehens macht das Internet heute sehr gut möglich. Es gibt viele Videos zu dem Thema, hier ein paar schöne von Greg Funnell. Travel, Portrait und Videoarbeiten füllen sein Portfolio, insbesondere als Fotograf für NGOs ist er sehr weit vorne dabei. Einem echten Fotografen wie ihm also über die Schultern zu blicken ist ein Luxus, der Dir früher wahrscheinlich nicht vergönnt gewesen wäre.

Hier ein Blick hinter den Vorhang von Greg Funnell, wie er verschiedene Aufnahmen von Joe Wright in London macht. Joe Wright? Joe Wright ist Hollywood Regisseur und seine bekanntesten Filme sind Stolz und Vorurteil, Abbitte und Wer ist Hanna? Schöner Einblick in den Lichtaufbau bei dem Shooting im Hotelzimmer. Hier findest Du Videos zu weiteren Fotografen. Als Bonus hier noch ein Video von ihm, wie er Colin Firth portraitiert. Mehr Tipps zur Portraitfotografie findest Du hier.

Wer zum Teufel ist Joe McNally? [Video]

Dieser klasse Vortrag im Rahmen eines google Talks ist keine Anleitung zum Fotograf werden, sondern ein Zeugnis des Lebenswerkes von Joe McNally. Dieser wurde 1952 in Montclair, New Jersey geboren und ist somit schon 60 Jahre alt (und er blogged!) und ist also ein amerikanischer Fotograf, der seit 1987 u.a. für die National Geographic Society arbeitet. Wirklich bekannt ist er insbesondere in Fotografenkreisen durch seine extremen Belichtungen mit künstlichem Licht, also den verfuchsten Blitzgeräten geworden. Seine Bilder wurden von so gut wie jeder Zeitschrift und jedem Magazin, das im letzten Jahrtausend etwas zu sagen hatte gefeatured, so sind die folgenden Titel nur ein kleiner Querschnitt seines Schaffen: Sports Illustrated, Time, Newsweek, GEO, Fortune, New York, Business Week, LIFE.

Bei Google plaudert er aus dem Nähkästchen und erzählt viele, sehr viele Geschichten zu seinen einzelnen Fotos, wie sie entstanden sind, was für Technik benutzt wurde, wie die Zusammenarbeit war, wie er sich in den Job “gemogelt” hat und vieles mehr. Lustige 70 Minuten, die als Anhänger der Fotografie mit Englischkenntnissen wahrlich schlechter verbracht werden können. Wer nach dem Vortrag Lust bekommen hat die Blitzfotografie mal a la Joe McNally zu erforschen, dem sei das Buch Sketching Light*ans Herz gelegt.

Und hier noch ein weiterer schöner Vortrag von ihm:

Der brutalste Hochzeitsfotograf Deutschlands – Christian Wolf im Interview

Christian Wolf, seines Zeichens Hochzeitsfotograf aus Ostdeutschland, macht Fotos, die den Betrachter nicht nur mit den Ohren schlackern lassen, sondern visuell K.O. schlagen. Eine “brutale” Bildsprache, der sich niemand entziehen kann. Seine Werke sind eine Mischung aus Fotografie und digitaler Bildbearbeitung und so hat er 2012 wohl eins der genialsten Hochzeitsfotosbilder gemacht, die weltweit aufgenommen wurden. Übertreibe ich? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Es ist schon sehr lange her, dass mich ein Hochzeitsfoto so vom Stuhl gehauen hat ob der Umsetzung, Farbgewalt und Kreativität auch aus widrigen Situationen das Beste zu machen. Bühne frei für den jungen und sehr sympathischen Fotografen aus Ascherleben, der keine Angst um das Wohl seiner Kamera hat, sondern alles für das perfekte Foto riskiert – und wenn etwas aus 2.5 Meter Höhe fällt so seis drum.
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