Kategorie: Mit Fotos Geld verdienen

Fotos verkaufen – mit Zielgruppenmarketing

Zielgruppenmarketing

Was ist Deine Zielgruppe? Das sind die Menschen, die Dir die Bilder aus der Hand reißen. Klassisches Beispiel Handwerker + Kasten Bier, ein Cowboy + Kippe oder der Lehrer + Ellbogen Aufnäher fürs Jacket, Paul Ripkey + Nationalmannschaft Fans. Jedes Produkt hat einen Kundenstamm. Wie kannst Du also…

Mehr Fotos verkaufen?

In der Kunst gibt es die folgenden Zielgruppen:

Der Sammler

…möchte gerne schöne Dinge, die er als eine Wertanlage betrachtet, und selbst wenn er die Werke nicht verkauft, möchte er doch gerne, dass sie im Preis steigen, damit er in seinem Freundeskreis angeben kann was für ein toller Sammler er ist.

Der Dekorateur

…möchte seine Wohnung gestalten und braucht dafür noch ein paar Bilder. Diese können gerne ein paar Euro mehr kosten, aber für die meisten reicht die Fotoleinwand aus einem schwedischen Möbelhaus.

Der Fan

…ist ein Anhänger des Fotografen, der sich die Bilder kauft weil er sie Klasse findet und der, wenn es sein Budget hergeben würde, sich jedes Bild des Künstlers unter den Nagel reißt. Diese Menschen betreiben gleichzeitig die Werbetrommel, indem Sie ihren Freunden die Bilder zeigen und weitere Kunden produzieren.

Der Kunde

…ist ein Unternehmen oder ein Privatmann, der gerne Fotos von dem Fotografen haben will, die für ein Projekt geeignet sind. Dies sind die klassischen Auftragsarbeiten, bei denen Du für ein Projekt bezahlt wird, anstatt für ein Kunstwerk.

Der Schnorrer

…möchte gerne Kunstwerke, kann diese aber nicht bezahlen, oder ist nicht bereit für Kunstwerke Geld auszugeben und greift deswegen zu den günstigen Kunstdrucken/Postern oder zieht sich ein Bild von der Webseite und druckt es aus. Diese Menschen geben einem Künstler oft viel, aber meistens: Kritik da der Fotograf mit seiner Leidenschaft Geld verdient und viel zu teuer ist! Manchmal werden sie aber auch zu Fans und helfen dem Künstler neue Kunden zu finden.

Der Kollege

…ist meist ein Fan von anderen Künstlern und kauft auch gerne mal hier und da ein Foto. Seine wahre Stärke ist aber vorallem die des guten Verbündeten im Kampf um den hart verdienten Euro. Warum? Da Du zusammen mit ihm Ausstellungen machen und Dich auf den Webseiten untereinander verlinken kannst, ehrliches Feedback bekommst und Geschichten austauschen kannst.

Der Galerist

…möchte nur das Beste für sich und seine Galerie, und dass sind Künstler die verkaufen. Ein Galerist hat meisten ganz klare Vorstellungen was er sucht, und es ist nicht unbedingt verkehrt in einer Galerie vorstellig zu werden und seine Arbeiten zu zeigen, allerdings sollte man sich bewußt sein, dass man mindestens die Hälfte seines Gewinns an den Galeristen abgibt.

Dies wirft folgende Fragen auf: Wer ist also Dein Kunde? Wer möchte Deine Bilder kaufen? Du selbst? Gibt es noch andere? Wo halten sich diese Menschen auf, wie kommen sie in Kontakt mit Deiner Kunst? Es reicht leider nicht eine Webseite zu gestalten, denn man muss es im realen Leben leider nicht nur bauen und sie werden kommen, man muss zumindest die ersten 100-10000 Fans mit auf den Weg ziehen.

Mehr Kunden als Fotograf

Mit eigenen Fotos Geld verdienenEin Kundenstamm ist etwas für Fotografen, die Auftragsarbeiten erledigen wollen (also fast jeder). Fotografen die Künstler werden möchten um ihr eigenes Ding zu machen brauchen Fans, Sammler und Galeristen. Das Wichtigste ist es Deinen eigenen Stil zu entwickeln. Ohne einen Wiedererkennungswert wird es schwer, die Fotos in der Masse zu erkennen. Drei andere nicht gerade unwichtige Fragen sind:

  • Wie viele Menschen sind wirklich bereit viel Geld für Fotos auszugeben?
  • Was ist der finanzielle Rahmen Deines Fans, den er für Dein Werk ausgeben kann und möchte?
  • Wie kannst Du diese Menschen finden, um Geld mit Deinen Fotos verdienen?

Nun fragst Du Dich vielleicht ob es überhaupt realisitsch ist mit dem reinen Verkauf von Bildern den Lebensunterhalt zu bestreiten oder ob andere Wege zum Geld gesucht werden müssen? Leider ist es für die meisten Künstler schwer mit ihrer Kunst Geld zu verdienen, da Kunstwerke relativ teuer sind. Um in Deutschland gut zu leben und eine Familie zu versorgen sind ein paar Euro mehr nötig. Wenn man damit rechnet pro Bild vielleicht 200-300 Euro zu bekommen, sind schon ein “paar” Verkäufe pro Monat nötig um über die Runden zu kommen. Es ist hier oft schlauer gerade am Anfang breit aufgestellt zu sein indem Du mehrere Einkommensquellen anzapfst, oder einen sehr niedrigen Lebensstandart zu haben.

Die Red Propeller Gallery hat ein interessantes Konzept und verkauft regelmäßig Bilder für 35 Pfund, die nur für einen kurzen Zeitraum erhältlich sind. 200 Verkäufe sind schon 7000 Pfund, und bei der Qualität der Bilder eine konservative Schätzung. Fans zu gewinnen ist nicht leicht, und nur möglich wenn man über ein gutes Marketing verfügt, ansonsten muss man sich mit Auftragsarbeiten und Klinkenputzen begnügen. Wenn man eine Möglichkeit gefunden hat seine Arbeit zu verkaufen ist es leicht. Leider ist es auch in der Kunst wie mit den Stars, die brauchen eigentlich niemanden der ihnen Kleidung oder Autos schenkt, trotzdem werden sie von allen Seiten gesponsort. Menschen, die aber noch nicht erfolgreich sind, müssen um jeden Cent kämpfen.

Wo kann ich meine Fotos verkaufen?

Scheiße, es gibt 6 Milliarden Menschen auf der Welt, aber warum kauft niemand meine Bilder? Einfache Antwort die im Absatz davor schon geklärt wurde: Du bist a) nicht bekannt genug und b) nicht bekannt genug. Mit einen bekannten Namen kann man fast alles verkaufen und muss schon sehr viel Scheiße fabrizieren, damit sich der Fan abwendet. Ein Negativbeispiel sind vielleicht Kinokritiker die sich von M. Shyamalan abwenden, der nur noch schlechte Filme macht. Für den normalen Fotografen ist es wichtig sein Geld auf mehrere Pferde zu setzen. Auftragsarbeiten, Seminare, Bücher, Eventfotografie, ein Weblog mit Empfehlungen, eigene Fotos verkaufen… durch die riesige Konkurrenz, denn Fotograf ist der Traumberuf von vielen Kreativen und Unkreativen die gerne kreativ wären, müssen alternative Wege erschlossen werden um Geld zu verdienen.
Musiker können Konzerte halten, Merchandise verkaufen oder ihre Musik lizensieren lassen. Was können Fotografen machen? Es gibt unzählige Nischen mit denen sich Geld verdienen lässt, man muss nur den Mut haben sie zu erschließen. Jeder muss letztendlich seine eigene finden, daher bringt hier keine Aufzählung etwas, denn jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Hier noch ein Wort zu dem beliebten Thema:

Fotos Online verkaufen

Fotos Online zu verkaufen bringt nicht wirklich viel Geld. Leider. Auch hier gilt Paretos Prinzip und 20%, wahrscheinlich nur 3% machen 97% der Umsätze. Insbesondere in der Stockfotografie gibt wenige, die genug Geld verdienen um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist ein Strom von mehreren Einkommensquellen der genug Geld nach Hause bringt. Also können auch die 10-20 Euro, vielleicht irgendwann auch hunderte oder tausende gut dazu beitragen, aber halt nur selten alleine. Die meisten Menschen die von Stock Fotografie hören glauben sie haben den heiligen Gral gefunden, da sich leicht Geld verdienen lässt. Bullshit. Es ist nur der leichteste Weg, aber nicht der Weg des leichten Geldes. Es ist einfacher und geht wesentlich schneller tausend Euro mit Hochzeitsfotografie zu verdienen als 100€ mit Stockfotografie. Stockfotografie = keine Interaktion mit Menschen, leicht hochzuladen etc. Wenig emotionale Schranken die einem Anfänger im Weg stehen. Halt ein einfacher Weg um etwas Geld zu machen, selbst wenn die Qualitätsansprüche lächerlich hoch sind und die Konkurrenz noch größer ist als die hohen Ansprüche, lassen sich nur wenige davon abhalten diese Einkommensquelle auszuprobieren.

Nie vergessen: Fotos ohne Unterschriften sind fast wertlos.

Klugscheißerlektion fürs Leben: Der leichte Weg ist nur selten der Beste. Je schwerer der Weg, desto weniger Menschen sind bereit ihn zu gehen und je weniger Konkurrenz hast Du zu befürchten.

Erste Veröffentlichung 2010, Update 2016.

Die Stock Seifenblase

Stockfotografie, welcher Amateur Fotograf hat noch nicht darüber nachgedacht? Aber ist es wirklich den Aufwand wert? Nur die oberen 20% der Benutzer einer Stockseite verdienen genug Geld um den Aufwand zu rechtfertigen. 20%, ja ist hoch gegriffen, ich bin mir sicher.

Ich habe nicht unbedingt etwas gegen Stockseiten, es gibt Produkte, bei denen es sich rentiert. Zum Beispiel bin ich ein Fan von Themeforest, dort kannst Du günstig Website Templates und anderen Schnick Schnack kaufen. Sicher die gleichen Argumente gegen Stock ziehen auch hier, aber es kann halt nicht jeder programmieren, deshalb gibt es weniger Konkurrenz und die guten Produkte bringen mehrere 1000 ein. Dafür kann “jeder” fotografieren und die Qualitativen unterschiede fallen kaum ins Gewicht, da es soviel Konkurrenz gibt die gute Standardbilder machen kann.

Wann also platzt die Stockfotografie Blase? Die Preise fallen weiter, die Qualität der einzelnen Bilder steigt und wer noch einen professionellen Fotografen für generische Bilder beauftragt verschwendet sein Geld. Es sind weiterhin die Standardmotive die in der Stockfotografie dominieren. Gesichter mit Telefonen, Buisnesswomen, all der ganze Scheiß, den man schon auf 1000 Telemarketingseiten gesehen hat. Wie groß ist noch da Potenzial, dass Stockfotos bieten? Die Agenturen verdienen eh schon den Löwenanteil und man muss schon ein Powerseller sein um mehr als 50% der Einnahmen zu verdienen. Wie hoch sind die Chancen, dass die eigenen Bilder zwischen ein paar Millionen anderen entdeckt werden? Selbst die kleinsten Nischen werden in den nächsten Jahren besetzt werden. Sicher, man verdient auch mit alten Bildern, aber alles ist begrenzt und durch die Creative Commons ist ein großer Konkurrent hinzu gekommen. Man kann leicht bei flickr nach Bildern suchen und diese ohne großes Brimborium verwenden. Dadurch gehen viele kleine Kunden, die nur wenig Geld haben, dieses aber früher für Stockfotos ausgegeben hätten, verloren.

Das Ende der Rentabilität

In maximal 2-5 Jahren werden die Hälfte der Stockagenturen verschwunden sein. Vielleicht auch nicht, wir nehmen keine Wetten drauf an. Kleine Agenturen werden weiter von größeren wie Getty Images aufgekauft. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Gewinnspannen für die Fotografen in den letzten Jahren stark gesunken sind. Yuri Arcurs, sagte dazu in einem Artikel: “I still shot, but it is not a good market situation we are in. RPI for microstock non-exclusive has dropped from 9.8USD per image per month two years back to 4.5USD per image per month today. I am expecting it to drop to less than 3 USD per image per month this year, at which point it does not make much sense to be producing.” Mit anderen Worten, sein verdienst ist von 10$ auf weniger als die Hälfte gefallen. Da er professionelle Aufnahmen macht, Locations mietet und Models bezahlt, lohnt es sich für ihn nicht mehr diesen Aufwand zu betreiben. Es gibt einfach viele Amateure, die sich nicht um den ROI(Return of Investment) oder RPI(Return Per Image) scheren, oder die viel niedrigere Produktions- und Lebenshaltungskosten haben und so trotzdem profitabel arbeiten können.
Die Kombination von einem Überschuss an Bildern, schlechten Verdienstmöglichkeiten für Fotografen und der großen Konkurrenz zwischen zuvielen Stockanbietern und Fotografen wird dazu führen, dass sich der Markt in den nächsten Jahren stark ausdünnt. Angebot und Nachfrage dominieren weiterhin die Märkte und das Angebot an Stockfotos übersteigt die Nachfrage bei weitem. Nach dieser Zäsur werden die günstigsten Stockseiten mit dem größten Angebot bestehen bleiben.
Eine anderes Szenario ist, dass es gibt immer wieder neue Versuche Stockfotografie Buden zu gründen gibt, um ein paar Euro zu verdienen und diese dann an die großen Agenturen zu verkaufen. Da es aber immer weniger kleine Kunden gibt und Agenturen meist mit einem Abo/Credit System arbeiten, sind bei kleinen Stockseiten nur exklusive Bilder lohnenswert. Dabei wird es für kleine Agenturen immer schwerer werden besonders gute Bilder zu haben, die nicht auf jeder Plattform angeboten werden. Die Bonusprogramme machen den Exklusivverkauf oft nur bei den größten Agenturen interessant. Der Qualitätsunterschied zwischen den einzelnen Bildagenturen ist einfach nicht groß genug, um nicht nach dem Preis zu gehen. Und je niedriger der Preis für ein Foto wird, umso weniger verdient auch der Fotograf. Somit wird daraus über kurz oder lang ein Geschäft mit roten Zahlen für beiden Seiten. Daraus lässt sich ableiten, dass die Zukunft der Stockfotografie sehr beschränkt ist und es sich wahrscheinlich für die meisten Fotografen nicht lohnt, diesen Bereich als ihr Haupttätigkeitsfeld zu wählen. Stockfotografie ist wie Glücksspiel “The hardest way to make an easy living.“, es gibt Erfolgsgeschichten die Motivieren und Einsteiger in das Geschäft ziehen, aber die meisten Stockfotografen werden nicht zu den großen Gewinner gehören.

Was verdient man bei Fineartprint.de

Fineartprint.de, wieder eine Seite die schön aussieht und Fotografen verspricht, dass sie hier bis zu 3000(!) Fotos im Monat verkaufen können. Die ersten 50 Bilder kann man umsonst hochladen, danach kostet es 5€ im Monat(für unlimitierte Uploads). 15% des Verkaufspreises geht an den Künstler, der Rest wohl für Material und Vermittlung drauf. Eigentlich kein schlechtes Geschäft. Jetzt aber mal die ersten konkreten Zahlen: Über eine Millionen Bilder werden angeblich in dem Shop angeboten. Damit gibt es praktisch keine Konkurrenz für die eigenen Werke, es könnte also kaum leichter sein. 😈

Wie realistisch sind Verkaufszahlen von 3000 Bildern im Monat?

Realismus ist was anderes, das hier ist eine Utopie. Grandioser Weise gibt es auf der Seite eine Liste mit den Top Verkäufern und von denen hat anscheinend niemand mehr als 200(!) Verkäufe. Anscheinend nicht im Monat, sondern seit der Registrierung, kleiner Unterschied zu den 3000 mit denen geworben wird. Weitwinkliger hat vor einiger Zeit stolz darüber berichtet, dass er sein erstes Bild dort verkauft und ca 16€ dafür bekommen hat, hört sich ja nicht schlecht an. Sehen wir nun aber die Zahlen und wieviele Verkäufe die einzelnen Fotografen haben, können wir eine simple Rechenaufgabe machen:
Nehmen wir die 16€ von Weitwinkliger als Mittel und diese mit 150 Verkäufen sind wir bei? Ja… Mathe Leistungskurs bitte vortreten… 2400€!
16€ hört sich bei 15% Provision durchaus realistisch an, denn ~100€ werden schonmal für ein Bild ausgegeben. Dann -60€ im Jahr für eine Premiummitgliedschaft und zurück zu 2340€.
Die meisten in den Top 10 sind 1-2 Jahre dabei, nehmen wir ein Mittel von 16 Monaten. 2340 durch 16 = 146,25€ im Monat.

Natürlich ist dies nur eine Rechnung von außen und die meisten, die auf solch einer Seite verkaufen, sind auch bei mygall oder woanders. Bei solchen Unternehmungen hilft nur möglichst breit zu streuen und viele kleine Geldströme zusammen laufen zu lassen.
146€ ist, wenn man die Fotografie als Hobby betreibt, vielleicht ein netter Nebenverdienst, davon alleine Leben kann man allerdings nicht. Die Konkurrenz, wie schon bei Stockfotos, ist auch hier riesig und minimiert die Gewinnspannen. Trotzdem ist es ein legitimer Weg um ein paar € mehr in der Tasche zu haben, wenn man die Kraft und Energie in solche Projekte steckt.

Stockfotografie Basics

Stockfotografie Basiswissen

Du willst mit Stockfotografie Geld verdienen? Du möchtest Deine eigenen Bilder verkaufen? Stockfotografie ist eine der scheinbar einfachsten Lösungen um mit Deinen Bildern schnell Geld zu verdienen. Warnung: Obwohl wir hier immer wieder über Stockfotografie aufklären, gibt es weiter Menschen die gerne ihr Glück probieren möchten. Es ist im besten Falle eine Baustelle – und eine Baustelle mit vielen Hindernissen, da jeder mitmachen kann, der durch die lächerlich hohen Anforderungen an die Bildqualität springen möchte.

Vorab ein paar Informationen, die professionelle Stockfotografen zu der Situation im Stockfotografie Markt schon vor ein paar Jahren äußerten, er ist wie so vieles im Netz inzwischen Offline. Der Titel des Artikels war GPS Hersteller Aktienwerte als Analogie zum Stockfotografiemarkt (Link inzwischen tot) – Himmelherrgottnochmal… was ein Titel…aber es war ein interessanter Beitrag über die Entwicklung vom GPS Empfänger Angebot und seiner Nachfrage als Parabel zur Stockfotografie. Kurzum: auf lange Sicht ist dank Crowdsourcing für professionelle Fotografen kaum Geld mit Stockfotografie zu verdienen.

Wieviel Geld mit Stockfotografie verdienen?

Die Kommentare zu dem Artikel waren besonders interessant, vorallem der von Yuri Arcurs, einem der bestverdienensten Stockfotografen:

I still shot, but it is not a good market situation we are in. RPI for microstock non-exclusive has dropped from 9.8USD per image per month two years back to 4.5USD per image per month today. I am expecting it to drop to less than 3 USD per image per month this year, at which point it does not make much sense to be producing. I could produce and make money at this RPI, but that would be at a stabile RPI of 3USD per month, not if it keeps going down. Right now I have to produce 11000 images per year to “maintain” my income.

Wem das noch nicht den Appetit verdorben hat, der sollte einen Blick in die zahlreichen Bücher über Stockfotografie* werfen. Dort wird genau aufgeführt was sich verkauft und was man beachten sollte. Es reicht aber eigentlich auch ein Blick in die Verkaufscharts einschlägiger Stockagenturen um eine Vorstellung davon zu haben. In der Regel sind es immer die gleichen Motive mit frischen Gesichtern und mit etwas Glück der Visualisierung eines Topaktuellen Themas.

Eine gute Anlaufstelle im Web ist der Alltag eines Fotoproduzenten – Robert Kneschke macht Stockfotos und verdient damit Geld. Ein paar hunderte Euro im Monat, Tendenz steigend. Durchaus lesenswert, auch wenn ich kein Fan seiner Fotos werde, es ist halt Stockfotografie. Qualitativ ok. Wird sich verkaufen. Mehr aber auch nicht. Ohne ihn jetzt dissen zu wollen, aber Stockfotografie ist der kleinste gemeinsame Nenner, denn es muss sich verkaufen. In Nischen wird es weiterhin einen Bedarf an hochwertigen Fotos von Fotografen geben. Zumindest solange es Unternehmen gibt, Luxusartikel und echte Reportagen.

Stockagenturen gibt es viele. Tipps für Suchanfragen: Stockfoto, Bildagentur oder der Name bekannter Agenturen wie istockphoto, shutterstock, fotolia oder crestock. In der Regel ist es besser Dir einen Namen zu machen und mit eigenen Werken Geld zu verdienen anstatt auf Mikrostock zu setzen. Und mit eigenen Werken bedeutet entweder Fans, oder Qualitativ hochwertige Auftragsarbeiten und Werke.

Stockfotografie Agenturen

Du willst wirklich immer noch Stockfotos verkaufen? Oder Du bist auf der Suche nach welchen? Es gibt eine Menge Agenturen, bei denen Du Deine Bilder einstellen kannst um Geld zu verdienen. Lohnt sich das? In den meisten Fällen nicht – schließlich gewinnt auch nur das Casino beim Glücksspiel, aber vielleicht bist Du ja einer der glücklichen Gewinner wie Yuri Acurs oder Robert Kneschke, die Ihr Geschäftsmodell darauf aufbauen.
Welche Stockfotografie Agenturen gibt es?

  • depositphotos
  • istockphoto
  • gettyimages
  • fotolia
  • shutterstock
  • Phantermedia
  • Dreamstime
  • photocase.de
  • photogen.com

Wo kann man im Internet seine Bilder verkaufen?

Nach all den Artikeln bei denen wir kritisch über das Internet referiert haben wird es Zeit auch mal die guten Seiten zu beleuchten. Es gibt im Internet viele Portale bei denen man einfach seine eigenen Arbeiten Online stellen kann, die dann durch das Portal verkauft werden.

  1. Cafepress – Cafepress ist einer der Vorreiter im Print on Demand und bietet ein reichhaltiges Angebot von Produkten die gestaltet werden können. Der eigene Shop ist erstmal kostenlos, kann aber upgegradet werden, damit das Aussehen den eigenen Vorstellungen angepasst werden kann. Eigenständiges Marketing ist normalerweise notwendig um erfolgreich zu sein.
  2. Zazzle – erinnert stark an Cafepress und bietet praktisch die gleichen Möglichkeiten. Es gibt unterschiedliche Shop Modelle und der Profit steigtmit den Verkäufen. Das Angebot ist hier, wie bei Cafepress, riesig und man muss Glück haben entdeckt zu werden(oder selbst die Werbetrommel rühren). Das schöne ist, dass diese Seite auch in einer deutschen Versiongibt.
  3. Spreadshirt – Ein deutsches Projekt, dass vorallem auf T-Shirt druck spezialisiert ist. Es ist leicht seinen eigenen Shop im Shop zu starten und man hat die Möglichkeit gerasterte Grafiken en-masse hochzuladen, ohne eine Premium-Mitgliedschaft, die 60€/100€ im halben/Jahr kostet, kann man nur 3 Vektorgrafiken hochladen. Nachdem man mindestens 10 Verkauft hat kann man weitere hochladen, oder man schmeisst die Grafiken raus, die sich nicht verkaufen.
  4. mygall.de – Ein weiteres deutsches Projekt, das sich auf Kunstdrucke spezialisiert hat – gibt’s nemma
  5. Fineartprints – ist mygall sehr ähnlich, Kunstdrucke und co im eigenen Shop vermarkten. Die beiden letzten sind ideal für Fotografen, die keinen Wert auf eine Unterschrift legen.

Was kann so ein Shop?

Nicht so furchtbar viel. Man kann ein paar Verkäufe hier und da machen, aber im Endeffekt muss man selbst für ein gutes Marketing sorgen und die Kunden ranschaffen. Auch hier gilt wie bei der Stock Fotografie viel hilft viel und je mehr man online stehen hat, desto größer ist die Chance, dass man etwas verkauft.