Stockfotografie Basics

Stockfotografie Basiswissen

Du willst mit Stockfotografie Geld verdienen? Du möchtest Deine eigenen Bilder verkaufen? Stockfotografie ist eine der scheinbar einfachsten Lösungen um mit Deinen Bildern schnell Geld zu verdienen. Warnung: Obwohl wir hier immer wieder über Stockfotografie aufklären, gibt es weiter Menschen die gerne ihr Glück probieren möchten. Es ist im besten Falle eine Baustelle – und eine Baustelle mit vielen Hindernissen, da jeder mitmachen kann, der durch die lächerlich hohen Anforderungen an die Bildqualität springen möchte.

Vorab ein paar Informationen, die professionelle Stockfotografen zu der Situation im Stockfotografie Markt schon vor ein paar Jahren äußerten, er ist wie so vieles im Netz inzwischen Offline. Der Titel des Artikels war GPS Hersteller Aktienwerte als Analogie zum Stockfotografiemarkt (Link inzwischen tot) – Himmelherrgottnochmal… was ein Titel…aber es war ein interessanter Beitrag über die Entwicklung vom GPS Empfänger Angebot und seiner Nachfrage als Parabel zur Stockfotografie. Kurzum: auf lange Sicht ist dank Crowdsourcing für professionelle Fotografen kaum Geld mit Stockfotografie zu verdienen.

Wieviel Geld mit Stockfotografie verdienen?

Die Kommentare zu dem Artikel waren besonders interessant, vorallem der von Yuri Arcurs, einem der bestverdienensten Stockfotografen:

I still shot, but it is not a good market situation we are in. RPI for microstock non-exclusive has dropped from 9.8USD per image per month two years back to 4.5USD per image per month today. I am expecting it to drop to less than 3 USD per image per month this year, at which point it does not make much sense to be producing. I could produce and make money at this RPI, but that would be at a stabile RPI of 3USD per month, not if it keeps going down. Right now I have to produce 11000 images per year to “maintain” my income.

Wem das noch nicht den Appetit verdorben hat, der sollte einen Blick in die zahlreichen Bücher über Stockfotografie* werfen. Dort wird genau aufgeführt was sich verkauft und was man beachten sollte. Es reicht aber eigentlich auch ein Blick in die Verkaufscharts einschlägiger Stockagenturen um eine Vorstellung davon zu haben. In der Regel sind es immer die gleichen Motive mit frischen Gesichtern und mit etwas Glück der Visualisierung eines Topaktuellen Themas.

Eine gute Anlaufstelle im Web ist der Alltag eines Fotoproduzenten – Robert Kneschke macht Stockfotos und verdient damit Geld. Ein paar hunderte Euro im Monat, Tendenz steigend. Durchaus lesenswert, auch wenn ich kein Fan seiner Fotos werde, es ist halt Stockfotografie. Qualitativ ok. Wird sich verkaufen. Mehr aber auch nicht. Ohne ihn jetzt dissen zu wollen, aber Stockfotografie ist der kleinste gemeinsame Nenner, denn es muss sich verkaufen. In Nischen wird es weiterhin einen Bedarf an hochwertigen Fotos von Fotografen geben. Zumindest solange es Unternehmen gibt, Luxusartikel und echte Reportagen.

Stockagenturen gibt es viele. Tipps für Suchanfragen: Stockfoto, Bildagentur oder der Name bekannter Agenturen wie istockphoto, shutterstock, fotolia oder crestock. In der Regel ist es besser Dir einen Namen zu machen und mit eigenen Werken Geld zu verdienen anstatt auf Mikrostock zu setzen. Und mit eigenen Werken bedeutet entweder Fans, oder Qualitativ hochwertige Auftragsarbeiten und Werke.

Stockfotografie Agenturen

Du willst wirklich immer noch Stockfotos verkaufen? Oder Du bist auf der Suche nach welchen? Es gibt eine Menge Agenturen, bei denen Du Deine Bilder einstellen kannst um Geld zu verdienen. Lohnt sich das? In den meisten Fällen nicht – schließlich gewinnt auch nur das Casino beim Glücksspiel, aber vielleicht bist Du ja einer der glücklichen Gewinner wie Yuri Acurs oder Robert Kneschke, die Ihr Geschäftsmodell darauf aufbauen.
Welche Stockfotografie Agenturen gibt es?

  • depositphotos
  • istockphoto
  • gettyimages
  • fotolia
  • shutterstock
  • Phantermedia
  • Dreamstime
  • photocase.de
  • photogen.com

Geld verdienen mit Stockfotografie

Du willst es also trotzdem versuchen? Wirklich. Ok, aber sag nicht, wir hätten Dich nicht gewarnt.
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  1. Egal was Deine Freundin gesagt hat, “size does matter”
    Je größer Dein Foto ist umso mehr Geld kannst Du verdienen. Also kauf Dir eine tolle Kamera mit vielen Megapixeln und Du wirst reich. So 40 Megapixel sollten es schon sein, damit Du auch für die Zukunft abgesichert bist. Die 5-15000 Euro sind doch schnell wieder drin in einem Goldfischteich, in dem Du auf ca. 1cm² schwimmen kannst.
  2. Qualität UND Quantität
    Es reicht nicht gute Fotos zu machen, Du musst vorallem viele Fotos machen. Als Suchender auf Stockfotoseiten kriegst Du oft das kalte Grausen. Die besten Fotos findest Du in fast allen Fällen bei istockphoto. Und diejenigen die gute Fotos machen (dieser Bereich ist echt überschaubar) und viele Fotos machen, verdienen auf lange Sicht das Geld. Da Stockfotografie aber so leicht zu erlernen ist – es gibt ja nur den Filter “Ablehnung” und jeder kann es versuchen – ist die Masse an Stockfotos nicht zu überschauen.
  3. Je mehr Posen umso besser
    Wenn Du ein Model gefunden hast, welches dazu bereit ist Fotos mit Dir zu machen, mach viele Posen. So viele wie möglich. Echt. Hol Dir ein Lexikon mit Emotionen und Tätigkeiten von Menschen und lass die Person alles machen, was nur irgendwie geht. Oft verwenden Firmen eine Person und suchen diese dann in weiteren Posen. Je mehr Auswahl sie dort haben, umso mehr Fotos können sie kaufen. Einfache Logik, die leider viel zu oft unter den Tisch fällt.
  4. Rock die Suchfunktion
    Hast Du schonmal nach Stockfotos gesucht? Jop, die meisten Seiten könnten noch viel von google lernen, bei fotolia kannst Du soviel Spaß mit Suchanfragen haben, irgendwie habe ich das System noch nicht durchschaut. Die Suchfunktionen sind oft unterirdisch und bis Du als Stockfotosuchender etwas gefunden hast, hättest Du Dich gleich auf die Suche nach dem Goldtopf unter dem Regenbogen machen können. Auf dem Weg an Einhörnern, grünen Leprechauns und Teddybären vorbei.
  5. Schaffe Kunstwerke
    Stockfotos sind überladen mit Freistellern, durchschnittlich hübschen Büromenschen und so unglaublich vielen Handschlägen, dass es für 10²²²²³² Gebrauchtwagenhändler reichen würde. Kurz: Stockfotos sind in vielen Fällen uninspiriert und langweilig. Wenn Du es schafft einen eigenen Stil zu entwickeln wird dieser über kurz oder lang kopiert, hast Du die Chance gutes Geld zu verdienen. Es gibt soviele Konzepte, die durch ein normales Foto nur unzureichend umzusetzen sind und wenn Du es schaffst diese zu rocken, gehst Du ab. Bestes Beispiel für solch einen eigenen Stil ist Ollyi
  6. Ideen transportieren ist nicht leicht
    Es ist leicht einen Handschlag zu fotografieren, oder eine Call-Center-Tussi, oder ein Blumenstillleben. Viel schwerer ist es abstrakte Begriffe wie Aufschwung, Gesundheit, Datenschutz, etc. darzustellen. Natürlich findest Du auch hier schnell Stereotype, aber diese erstmal fotografisch umzusetzen erfordert gute Vorbereitung und einiges an Requesiten.
  7. Finde Trends vor anderen
    Wenn Du einen Trend vor allen anderen findest kannst Du viel Geld verdienen. Dies liegt daran, dass Du dann als erster zu den Schlagworten gefunden wirst, Deine Motive öfter heruntergeladen werden und Motive die ofter heruntergeladen werden sowieso gut sein müssen. Auch wenn wir alle Individualisten sind, wollen wir doch immer das was andere machen. So fragen wir uns auch warum das Restaurant an der Ecke immer leer ist und vermuten, dass es an der schlechten Küche liegt und gehen oft nicht rein. Dieses Verhalten nennt sich social proof und wird bei Stockfotografie durch Verkäufe geregelt.
  8. Sei besser als die anderen
    Mache echte Fotos mit Inhalt, Wert und Aussage. Hohe Qualität, gutes Licht, alles muss passen. So als ob es ein bezahlter Job wäre – nicht als ob Du mal eben Deine Kamera genommen hast und ein paar Schnappschüsse von Deinem Essen hochgeladen hast. Ja, auch hier gilt, je mehr Arbeit du reinsteckst, umso wahrscheinlicher wirst Du damit Erfolg haben – aber der ist Dir nicht garantiert. Sondern eher mit einer gesunden Priese Zufall gewürzt – wie in jedem anderen Bereich des Lebens auch.
  9. Scheiß auf Exklusiv
    Monogame Beziehungen sind für Dein Privatleben. Es gibt nicht diiie ultimative Stock Platform. Vielleicht irgendwann, aber aktuell solltest Du lieber überall sein und Dein Zeug verkaufen als nur an einem Platz. Anbieter gehen Pleite, verändern die Auszahlungsmodelle oder verändern die Suchalgorhytmen. Es ist nicht leicht – aber es scheint so und deshalb ist es so gemein, wenn Du keinen Erfolg hast, weil Du auf das falsche Pferd setzt. Solltest Du nur bei einem Anbieter verkaufen und alle anderen bringen Dir nichts kannst Du Dich immer noch umentscheiden und Deine Fotos nur noch bei dem hochladen.
  10. Hab Spaß, denn nur so macht das Ganze überhaupt etwas Sinn, denn Stockfotografie ist in der Regel nur ein Nebenstrom für Dein Einkommen.