Die Zielgruppe
Was ist eine Zielgruppe? Das sind die Menschen, die einem die Bilder aus der Hand reißen. Stereotypen hierfür sind der Handwerker + Kasten Bier, ein Cowboy + Kippe oder der Lehrer + alternative Ledertasche. Jedes Produkt hat einen Kundenstamm und in der Kunst gibt es die folgenden Stereotypen:
Der Sammler möchte gerne schöne Dinge, die er als eine Wertanlage betrachtet, und selbst wenn er die Werke nicht verkauft, möchte er doch gerne, dass sie im Preis steigen, damit er in seinem Freundeskreis angeben kann was für ein toller Sammler er ist.
Der Dekorateur möchte seine Wohnung gestalten und braucht dafür noch ein paar Bilder. Diese können manchmal gerne ein paar Euro mehr kosten, aber für die meisten reicht die Fotoleinwand aus einem schwedischen Möbelhaus.
Der Fan ist ein Anhänger des Fotografen, der sich die Bilder kauft weil er sie Klasse findet und der, wenn es sein Budget hergeben würde, sich jedes Bild des Künstlers unter den Nagel reißt. Diese Menschen betreiben gleichzeitig die Werbetrommel, indem Sie ihren Freunden die Bilder zeigen und weitere Kunden produzieren.
Der Kunde ist ein Unternehmen oder ein Privatmann, der gerne Fotos von dem Fotografen haben will, die für ein Projekt geeignet sind. Dies sind die klassischen Auftragsarbeiten, bei denen man für ein Projekt bezahlt wird, anstatt für ein Kunstwerk.
Der Schnorrer möchte gerne Kunstwerke, kann diese aber nicht bezahlen, oder ist nicht bereit für Kunstwerke Geld auszugeben und greift deswegen zu den günstigen Kunstdrucken/Postern oder zieht sich ein Bild von der Webseite und druckt aus. Diese Menschen geben einem Künstler oft viel, aber meistens: Kritik da der Fotograf mit seiner Leidenschaft Geld verdient! Manchmal werden sie aber auch zu Fans und helfen dem Künstler neue Kunden zu finden.
Der Kollege ist meist ein Fan von anderen Künstlern und kauft auch gerne mal hier und da ein Foto. Seine wahre Stärke ist aber vorallem die des guten Verbündeten im Kampf um den hart verdienten Euro. Warum? Da man zusammen mit ihm Ausstellungen machen und sich auf den Webseiten untereinander verlinken kann, relevantes Feedback bekommt und Geschichten austauschen kann.
Der Galerist möchte nur das Beste für sich und seine Galerie, und dass sind Künstler die verkaufen. Ein Galerist hat meisten ganz klare Vorstellungen was er sucht, und es ist nicht unbedingt verkehrt in einer Galerie vorstellig zu werden und seine Arbeiten zu zeigen, allerdings sollte man sich bewußt sein, dass man mindestens die Hälfte seines Gewinns an den Galeristen abgibt.
Dies wirft folgende Fragen auf: Wer ist also Euer Kunde? Wer möchte Eure Bilder kaufen? Ihr selbst? Gibt es noch andere? Wo halten sich diese Personen auf, wie kommen sie in Kontakt mit eurer Kunst? Es reicht leider nicht eine Webseite zu gestalten, denn man muss es im realen Leben leider nicht nur bauen und sie werden kommen, man muss zumindest die ersten 100-1000 auf den Weg bringen.
Wie baut man sich als Fotograf einen Kundenstamm auf?
Ein Kundenstamm ist etwas für Fotografen, die Auftragsarbeiten erledigen wollen(also fast jeder). Fotografen die Künstler werden und ihr eigenes Ding machen brauchen Fans, Sammler und Galeristen. Das wichtigste ist es einen eigenen Stil zu entwickeln. Ohne einen Wiedererkennungswert wird es schwer, die Fotos in der Masse zu erkennen. Drei andere nicht gerade unwichtige Fragen sind: Wieviele Menschen sind wirklich bereit viel Geld für Fotos auszugeben? Was ist der finanzielle Rahmen des durschnittlichen Fans den er für Euer Werk ausgeben kann und möchte ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Wie kann man trotzdem Geld mit Fotografie verdienen?
Nun fragt ihr euch sicher ob es überhaupt realisitsch ist mit dem reinen Verkauf von Bildern den Lebensunterhalt zu bestreiten oder ob andere Wege zum Geld gesucht werden müssen? Leider ist es für die meisten Künstler schwer mit ihrer Kunst Geld zu verdienen, da Kunstwerke relativ teuer sind. Um in Deutschland gut zu leben und eine Familie zu versorgen sind ein paar Euro mehr nötig. Wenn man damit rechnet pro Bild vielleicht 200-300 Euro zu bekommen, sind schon ein “paar” Verkäufe pro Monat nötig um über die Runden zu kommen. Die Red Propeller Gallery hat ein interessantes Konzept und verkauft regelmäßig Bilder für 35 Pfund, die nur für einen kurzen Zeitraum erhältlich sind. 200 Verkäufe sind schon 7000 Pfund, und bei der Qualität der Bilder eine konservative Schätzung. Fans zu gewinnen ist nicht leicht, und nur möglich wenn man über ein gutes Marketing verfügt, ansonsten muss man sich mit Auftragsarbeiten und Klinkenputzen begnügen. Wenn man eine Möglichkeit gefunden hat seine Arbeit zu verkaufen ist es leicht. Leider ist es auch in der Kunst wie mit den Stars, die brauchen eigentlich niemanden der ihnen Kleidung oder Autos schenkt, trotzdem werden sie von allen Seiten gesponsort. Menschen, die aber noch nicht erfolgreich sind, müssen um jeden Cent kämpfen.
Geschmacksverirrungen, oder warum kauft niemand meine Bilder?
Scheiße, es gibt 6 Milliarden Menschen auf der Welt, aber warum kauft niemand meine Bilder? Einfache Antwort die im Absatz davor schon geklärt wurde: Man ist a) nicht bekannt genug und b) nicht bekannt genug. Mit einen bekannten Namen kann man fast alles verkaufen und muss schon sehr viel Scheiße fabrizieren, damit sich der Fan abwendet. Ein Negativbeispiel sind vielleicht Kinokritiker die sich von M. Shyamalan abwenden, der nur noch schlechte Filme macht. Für den normalen Fotografen ist es wichtig sein Geld auf mehrere Pferde zu setzen. Auftragsarbeiten, Seminare, Bücher, Eventfotografie, ein Weblog mit Empfehlungen, eigene Fotos verkaufen… durch die riesige Konkurrenz, denn Fotograf ist der Traumberuf von vielen Kreativen und Unkreativen die gerne kreativ wären, müssen alternative Wege erschlossen werden um Geld zu verdienen.
Musiker können Konzerte halten, Merchandise verkaufen oder ihre Musik lizensieren lassen. Was können Fotografen machen? Es gibt unzählige Nischen mit denen sich Geld verdienen lässt, man muss nur den Mut haben sie zu erschließen. Jeder muss letztendlich seine eigene finden, daher bringt hier keine Aufzählung etwas, denn jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Hier noch ein Wort zu dem beliebten Thema:
Fotos Online verkaufen
Fotos Online zu verkaufen bringt nicht wirklich viel Geld. Leider. Auch hier gilt Paretos Prinzip und 20%, wahrscheinlich nur 10% machen 90% der Umsätze. Insbesondere in der Stock Fotografie gibt wenige, die genug Geld verdienen um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist ein Strom von mehreren Einkommensquellen der genug Geld nach Hause bringt. Also können auch die 10-20 Euro, vielleicht irgendwann auch hunderte oder tausende gut dazu beitragen, aber halt nur selten alleine. Die meisten Menschen die von Stock Fotografie hören glauben sie haben den heiligen Gral gefunden, da sich leicht Geld verdienen lässt. Bullshit. Es ist nur der leichteste Weg, aber nicht der Weg des leichten Geldes. Es ist einfacher und geht wesentlich schneller tausend Euro mit Hochzeitsfotografie zu verdienen als 100€ mit Stockfotografie. Stockfotografie = keine Interaktion mit Menschen, leicht hochzuladen etc. Wenig emotionale Schranken die einem Anfänger im Weg stehen. Halt ein einfacher Weg um etwas Geld zu machen, selbst wenn die Qualitätsansprüche lächerlich hoch sind und die Konkurrenz noch größer ist als die hohen Ansprüche, lassen sich nur wenige davon abhalten diese Einkommensquelle auszuprobieren. Nie vergessen: Fotos ohne Unterschriften sind fast wertlos.
Klugscheißerlektion fürs Leben: Der leichte Weg ist nur selten der Beste. Je schwerer der Weg, desto weniger Menschen sind bereit ihn zu gehen und je weniger Konkurrenz hat man zu befürchten.
Fotografen sind gut beraten ihr Portfolio Online zu stellen um neue Kunden zu gewinnen und eine Fan-Basis aufzubauen. Lernen Sie in diese kleinen Serie ihre Bilder erfolgreich im Internet präsentieren. Die erste Frage die sich stellt ist: Was ist eine gute Software um ihr Portfolio ins Netz zu bringen? Denn dies bestimmt die weiteren Handlungsmöglichkeiten. “Eine einfache html-Seite, eine Flash-Seite, oder doch lieber eine Datenbank mit Blog Oberfläche?” Gar nicht so einfach zu beantworten, denn wer die Wahl hat, hat die Qual:
Pro html
Eine statische html-Seite verursacht wenig Webtraffic, da keine Datenbanken abgefragt werden müssen und der Code auf ein Minimum reduziert wird, der größte Teil des Traffics wird durch ihre Bilder verursacht und um die geht es letztendlich. Die schnellere Abwicklung des Datentransfers ohne den Umweg über eine Datenbank führt zu einer schnelleren Geschwindigkeit mit der die Seite geladen wird. Jetzt denken Sie vielleicht: “Toll, ich wollte noch nie auf Webseiten warten.” STOP! Es gibt viele gute Gründe warum einfache html Seiten immer seltener werden. Man muss ein Grundverständnis für html haben, jemanden finden der einem die Seite programmiert (oder es im Selbstversuch lernen) und es ist noch dazu umständlicher die Seiten zu aktualisieren. html Code muss erst mit einem Programm auf ihrem Computer erstellt werden und anschließend mit einem FTP Programm in das Internet auf ihren Webserver geschoben werden. Solch eine Seite ist ein guter Start wenn man nur ein kleines Portfolio hat und dies schnell und ohne Umschweife ins Web bringen möchte, erfordert aber trotz allem gute Kenntnisse und Fähigkeiten um sie visuell ansprechend zu gestalten.
Pro flash
Eine Flash-Seite ist der Traum von vielen professionellen Fotografen, da die Bilder anscheinend besser gegen Bilddiebe geschützt sind und solch eine animierte Seite oft einen sehr schönen Blickfang darstellt. Letztendlich hat Flash aber immer noch viele Nachteile, denn es wird schlechter von Suchmaschinen gefunden, nicht von jedem Benutzer gesehen, hat höhere Ladezeiten und verursacht einen relativ hohen Traffic. Letztendlich sind solche Webseiten oft nur Spielerei die keinen finanziellen Vorteil für einen Fotografen bringen, außer das sie teurer in der Produktion sind. Eine weitere Schwäche ist, dass auch diese Seiten wie html Seiten umständlicher zu aktualisieren sind. Wir hier sind keine großen Fans von Flash, denn Texte und Bilder gehen einfach einen längeren Weg, der in vielen Situationen einfacher zu konsumieren ist. Flash kann ein WOOOWW!!-Faktor sein, aber auch gleichzeitig die künstlerischen Arbeiten in den Hintergrund stellen. Man sollte sich Fragen ob Webdesign oder Bilder verkauft werden und dann den Schwerpunkt setzen.
Pro Datenbanken
Datenbanken sind Ablagesysteme, die es dem Autoren erleichtern seine Webseiten zu organisieren, denn dies wird automatisch gemacht. Es gibt unterschiedliche Modelle wie WordPress, Blogger, Drupal oder Typo3 die auf der Programmiersprache php basieren. Diese Software, die noch dazu kostenlos zu nutzen ist, ermöglicht es dem Fotografen, nach einer kurzen Einarbeitungszeit seine Werke und Gedanken mit anderen zu teilen. Es ist vorallem auch für Menschen interessant, die sich selbst als Anweder sehen und keine Lust haben jedes technische Detail zu erlernen. Die Geschwindigkeit, vorallem bei deutschen Hostern, ist oft langsamer als die von normalen html Seiten und man sollte sich gut überlegen welchen Anbieter man sich für seine Webseite aussucht(Diese Seiten liegen bei Hostgator*, einem amerikanischen Webhost). Unser Favorit ist ganz klar WordPress mit seinen Features und schier unendlichem Vorrat an individuellen Oberflächen, die leicht verändert werden können. So kann man schnell in den Aufbau eines Portfolios einsteigen ohne sich zuviel Zeit auf die technischen Aspekte einer Webseite zu verschwenden. Wichtig ist hierbei nur, dass man regelmäßig Updates der Datenbank macht, ein sicheres Passwort benutzt und sein WordPress regelmäßig updated um Sicherheitslücken vorzubeugen- dies kann aber alles durch plugin erledigt werden, die man nach und nach zusätzlich installiert. Diese Seite basiert auf WordPress und wird mit einem Premium Theme von Themeforest* betrieben. Diese günstigen Themes haben mehr Einstellungsmöglichkeiten als kostenlose und bieten komfortable Wege die Darstellung der Webseite seinen Bedürfnissen anzupassen.
Fazit & Beispiele für gute Fotoportfolios
Ein Blog ist ein einfacher Start sein Portfolio ins Web zu bringen. Man kann die Benutzeroberfläche auf freien Seiten wie wordpress.com testen und sich dann für eine Benutzeroberfläche entscheiden. Wobei WordPress die Software mit der größten Community ist, die noch dazu viele kostenlose Plugins bietet, die eine Seitengestaltung erleichtern. Es lebe die freie Software!
Und hier noch ein paar Fotografen, die ihr Portfolio perfekt nutzen und mit ihren Arbeiten überzeugen, Kunden gewinnen und Fans erobern.
- Stuck in Customs – HDR für Fortgeschrittene
- Benni Wolf – Hochzeiten & co. Suchmaschinen führen Besucher zu Inhalten die Kunden gewinnen.
- Christopher Wilson – Auch Flash kann entzücken.
- Der Stilpirat – Fotografie? Grafikdesign? Ach what the hell, der Pirat aus der Heide.
Die Signatur von Fotos ist gar nicht so einfach, denn wo packt man auf dem schönen Bild die Unterschrift hin? Diese sehr gute und durchaus berechtigte Frage stellte Maze in den Kommentaren zur letzten, durchaus kühnen Behauptung, dass Fotos ohne Unterschrift wertlos sind. Es ist ja nicht wie in der Malerei, bei der die Unterschrift ins Bild gemalt wird. Werden Fotos überhaupt signiert, oder fügt man ein Zertifikat der Echtheit hinzu?
Das Problem der Signatur
Fotos auf der Front zu signieren, also auf dem Bild selbst, gilt als unprofessionell. Diese Regel kann natürlich im Rahmen der künstlerischen Freiheit auch gerne gebrochen werden, denn letztendlich hat der Künstler immer das letzte Wort. Bei einem gerahmten Foto mit einer limitieren Auflage sollte auf der Rückseite des Bildes unterschrieben werden, gerne auch auf dem Passpartout. Eine Edition ist die Beschreibung für eine bestimmte Auflage des Bildes, diese muss, wenn man eine limitierte Auflage erstellt, zwangsläufig angegeben werden. Die Unterschrift kann wie folgt aussehen:
Jonathan Rotzi #12/50.
Aufgeschlüsselt: Der zwölfte Druck einer Edition mit einer Auflagenstärke von 50 Exemplaren des Künstlers Jonathan Rotzi. Man muss sich natürlich bewußt sein, dass solch eine Auflage eine Frage der Ehre ist und es ziemlich sinnfrei wäre weitere Drucke zu produzieren, da diese a) fälschungen Wären und b) den Wert der eigenen Arbeit senken würden.
Eine schicke Variante zur Angabe von Auflagenstärke und Druck-Nummer ist einen Stempel zu benutzen um eine weitere eigenständige Note zu addieren.
Genauso schick ist ein extra angefertigtes Zertifikat der Echtheit, denn letztendlich ist ein Kunstwerk als Wertanlage zu betrachten und nicht nur ein Dekoartikel, den gibts nämlich im Baumarkt, Katalog oder Möbelhaus. Sobald man seine Bilder verkauft und Ausstellt sollte man sich mit diesem Thema beschäftigen und eine aussagekräftige Strategie überlegen, die man auf jedem seiner Werke wiederholt, denn eine Unterschrift soll ja vorallem eins sein: Unverwechselbar.
Zumindest wenn es um künstlerische Fotografie geht. Kunst zieht den ideellen Mehrwert aus dem Umstand, dass es um Orginale geht, die von einem Künstler geschaffen und signiert werden. Ohne den Faktor “Orginal” ist ein Bild nicht mehr Wert als es in der Produktion kostet. Zumindest für einen Sammler/privaten Kunst Käufer. Die Nutzung von Bildern für kommerzielle Zwecke steht auf einem anderen Blatt.
Gerade aus diesem Grund sind Online-Shop-Galerien, was auch immer Systeme wie cafepress, mygal oder zazzle ziemlich witzlos für die Vermarktung von Fotos. Es fehlt das wichtigste Erkennungsmerkmal von einem Kunstwerk: Weder Handwerkszeug, noch Können, es kommt auf die Signatur an und eine begrenzte Auflage steigert den Wert nochmal (Faustregel: je weniger desto teurer).
Wertigkeiten von Kunstwerken:
Unikat > limitierte Edition > unlimitierte Auflage mit Unterschrift > Werk ohne Unterschrift
Kunstwerke bzw. ein Foto sind eine Wertanlage, nicht nur Objekte zum dekorieren. Es ist wesentlich leichter seine Fotos auf einem T-Shirt, Mousepad oder etwas anderem mit Nutzwert zu verkaufen, da es ein Konsumprodukt ist und selbst dann ist es für die meisten Fotografen immer noch schwer ihre Bilder zu verkaufen. Die Konkurrenz ist riesig und das eigene Werk geht ohne gutes Marketing unter. Sicher, wenn man nur eben schnell 1-2 Euro verdienen will und darauf hofft, dass Menschen die eigenen Fotos schön finden und deshalb an die Wände “pappen”, probiert eine Online Galerie! Sagt nicht ich hätte Euch nicht gewarnt: Die Wahrscheinlichkeit damit den Lebensunterhalt zu bestreiten ist verschwindend gering, aber versucht ruhig Euer Glück. Es ist immer wieder erstaunlich über wie wenig Einkommen man sich im Internet freuen kann, man sollte sich trotzdem ab und zu mal seinen Stundenlohn vor Augen führen.
Merke: Genau wie Kunstdrucke nie so wertvoll werden wie ein Gemälde, so werden auch einfache Abzüge nie den Preis einer limitierten Auflage mit Signatur erreichen.
Wie ermittelt man den Wert eines Fotos?
Der Wert eines Fotos ist eng verknüpft mit dem Bekanntheitsgrad des Fotografen. Wenn ein Künstler populärer wird und mehr Menschen bereit sind für ihn Geld auszugeben, steigt der Preis seiner Bilder. Ziemlich einfach. Wäre das alles nur einfach zu erreichen… es ist ein harter Weg, bei dem eine kleine Internetseite meist nicht reicht(eine große Seite vielleicht schon
). Hier ein paar Stationen die den Wert eines Künstlers exponentiell steigern können:
- viele Ausstellungen (außerhalb von Anwalts- und Arztpraxen)
- Buchveröffentlichungen (die auch gutes Geld bringen können)
- ein Galerist (der erstmal die Hälfte einstreicht)
- willige Sammler die Objekte kaufen wollen und präsentieren (es ist leichter jemanden etwas zu verkaufen der schonmal gekauft hat)
- Dokumentationen/Reportagen/Nennungen in Medien (Kino > TV > große internationale Zeitungen / Internetseiten > überregionale Zeitung > Lokal TV > Internetseiten / Blogs > lokale Zeitungen)
- die eigene Internetseite
Der klassische Weg zu Ruhm und Ehre ist: Zufällige Entdecktung.
Dieser klassische Weg entdeckt zu werden hat viele Nachteile, zum einen ist man auf die Gunst von wenigen mit viel Geld angewiesen. Nicht sehr Basisdemokratisch. Zum anderen Wartet man auf eine Entdeckung, anstatt aktiv nach einem Durchbruch zu suchen. Alleine solch eine Haltung kann schon den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Heute ist es leichter einen gewissen Status durch underground Marketing (z.B. im Internet) zu erreichen, dass große Geld liegt allerdings noch immer außerhalb dieses Fischteichs(zumindest für Künstler) und wird durch andere Kanäle erreicht(Galerien, Auktionen, Buchverträge, etc.). Somit ist das DIY(do it yourself) Maketing nicht zu verachten, sollte aber mit alten Methoden der Vermarktung verbunden werden um den maximalen Effekt zu erzielen.
Es gibt nur wenige Fotografen die wirklich als Künstler durchgehen, hier sind jetzt wohl Gursky oder die Familie Becher zu nennen, es gibt bestimmt noch andere erwähnenswerte, aber diese Nachnamen sind die deutschen Fotokünstler, bekannt durch ihre Kunst und nichts anderes(außer wissenschaftlicher Lehre). Die meisten Fotografen verdienen ihr Geld mit Auftragsarbeiten und nicht mit ihrer Kunst. Es ist oft lukrativer als professioneller Fotograf Hochglanz-Bilder für die Werbung zu machen und danach Kunst zu produzieren (die Popularität ist dann schon vorhanden), als in der kleinen Nische der Kunstfotografie zu starten, da der Name fehlt.
Macht Euch einen Namen
Grundsätzlich sollte man es mit Bansky halten: “A lot of people never use their initiative because nobody told them to.” Man macht nichts weil niemand einen angestoßen hat und verfolgt alte Muster. Banksy ist ein Meister des Selbstmarketings, letztendlich kommt es nur darauf an genug Mut zu haben und sich einen Namen zu machen. Wenn dann auch noch die Kunst gut ist gibt es oft einen Markt außerhalb des Bildes: Vorträge, Bildbände, Ausstellungen, Auftragsarbeiten… der Weg zum Namen ist der Weg den ein Fotograf gehen muss. Wer mehr über die Macht des Marketings lernen will sollte jetzt ein Buch von Seth Godin* lesen, der Mann hat einfach eine Menge Ahnung wenn es um Werbung und Marketing für wenig Geld geht, oder Tim Ferriss, dessen Buch Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben*
jeder gelesen haben sollte. Und wer zu faul ist ein ganzes Buch zu lesen, dem sei der Artikel 1000 true Fans Artikel von Kevin Kelly an die Hand gelegt, hier in der deutschen Übersetzung.
All diese Autoren geben Künstlern Werkzeuge ihre Popularität zu steigern und sich einen Namen zu machen. Das Internet eröffnet die Chance auf ein kostengünstiges Marketing, dass genau die Zielgruppe anspricht die ein Interesse hat, dadurch sollte der Mythos des hungernden Künstlers langsam aussterben. Kunst und Geld ist nicht ungleich Geld, man muss nur erst lernen was wahre Kunst ist und das fängt mit einer Unterschrift an.
Kein Budget und trotzdem der Wunsch viel Werbung für sich selbst zu machen? Den letzten Cent für die Kamera oder ein neues Objektiv ausgegeben? Nicht schlimm! Einfach erstmal Fotos machen! Wie jetzt? Ja Fotos machen, nur weder für sich selbst, noch für potenzielle Kunden, sondern für Wettbewerbe. Und was soll mir das jetzt bringen? Erfahrung! Aufmerksamkeit! Preisgeld! sind die magischen Schlagwörter.
Wie gewinnt man?
Mit Glück. Vielleicht auch Können, aber das Gewinnen an sich sollte erstmal hinten an stehen. Es ist leichter ein ansprechendes Portfolio mit Wettbewerben, als z.B. durch Blumen oder Familienfotos aufzubauen. Nicht das etwas an diese Themen falsch wäre, aber sie sind leider nicht sehr professionell. Ihr wollt trotzdem wissen wie ihr den ersten Wettbewerb sofort gewinnt? Wahrscheinlich gar nicht, denn der einfachste Weg zum Sieg sind umwerfend gute Fotos und Ideen, solange man die nicht macht oder umsetzen kann hilft nur: üben, üben, üben! Sonst müsste man ja nicht an Wettbewerben teilnehmen und würde gleich Preise für sein Lebenswerk verliehen kriegen.
Anstatt also mal wieder “nur so” zu fotografieren, schnapp Dir die Kamera und such einen Wettbewerb aus, diese sind meist Themenbezogen und zwingen den Fotografen konzeptuelle Fotos zu erstellen.
10.000 Stunden üben?
Wo wir gerade bei Konzepten waren, ich bin von verschiedenen überzeugt: Paretos Prinzip, das Parkinsonsche Gesetz, aber auch die 10.000 Stunden Regel von Malcom Gladwell. Diese Theorie besagt, dass jeder ca. 10.000 Stunden braucht um ein Großmeister bzw. Genie auf einem Fachgebiet zu werden. Dies sind gute 20 Stunden die Woche über 10 Jahre. Bei weniger hat man einfach noch nicht genug geübt. Mehr dazu findet man in Gladwells Buch Überflieger*. Also nicht unterkriegen lassen, falls man nicht sofort gewinnt. Einfach weiter üben und besser werden.
Wie findet man Wettbewerbe?
Du brauchst keine Fotozeitung kaufen, um Wettbewerbe zu finden. Die Webseite Fotowettbewerbe ist nicht nur Suchmaschinentechnisch ganz weit vorne(Google Platz 1), sondern man findet auf ihr auch wirklich viele aktuelle Fotowettbewerbe, die noch dazu interessant sind. Also worauf wartest Du? Such Dir einen aus und schwing die Kamera!
Um Kunden oder Konsumenten für seine Fotos zu finden, muss man Personen auf seine Werke aufmerksam machen. Klar, man kann sich eine Internetseite bauen, aber da finden doch sind dann doch nur die üblichen Verdächtigen, die eh nix kaufen, oder? Naja vielleicht auch nicht. Trotzdem glaube ich vernachlässigen viele Fotografen ihr offline Marketing. Es ist nicht teuer Postkarten oder Flyer mit eigenem Bildmaterial zu drucken, die man in der Nachbarschaft (Café, Bar, Läden, Tourist Info, Standesamt) verteilen kann. Einfach mal nett fragen und wenns gut aussieht haben die meisten nichts dagegen. Auf der Rückseite sollte man einen kleinen informativen Text verfassen, der Kontaktmöglichkeiten bietet, damit die ganze Werbung nicht umsonst ist. Schön an dieser Form des Marketing ist, dass sie nicht so platt daher kommt. Es gibt bestimmt einige, die sich solch eine Karte an die Wand hängen, wenn ihnen das Motiv gut genug gefällt.
Merke:
Gib Deinem zukünftigen Kunden die Möglichkeit Dich außerordentlich zu finden und bring ihn dazu freiwillig zu Dir zu kommen. Es wird Dir wesentlich leichter fallen Deine Arbeiten an jemanden zu verkaufen, der etwas von Dir will. Niemand will in unserer Zeit mit Werbung penetriert werden, aber nur wenige Menschen haben etwas gegen Dinge die Sie empfehlen, konsumieren oder berichten können, weil Sie herrausragend sind.
Ich glaube die beste kurze Erklärung wie Kunst zur Kunst wird liefert Banksy:
Art is not like other culture because its success is not made by its audience. The public fill concert halls and cinemas every day, we read novels by the millions, and buy records by the billions. We the people, affect the making and quality of most of our culture, but not our art.
The Art we look at is made by only a select few. A small group create, promote, purchase, exhibit and decide the success of Art. Only a few hundred people in the world have any real say. When you go to an Art gallery you are simply a tourist looking at the trophy cabinet of a few millionaires…
Banksy in “Wall and Piece*”
Der Erfolg eines Fotografen, der Fotokunst macht, steht in einem engen Zusammenhang zu seiner Präsenz in der Öffentlichkeit, wieviele Ausstellungen er hat und von welchen Galerien er vertreten wird. Die wichtigste Lektion, die ein junger Fotograf lernen kann, ist ein gutes Marketing für seine Arbeiten.
Der beste Trick, den man von einem Profi lernen kann ist: Sein ganzen Schaffenswerk erst nach dem Tod bekannt werden zu lassen. In Büchern, hinter verschlossenen Türen, oder sonstwo versteckt und von Forschern ausgegraben. Abgelegt unter Skizzen oder Studien, aber nicht in der finalen Werkschau enthalten. Wenn das Schaffenswerk hinter der Bühne überhaupt entdeckt wird, ist das Bild des Künstlers gemacht und hat kaum noch Einfluss auf seine Rezeption.
Zu Abstrakt? Das Zauberwort von dem wir hier gerade sprechen: “Selektion”. Je früher einem Fotografen bewußt wird, dass er nicht alle Bilder zeigen muss und er sich auf seine besten reduziert, desto schneller wird er ein ansprechendes Portfolio aufbauen. 20% unser Handlungen führen zu 80% der Ergebnisse. Dies hat Pareto schon vor Jahren erkannt und Fotos sind in diesem Zusammenhang nichts anderes.
Die beste Übung wenn man sich nicht entscheiden kann? 100 Fotos machen und nur 5 davon zeigen. Entscheidungen treffen ist schwer. Digitalfotografie verleitet dazu alle Bilder nebenbei zu zeigen. Schnell am Display oder Rechner zwischen Tür und Angel präsentiert, oder gar im Blog gepostet. Weniger ist mehr.
Beweglichkeit
Sobald eine Spiegelreflex zu den Besitztümern eines Fotografen zählt verliert er an Mobilität. Eine Kompaktkamera braucht nur eine kleine Fototasche und passt in fast jede Jackentasche oder an einen Gürtel. Ein Bridgesystem kann gut in einer mittelgroßen Fototasche verpackt werden. Bei einer Spiegelreflex mit zusätzlichen Objektiven hat man nicht mehr den Luxus von wenig Platz. Man nehme noch einen Kamerafuß und schon ist ein unhandliches Monster geschaffen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten die Beweglichkeit zu erhalten.
Was braucht man fürs perfekte Foto?
Der erste Schritt zu mehr Mobilität ist die Reduktion von Gewicht. Selbst wenn der Fotograf 5 Objektive sein eigen nennt, muss er nicht immer alle mit sich herumtragen. Vor einer Fotosafari im lokalen Park, oder auch nur dem Spaziergang um den Häuserblock, sollte man sich Fragen was für Fotos gemacht werden. Portraits? Tieraufnahmen? Landschaftsbilder? Natürlich, warum nimmt man nicht einfach ein Vario? Weil man dann bei seiner Bridgekamera hätte bleiben können. Eine DSLR eröffnet neue Perspektive und Winkel. Ergo, wer auf einen Spaziergang geht kann natürlich immer auch nur seiner DSLR das Objektiv seiner Wahl aufschrauben, sie umhängen und losmarschieren, aber bei einem längerer Ausflug gibt es bessere Lösungen.
ein Kamerarucksack
Ich mag meinen Kamerafuß und möchte ihn nicht missen. Es gibt nur ganz wenige Gelegenheiten zu denen ich ihn abschraube, da er mir nicht nur einen zweiten Akku beschert, sondern auch Kameradrehungen vereinfacht. Dies schränkt die Wahl bei Taschen ein, da schon alleine die Kamera sehr viel Platz braucht. Ein Kamerarucksack ist ideal geeignet, da meine Kamera samt Fuß und 3 zusätzlichen Objektiven, Regencape, Notizbuch und externem Blitzgerät in ihm verschwindet, sicher, dadurch wird er ziemlich schwer, aber ich nehme auch nicht zu jeder Gelegenheit alles mit. Zudem hat er, dank des flexiblen Gurtsystems, eine hohen Tragekomfort und es ist leicht möglich aus einem Rucksack eine Umhängetasche zu machen, die flexibler ist. So kann man die Tasche auf dem Rücken tragen und schnell nach vorne bewegen, um an den Inhalt zu kommen, ohne die Tasche absetzen zu müssen. Momentan benutze ich einen Kata 3N1-20* und bin voll und ganz mit ihm zufrieden. Einzig die mangelnden Rückenstützen bei Fotorucksäcken können den Tragekomfort auf langen Strecken mindern.
Beispiele für unterschiedlicher Kamerarucksäcke:
- Kata 3N1-20*
kleiner Rucksack
- Crumpler Pyjama Pride*
großer Rucksack
- Crumpler Italian Connection*
ein weiterer großer Rucksack
- Crumpler Zoomiverse*
ein riesiger Rucksack
eine Kameratasche
Eine Kameratasche ist wie ein Kamerarucksack, nur größer. In Punkto Agilität und Tragbarkeit ist Sie dem Rucksack definitiv unterlegen. In vielen Fällen hat solch eine Tasche ein größeres Volumen und ein stabileres Material, zum Transport hat man dann aber besser ein Auto zur Hand, da alleine der Umfang der Tasche auf die Dauer nervt.
der Kamerakoffer
Ein klassischer Aluminiumkoffer ist eine schicke Alternative zu den ganzen labberigen Taschen, sieht professionell aus und ist auch nicht wirklich unhandlicher als eine große Kameratasche. Er ist stoßfester als eine Tasche aus Stoff, wobei man keine dieser Transportmöglichkeiten als Schlagwaffe einsetzen sollte solange Objektive und/oder Kamera drin sind. Für Reisen mit dem Auto über einen längeren Zeitraum, also auf einer Reise oder in einem Urlaub, ist diese stabile Variante vorzuziehen. Man kann immer noch einen Rucksack für die Ausflüge einpacken. Ein solcher Koffer ist leicht zwischen anderen Gepäckstücken zu verstauen und unempfindlich ihnen gegenüber. Bei jeder anderen Tasche muss man immer Angst haben, dass der Inhalt zerdrückt wird.
empfehlenswerten Kamera Transporter
Persönlich bin ich ein Fan von den Firmen Crumpler und Kata. Crumpler Taschen sind extrem Widerstandsfähig und sehr gut verarbeitet, so sind fast alle Taschen aus wasserdichten Material. Die lebenslange Garantie auf ihre Produkte ist für mich ein weiteres Kaufargument. Kata, als Hersteller von Sicherheitszubehör, baut auch hervorragende Rucksäcke, die ihre Schwerpunkte auf leichtem Zugriff und Mobilität haben. Mein Rucksack von der Firma hat ein Regencape, ist also nicht so unverwüstlich wie meine Kata Taschen. Ich habe mir die Zeit genommen und eine Liste von ein paar gute Taschen, Rucksäcke und Alukoffer bei Amazon zusammengestellt.
Feuerspucker, Jongleure oder Feuerschlucker sind Artisten die mit dem Feuer spielen. Wie hält man diese eindrucksvollen Motive am besten fest?
Grundsätzliches für Feuershows
Um das Feuer richtig wirken zu lassen braucht es Kontrast. Dieser Kontrast ist normalerweise durch die Dunkelheit gegeben. Feuerspucken ist am Tag nur halb so eindrucksvoll. Ein Stativ ist ein nützliches Hilfsmittel, um Verwacklungen vorzubeugen. Leider schränkt es die Bewegungsfreiheit für meinen Geschmack zu stark ein. Mit einem Stativ muss der Blickwinkel sehr gut gewählt werden, da man sich mit dem aufstellen des Stativs an ihn bindet. Oft findet man erst nach dem Beginn der Show den besten Blickwinkel heraus. Die Kamera in der Hand zu halten erleichtert den Perspektivwechsel und führt oft zu interessanteren Motiven.
Feuerspucker, Flammenwerfer & Feuerzauber
Pyroshow
Bei einem Feuerspucker, Flammenwerfer oder Feuerzauber sollte eine kurze Belichtungszeit gewählt werden. Der beste Augenblick für Fotos ist gegeben, sobald das Feuer startet. Per Serienbild ist die Chance am größten einen perfekten Treffer zu landen. Die spektakulärsten Bilder sind Fotos, auf denen die Flamme ihre größte Ausdehnung erreicht.
Je näher sich der Fotograf an der Flamme befindet, desto stärker ist die Belichtung, also kann eine niedrigere Verschlusszeit gewählt werden. Großen Flammen sollte eine kurze Belichtungszeit und eine mittlere Blende gegenüberstehen, die die Dimension der Flamme detailliert und scharf darstellt. Ein effektives Gestaltungsmittel ist die Gegenüberstellung der Flamme mit anderen Objekten, wie z.B. Menschen, um ihre Größe zu zeigen.
Jonglieren mit Feuer
Feuerjongleur
Jonglieren mit dem Feuer ist, im Gegensatz zum Feuerspucken, ein schwereres Sujet. Wird bei einem Feuerspucker die Ausdehnung der Flamme zum Zentrum der Aufmerksamkeit, ist die Flamme beim Jonglieren meist sehr klein(Fackel, Rad oder Stab). Eine kurze Belichtungszeit hilft bei diesem Motiv nur wenig, da die Faszination in der Bewegung liegt. Diese wird mit einer kurzen Belichtungszeit nur schwer dargestellt, da die bewegte Flamme eingefroren wirkt. Das Bild ist statisch und hat nur wenig Dynamik.
Wie entsteht Dynamik? Welche simple Technik wird bei Comics verwendet um dynamische Bilder zu zeichnen? Richtig. Geschwindigkeitslinien. In der Fotografie entstehen diese Linien bei einer Langzeitbelichtung. Die Flammen hinterlassen, wie Autolichter in der Nacht, Bewegungslinien. Diese Bewegungslinien transportieren die Dynamik des Feuers. Durch diesen Umstand ist es sehr schwer Bilder zu machen, in denen der Künstler scharf aber das Feuer bewegt erscheint. Ein Stativ hilft zumindest den Hintergrund scharf zu stellen. Eine andere Darstellungsweise von Dynamik ist das Ungleichgewicht der Dinge, die eine Bewegung im Moment und Ausschnitt festhalten.
Feuerschlucker
Feuerschlucker
Feuerschlucken hat viele Elemente eines Portraits. Da der Fokus auf dem Kopf liegt eignet sich für diese Aufnahmen ein 50mm Objektiv mit einer 1.4 bis 1.7 Blende. Der beste Moment für das Foto ist der Eintritt in den Mund. Die Herausforderungen sind der ideale Schärfepunkt, der auf der Flamme liegt, und eine ruhige Hand zu behalten, um die Aufnahme nicht zu verwackeln. Da Feuerschlucker mehrere Demonstrationen ihres Könnens präsentieren, ist die erste Reihe der ideale Standort um möglichst schnell den Aufnahmewinkel anzupassen. Die beste Perspektive ist seitlich vom Feuerschlucker, da in diesem Winkel der Eintritt in den Mund am besten dargestellt wird.





