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	<title>Reisen Archives - digitale fotoschule</title>
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	<title>Reisen Archives - digitale fotoschule</title>
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		<title>Wenn nach 2 Wochen Nordland das Essen ausgeht &#8211; Martin Hülle im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 09:15:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografen Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[eis]]></category>
		<category><![CDATA[martin hülle]]></category>
		<category><![CDATA[nordland]]></category>
		<category><![CDATA[polarexpeditionen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[wuppertal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Hülle ist Fotograf, Autor und Polarabenteurer. Wer bei dieser Berufsbeschreibung nicht vor Spannung der Geschichten, die da kommen mögen, an den Fingernägeln kaut, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Mit 17 veröffentlichte er&#8230; <a class="excerpt-more-link" href="https://digitalefotoschule.de/2839/wenn-nach-2-wochen-nordland-das-essen-ausgeht-martin-hulle-im-interview/">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.martin-huelle.de/" target="_blank">Martin Hülle</a> ist Fotograf, Autor und Polarabenteurer. Wer bei dieser Berufsbeschreibung nicht vor Spannung der Geschichten, die da kommen mögen, an den Fingernägeln kaut, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Mit 17 veröffentlichte er seinen ersten Artikel über das temporäre Wohnen unter freiem Himmel und schaut seitdem nicht mehr zurück. Fasziniert vom Nordland zieht es ihn immer wieder in die kalten Regionen. Anfang des Jahres dann der Schock der eigenen Verletzlichkeit und ein Reboot mit Sorgfalt. Seine Gedanken und Reisen teilt er nicht nur mit <a href="http://www.martin-huelle.de/referenzen" target="_blank">Zeitschriften</a>, sondern findet Ihr auch immer sehr aktuell in <a href="http://www.martin-huelle.de/blog" target="_blank">seinem Blog</a>. Ein <a href="http://www.martin-huelle.de/nachrichten/archiv-2012" target="_blank">Reisetagebuch seiner Expeditionen bis ins Jahr 2006</a> findet Ihr hier. Und jetzt, viel Spaß mit dem Interview und einem sehr sympatischen Martin Hülle. Bühne Frei.</p>
<p><b>Hallo Martin, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle, die Dich nicht kennen!</b><br />
Mein Name ist Martin Hülle und ich bin ein Fotograf, Autor und Polarabenteurer aus Wuppertal. Ich liebe die abgeschiedenen Regionen des hohen Nordens &#8211; in Skandinavien, Island, Schottland und Grönland. Seit mehr als 20 Jahren durchstreife ich Berglandschaften und Gletscherwelten im Sommer wie im Winter.</p>
<p>Meine Leidenschaft ist die Reise-, Landschafts- und Outdoorfotografie. Mit dem Fokus auf der Natur, aber ebenso einem Auge auf den Menschen, Stillleben und allem kuriosen vor der Kamera. Ich möchte die Welt entdecken. In weiter Ferne und direkt vor der eigenen Haustüre. Ich möchte Geschichten erzählen. Die Fotografie und das Schreiben sind eine Lebensart, eine Möglichkeit Gefühle einzufangen, auszudrücken und mit anderen zu teilen.<br />
<span id="more-2839"></span><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview02.jpg" alt="martin-huelle-interview02" width="1000" height="664" class="alignnone size-full wp-image-2876" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview02.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview02-660x438.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview02-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Wann hat es bei Dir klick gemacht und Du wusstest: Fotografieren und Schreiben ist das, womit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten will? Welche Steine musstest Du auf Deinem Weg beiseite räumen?</b><br />
Eigentlich „klickte“ es sehr früh. Bereits über meine erste richtige Wandertour &#8211; mit 17 Jahren vier Tage allein durchs Sauerland &#8211; erschien eine Reportage im Magazin outdoor. Da dachte ich, das könnte was werden &#8230; Doch bis ich schließlich den Schritt in die Selbständigkeit und die Professionalität gewagt habe, vergingen noch etliche Jahre. Steine gab es viele. Ein „falsches“ Studium, das ich ratzfatz wieder an den Nagel gehängt habe. Jobs im Outdoorfachhandel. Aber daneben immer das Reisen, Fotografieren und Schreiben. Irgendwann war klar: Entweder geht es nur ganz oder gar nicht &#8211; oder mit all dem „nebenher“ einfach nicht zufriedenstellend.</p>
<p>Aber auch heute ist das kein Selbstläufer. Das Genre in dem ich mich bewege ist sehr speziell, wird von vielen bedient und ist sehr hart umkämpft. Honorare sind mäßig. Da braucht es viel Leidenschaft, Durchhaltewillen und Motivation, um immer dran zu bleiben.</p>
<p><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview03.jpg" alt="martin-huelle-interview03" width="1000" height="667" class="alignnone size-full wp-image-2877" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview03.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview03-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview03-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Du lebst so nah am Pott, in einer Stadt, die nicht für Ihre Schönheit, sondern nur für eine Schwebebahn bekannt ist: Wuppertal. Was hält jemanden, der eigentlich immer wieder die Einsamkeit und Schönheit der Natur sucht, an diesem Ort?</b><br />
Naja, die Natur ist hier allerdings nicht weit weg. Ich kann von der Haustüre los laufen und bin recht schnell im Wald. Was interessiert mich da die weniger schöne Stadt? Natürlich ist das nicht vergleichbar mit den Regionen, in die ich am liebsten aufbreche. Wahrscheinlich hielt mich aber die Familie hier. Es gab einfach keinen triftigen Grund, hier wegzuziehen. Schließlich ist der Düsseldorfer Flughafen auch nicht weit entfernt und so ein Tor in die Welt immer greifbar nah.</p>
<p><b>Du fotografierst mit der Fujifilm X-Pro1 und scheinst sehr zufrieden. Mit dem kompletten Wechsel von einer DSLR hast Du einen konsequenten Schritt gemacht. Wem würdest Du dieses fotografische Werkzeug ans Herz legen? Ist es ein ausreichender Ersatz für Deine DSLR, oder gibt es Momente, in denen Du Deiner Ex-Kamera nachtrauerst?</b><br />
Ja, ich liebe Fujifilms X-System. Es ist für mich die Konzentration auf das Wesentliche. Und die X-Pro1 ein Werkzeug mit Ecken und Kanten, aber genauso geradlinig auf dem Weg zum entscheidenden Moment. Wer eine Symbiose aus herausragender Bildqualität und „klassischer“ Bedienung sucht, wird in der X-Pro1 (und X-E1) fündig. Sie versprüht etwas analoges und ist doch ganz digital.</p>
<p>Nein, meinem Nikon DSLR-Geraffel trauere ich bislang nicht nach. Ich war nie der Action-Fotograf, der den schnellsten Autofokus oder die höchste Serienbildgeschwindigkeit braucht. Mein Ansatz ist stiller, zurückhaltender. Meine Fotografie reportagehaft, ohne viel Schnickschnack. Dazu passt die X-Pro1 hervorragend. Ich vermisse nichts. Im Gegenteil: Es ist nicht nur ein ausreichender Ersatz, sondern für mich ein Schritt nach vorn.</p>
<p>Und ganz banal: In diesen Fujifilm-Kameras steckt in einem kleineren und kompakteren Gehäuse eine Bildqualität, für die ich zuvor zum großen und schweren Vollformatboliden greifen musste. Auch das war für mich ausschlaggebend im Hinblick auf meine Outdoorabenteuer, bei denen zwar jedes Gramm zählt, ich aber auch eine gewisse Leistung von meiner fotografischen Ausrüstung erwarte.</p>
<p><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview04.jpg" alt="martin-huelle-interview04" width="1000" height="667" class="alignnone size-full wp-image-2878" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview04.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview04-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview04-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Du berichtest in Deinem Blog viel über Deinen Workflow in der digitalen Dunkelkammer und bei der Bildauswahl. Ist es bei Dir auch so ca. 80/20? 80% der Bilder überstehen Deinen kritischen Blick nicht? Und wie viel Zeit brauchst Du, um alle Bilder einer Reise zu finalisieren?</b><br />
Ich lösche schon unterwegs sehr viel und gehöre ohnehin zu denen, die eher wenig, dafür aber sehr gezielt, fotografieren. Zu Hause fliegt aber nochmals ein guter Anteil der Bilder in den Papierkorb. Was mir nicht auf Anhieb gefällt, kommt weg. Nach einer Reise sind das vielleicht nochmals etwa 30%. Aber auch vom Rest &#8211; den Fotos, die ich dann behalte und bearbeite -, ist meist nur ein Bruchteil so, dass ich ihn richtig stark finde. Letztendlich zeigt sich das dann auch bei Veröffentlichungen: Von einer Tour sind es immer wieder dieselben Bilder und Motive, die Einzug in die Magazine finden. Eben die Fotos, in denen die Geschichte am stärksten zum Ausdruck kommt.</p>
<p>Bei der Nachbearbeitung bin ich langsam. Das kann schon mal ein paar Wochen dauern, bis ich dann ein paar hundert Bilder fertig habe.</p>
<p><b>Wie planst und überstehst Du Deine Reisen? Für mich als Außenstehenden erscheint die größte Schwierigkeit in der Nahrung zu liegen: genug Proviant &amp; Wasser, um wochenlang zu überleben. Was aber ist für einen Profi wie Dich die größte Herausforderung auf Deinen Reisen?</b><br />
Zum Glück bin ich ja ein Nordlandfreak. Dort ist Wasser kaum ein Problem. Im Sommer kann man bedenkenlos aus den Flüssen und Seen schöpfen und im Winter muss nur der Schnee geschmolzen werden. In Sandwüsten wäre das anders. Der Proviant ist hingegen tatsächlich ein „schwerwiegenderer“ Ballast. Bei Rucksacktouren ist die Mitnahmemöglichkeit begrenzt &#8211; bei ca. 14 Tagen ist für mich Schluss. Möchte ich länger unterwegs sein, muss ich unterwegs für Nachschub sorgen. In der kalten Jahreszeit &#8211; mit einem Pulka-Schlitten zum Transport der Ausrüstung im Schlepptau &#8211; kann ich mehr einpacken und wochenlang autark unterwegs sein.</p>
<p>Die größte Herausforderung bei meinen Touren ist in erster Linie das Wetter. Schneestürme, Minusgrade. Besonders bei den polaren Unternehmungen. Wichtig und Voraussetzung ist Erfahrung, die es gilt über Jahre aufzubauen. Klein anfangen und dann die Schwierigkeiten steigern. Die richtige Ausrüstung dabei haben und wissen, damit umzugehen. Körperlich &#8211; und mental &#8211; fit sein.</p>
<p>Die genaue Planung erwächst immer einer Idee und ist unterschiedlich aufwendig und langwierig. Auf meine erste Expedition über das grönländische Inlandeis haben wir uns gute 1,5 Jahre vorbereitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview05.jpg" alt="martin-huelle-interview05" width="1000" height="667" class="alignnone size-full wp-image-2881" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview05.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview05-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview05-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Dieses Frühjahr kam die Diagnose, die viele erschüttert hat: Epilepsie. Du bist sehr offensiv mit der Krankheit umgegangen und hast auch schon wieder Deine erste Reise hinter Dir, die für Dich ja <a href="http://www.martin-huelle.de/blog/?p=4343" target="_blank">praktisch ein Reboot war</a>. Wie geht es Dir heute? Wie spielt Dein Körper mit? Wie gut ist es wieder Richtung Kälte zu wandern?</b><br />
Ja, die Diagnose Epilepsie warf mich für gute 2,5 Monate völlig aus der Bahn und es dauerte, bis sich vor allem auch mein Körper auf die Medikamente eingestellt hatte. Das war keine schöne Zeit, aber ich versuchte sie schnell als Chance zu begreifen, Dinge zu verändern und einen „Neuanfang“ zu starten, der mich voran bringen soll. Von der Krankheit lasse ich mich dabei nicht weiter beirren. Seit einer sehr erholsamen Familienreise nach Schweden und Norwegen diesen Sommer geht es mir gut. Die Pillen wirken und machen ihren Job &#8211; ich hatte keine weiteren Anfälle.</p>
<p>Daher habe ich es auch gewagt, allem zum Trotz allein in die Sarek &amp; Padjelanta Region aufzubrechen und diese wilde Berglandschaft in Lappland zu Fuß zu durchqueren. Es war fantastisch und der Gedanke an die Epilepsie während meiner Zeit dort oben kaum präsent.</p>
<p>Mittlerweile laufen die Vorbereitungen und das Training für eine neue Expedition. Im kommenden März/April soll es mit einer Gruppe, die ich als Guide führen werde, quer durch das einsame Hochland Islands und über den größten Gletscher Europas gehen. Eine sehr anspruchsvolle Skitour bei der das Wetter auch mal wieder unberechenbar sein kann. Ich freue mich sehr darauf und sollte ich auf unserem Weg mal umkippen, wird es auch nicht schlimm sein.</p>
<p><b>Welches Land würdest Du einem Anfänger empfehlen, der gerne eine Tour in der Kälte machen will, aber für einen langen Marsch nicht fit genug ist.</b><br />
Am besten ist es, zu Hause vor der eigenen Haustüre anzufangen. So habe ich es auch gemacht. Der nächste Schritt könnte dann eine Hüttentour in Skandinavien sein, bevor man sich weit abseits der Zivilisation mit einem Zelt ins Abenteuer stürzt. Der Winter verzeiht keine Fehler. Je extremer das Umfeld, umso mehr Wissen muss man mitbringen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview06.jpg" alt="martin-huelle-interview06" width="1000" height="665" class="alignnone size-full wp-image-2882" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview06.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview06-660x439.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview06-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Welche Geschichte von Deinen Reisen bringt Dich auch nach Jahren noch zum Lachen und welche treibt Dir Wehmut ins Herz?</b><br />
Naja, erst auf meiner letzten Tour passierte mir etwas &#8230; Ich wanderte im Sarek Nationalpark bei grässlichem Regenwetter über einen zugewachsenen Pfad, stierte dabei gedankenverloren auf den Boden und war schon bis auf die Unterhose durchnässt, als ich mit Kopf und Rucksack vor einen Ast lief, das Gleichgewicht verlor und rückwärts in eine tiefe Pfütze flog. Ich rappelte mich auf und hätte fluchen können, aber ich tat es nicht. Ich konnte nur über mich selbst lachen.</p>
<p>Anders war es vor einigen Jahren, nachdem ich den Vatnajökull auf Island überquert hatte. Tagelang war ich allein in der Eiswüste des Gletschers unterwegs gewesen und erreichte wieder „festes Land“. Es war ein sehr emotionaler Moment und die Tränen bahnten sich ihren Weg &#8211; vor Glück es geschafft zu haben. Gerade Solotouren können extreme Gefühle hervorrufen, aber es sind diese Momente in der Natur, für die sich alle Strapazen und Entbehrungen lohnen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview07.jpg" alt="martin-huelle-interview07" width="1000" height="664" class="alignnone size-full wp-image-2883" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview07.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview07-660x438.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview07-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Wie gehst Du damit um, Deine Familie auf bestimmten Reisen nicht mitnehmen zu können?</b><br />
Auf die meisten Reisen kann ich meine Familie nicht mitnehmen. Meine Frau ist Lehrerin und auch voll berufstätig und unsere Tochter ist gerade einmal 2,5 Jahre alt &#8230; Ich muss es professionell sehen: Es ist Teil meines Jobs in die Wildnis aufzubrechen und dann nicht ständig erreichbar zu sein. Mobiltelefone funktionieren in der Abgeschiedenheit nur selten. Es ist nicht immer leicht, aber dafür sehe ich meine Familie in der Zeit, in der ich daheim bin, sehr viel. Vielleicht mehr als andere, die „normalere“ Berufe haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview08.jpg" alt="martin-huelle-interview08" width="1000" height="667" class="alignnone size-full wp-image-2884" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview08.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview08-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview08-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Welchen Tipp kannst Du einem Anfänger geben, der seine Fotos sofort verbessert?</b><br />
Das geht nicht in Sekunden. Es ist immer ein Prozess. Wichtig ist aber, sich nicht zu sehr auf die Technik zu konzentrieren, sondern mehr auf das künstlerische, die Bildinhalte, die Geschichte. Fotos dürfen fehlerhaft sein, wenn sie denn an sich ausdrucksstark sind. Es ist gut an Themen zu arbeiten, sich über einen längeren Zeitraum mit einer Sache zu beschäftigen. Und sich und seine Bilder dabei immer wieder zu hinterfragen. Wie kann ich meine Idee, das, was ich zeigen möchte, besser fotografieren, um die Geschichte, die dahinter steckt, die ich erzählen will, klarer herauszustellen. Gute Fotos entstehen im Kopf und nicht einfach durch vielfachen Druck auf den Auslöser.</p>
<p><b>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz und dem langsamen Sterben der Zeitungen, wie siehst Du Deine Zukunft als Fotograf und Schreiber? Was kann ein Einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden?</b><br />
Als erstes sollte man bei sich selbst aufräumen. Man muss nicht alles, was man auf den Film oder Chip bannt, auch ins Netz stellen. Ein bisschen mehr Selektion täte da zuweilen ganz gut. So kann man auch eher ein eigenes Profil herausarbeiten und geht nicht bereits in seiner eigenen Masse unter.</p>
<p>Ich denke, dass es immer einen Markt und ein Bedürfnis für gute Geschichten in Bild und Text geben wird. Ob die nun in Printmagazinen oder Online erscheinen, ist da erstmal zweitrangig. Wichtig ist in erster Linie Qualität.</p>
<p><b>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</b><br />
Na, ob ein Buch wirklich ein Leben verändern kann? Ich bin sehr beeindruckt von den Fotos des Isländers Ragnar Axelsson, dessen bisherige Bildbände zu den Highlights in meinem Bücherregal gehören. Ob „Die Seele des Nordens“ oder „Die letzten Jäger der Arktis“ &#8211; beide erzählen wunderbare Geschichten, eindringlich eingefangen in Schwarz und Weiß. Zudem bin ich ein großer Fan von Andy Spyra, dem jungen deutschen Fotojournalisten. Sein Buch „Exodus“ kann ich auch jedem ans Herz legen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview09.jpg" alt="martin-huelle-interview09" width="1000" height="667" class="alignnone size-full wp-image-2885" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview09.jpg 1000w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview09-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/12/martin-huelle-interview09-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><br />
© Martin Hülle</p>
<p><b>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</b><br />
Welches sind Deine nächsten Ziele?<br />
Die Island Expedition hatte ich schon erwähnt. Sie ist Teil eines größeren Reise- und Fotografieprojekts, das mit meiner Sarek &amp; Padjelanta Tour ihren Anfang nahm und welches noch etwa 1,5 Jahre andauern wird. In der Zeit sollen mich diverse Wander- und Skitouren zu allen Jahreszeiten in verschiedene nordische Länder  und Regionen führen, an deren Ende ich damit eine ganz persönliche Liebeserklärung an diese Landschaften zum Ausdruck bringen möchte, die mir in meinem Leben so viel bedeuten. Und: Es wird Anfang 2014 ein „Making-of“ Reisefotografie-Ratgeber zu diesem Projekt erscheinen.</p>
<p><b>Hier noch 6 ganz kurze Fragen:</b><br />
<b>Bauch oder Kopf?</b><br />
Bauch.<br />
<b>Handwerker oder Künstler?</b><br />
Träumer.<br />
<b>Schach oder Poker?</b><br />
Weder noch. Dann eher „Mensch ärgere Dich nicht“.<br />
<b>Wald oder Berg?</b><br />
Der Wald ist Heimat. Der Berg Sehnsucht.<br />
<b>Schnee oder Eis?</b><br />
Im Schnee fällt man weicher.<br />
<b>Festbrennweite oder Zoom?</b><br />
Beides.</p>
<p><b>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all Deinen zukünftigen Projekten.</b></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pixeldreamer im Interview</title>
		<link>https://digitalefotoschule.de/2288/pixeldreamer-im-interview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 09:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografen Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[hdr]]></category>
		<category><![CDATA[photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[pixeldreamer]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im heutigen Interview haben wir Pixeldreamer, der schon seit 2007 sein eigenes Fotoblog betreibt, in dem er immer offen und ehrlich seine vor und nach der Dunkelkammer Fotos präsentiert. Hi Klaus, vielen bist Du wahrscheinlich&#8230; <a class="excerpt-more-link" href="https://digitalefotoschule.de/2288/pixeldreamer-im-interview/">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im heutigen Interview haben wir <a href="http://www.pixeldreamer.de" target="_blank">Pixeldreamer</a>, der schon seit 2007 sein eigenes Fotoblog betreibt, in dem er immer offen und ehrlich seine vor und nach der Dunkelkammer Fotos präsentiert. </p>
<p><strong>Hi Klaus, vielen bist Du wahrscheinlich besser als Pixeldreamer bekannt. Erzähl uns doch bitte in einem kurzen (Ab-)Satz etwas über Dich und Dein Leben mit der Fotografie.</strong><br />
<span id="more-2288"></span><br />
Die Fotografie begleitet mich seit über 4 Jahrzehnten. Ich habe damals schon gleich mit einer Spiegelreflexkamera begonnen, eine Minolta SRT 101. Alles manuell einstellen, herrlich, ich erinnere mich gerne daran. Bis Mitte der 90 Jahre haben sich Tausende von Dias angesammelt. Ich kann es nicht erklären, irgendwann habe ich gar nicht mehr fotografiert. Die langweiligen Diaabende an denen man permanent mit dem Schlaf gekämpft hat haben diesen Prozess vielleicht beschleunigt.</p>
<p>Mit Begin des digitalen Zeitalters habe ich wieder angefangen zu fotografieren, anfänglich mit einer Canon IXUS. Ich fand es klasse das Ergebnis gleich am Monitor zu Hause betrachten zu können. Der ernsthafte Einstieg in die digitale Fotografie war einem andern Umstand geschuldet , dazu später mehr. Fotografie ist für mich ein reines Hobby, eine von  vielen Möglichkeiten der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen.</p>
<p><strong>Du betreibst Dein Blog seit 2007, also ca. dem Zeitpunkt zu dem Du Dir eine DSLR zugelegt hast. Hat Dir Dein Blog beim Meistern der Kamera geholfen? Oder wie sonst hat Bloggen Dein Leben beeinflusst?<br />
</strong><br />
Nein, der Blog war mir keine Hilfe mit der Kamera umzugehen. Die Basics der Fotografie und ihre physikalischen Gesetze waren mir schon lange zuvor bekannt. Die Motivation einen eigenen Photoblog zu betreiben hatte einen anderen Ursprung, versprochen, ich komme gleich darauf zu sprechen. Ich würde mich nicht als Blogger in eigentlichem Sinne sehen, dafür schreibe ich zu wenig. Die Zeit lässt das neben all den Verpflichtungen einfach nicht zu. Ich bemühe mich pro Woche ein Bild zu veröffentlichen, mehr ist oftmals einfach nicht drin.</p>
<p>Es gibt eine Handvoll Bloggs und Communities die ich in regel- bzw. unregelmäßigen Abständen besuche um meinen Horizont zu erweitern und Ideen für eigene Bilder zu sammeln. Zum Beispiel 500px.com, Stilpirat.de, foto-radar.de, krolop-gerst.com um nur einige zu nennen. Meist bin ich dort jedoch passiv, sprich ich lese nur.</p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc-1024x681.jpg" alt="" title="20110314164759_nyc" width="528" height="351" class="alignleft size-large wp-image-2292" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc-1024x681.jpg 1024w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc-660x439.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc-300x199.jpg 300w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20110314164759_nyc.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 528px) 100vw, 528px" /></a></p>
<p><strong>Die ersten Posts Deines Blogs sind extreme HDR Bilder, Du bist über die Jahre dezenter geworden, aber Deine Bilder immer ausdrucksstärker. Wie hast Du Deine Fotografie und Postproduction &#8222;verbessert&#8220;? Workshops, Lesen oder einfach nur viele Bilder machen und ausprobieren?</strong></p>
<p>HDR, das ist das Zauberwort mit dem 2007 alles begann. Ich glaube ich bin damals durch Zufall auf Spiegel.de über eine Bildserie gestoßen. Ich saß mit offenem Mund da und habe mir gedacht, das will ich auch mal versuchen. Eine digitale Kompaktknipse ist damit überfordert, deshalb fiel die Entscheidung pro DSLR nicht schwer. Meine fotografischen Wurzeln haben die Entscheidung vereinfacht da Blende, Verschlusszeit oder ISO alles keine Fremdwörter waren. Sprich die Umstellung auf digitale Technik war überhaupt nicht zeitaufwändig.</p>
<p>Du hast das gut erkannt mit meinen ersten Postings. Anfangs war das wirklich sehr extrem, reflektierend würde ich sagen zu extrem. Manchmal war ich schon versucht die Bilder zu löschen, aber nur so kann man auch eine fotografische Entwicklung verfolgen. Wie so oft im Leben, alles Extreme verliert sich mit der Zeit und man erdet sich wieder, so war das auch bei mir, und das ist gut so. Es gibt auch heute noch Situationen wo durch HDR ein Bild gewinnen kann, aber nur wenn man die Technik dezent und sinnvoll einsetzt. Der Devise folgend, im Tonemapping Dialog alle Regler an den Anschlag, kann ich heute absolut nichts mehr abgewinnen. Ich greife heute lieber zur Bildmontage von unterschiedlich belichteten RAW&#8217;s mit Hilfe von Ebenenmasken in Photoshop.</p>
<p>Ich habe nie einen Workshop besucht oder ein Buch gelesen, zumindest nicht vollständig. Ein einziges Buch von Steve Caplin &#8211; Fotomontagen mit Photoshop &#8211; habe ich mir gekauft, aber nur teilweise gelesen. Ich halte es da eher mit Learning by doing. Anfangs habe ich im Netz Tutorials angeschaut, auch über das Forum von Calvin Hollywood, creative-nonstop.com, habe ich mich mit verschiedenen Techniken auseinandergesetzt. Irgendwann erreicht man jedoch ein Stufe wo man selbst ausprobiert weil man die Hintergründe und Zusammenhänge besser versteht.</p>
<p>Eine gute Beobachtungsgabe als auch die Fähigkeit ein Bild zu analysieren ist meines Erachtens eine der wichtigsten Voraussetzungen um sich fotografisch weiterzuentwickeln. Ich denke das kennt jeder, es gibt Bilder die einem besonders ansprechen oder die man länger als eine Sekunde betrachtet. Hier versuche ich herauszufinden was mich besonders angesprochen hat. Lichtsituation, Bildaufbau, Farbgebung, Bildaussage oder welche Stimmung es bei mir ausgelöst hat. Wenn man das herausfinden und formulieren kann ist der Schritt es auf die eigene Fotografie zu projizieren nicht mehr weit. Trotz digitalem Zeitalter versuche ich mir vor dem drücken des Auslösers Gedanken zu machen was ich auf den Sensor bannen möchte. Für mich ist das eine der Grundbedingungen denn ein wirklich gutes Bild entsteht häufig zuvor im Kopf. Gutes Equipment unterstützt, aber es macht nicht automatisch ein gutes Bild. Mein Standardspruch: Der wichtigste Teil des Fotoapparates sitzt zwischen beiden Ohren.       </p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach.jpg"><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach.jpg" alt="" title="20100501162312_miami_beach" width="600" class="alignleft size-full wp-image-2296" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach.jpg 891w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach-660x435.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100501162312_miami_beach-300x197.jpg 300w" sizes="(max-width: 891px) 100vw, 891px" /></a></p>
<p><strong>Wie sieht Dein kreativer Workflow aus? Wie ist das Verhältnis von der Aufnahme zur digitalen Dunkelkammer? Was für Programme/Plugins verwendest Du so?<br />
</strong><br />
Jedes Bild durchläuft Lightroom (LR). Ich nutze es seit der 1. Version. Hierüber verwalte ich meine Bilder. Da ich nur in RAW fotografiere läuft die RAW Entwicklung ebenfalls über LR. Ich mag das Spiel mit virtuellen Kopien und Presets in LR. Das ein oder andere Bild entwickle ich nur in LR, das meiste jedoch wandert in meine digitale Dunkelkammer Photoshop. Insbesondere aufwändigere Composings lassen sich nur hier rüber vernünftig realisieren. Das Verhältnis Aufnahme / Entwicklung ist von mehreren Faktoren abhängig. Nur LR, dann geht das meist innerhalb von 5 &#8211; 10 Minuten. Bei Composings liegt das Verhältnis eindeutig auf Seite von Photoshop. </p>
<p>Weitere Plugins nutze ich nicht. In HDR Zeiten habe ich Photomatix benutzt, doch das verstaubt auf meiner Festplatte, habe ich glaube ich vor drei Jahren das letzte Mal benutzt. Wenn man sich in Photoshop etwas besser auskennt benötigt man eigentlich keine Plugins. Die Möglichkeiten durch verschiedene Techniken sind sehr vielfältig.  Der einzige Vorteil den ich bei Plugins sehe, Anfänger kommen schneller ans Ziel. </p>
<p><strong>Wenn Du einem Anfänger einen Tipp geben kannst, der seine Fotos sofort verbessern würde, welcher ist das?<br />
</strong><br />
Fotografisch: lerne Bilder zu analysieren.<br />
Postprocessing: Befasse Dich mit Gradationskurven in LR und Photoshop, ein mächtiges Werkzeug. Eine kleine S-Kurve und schon kann man den Kontrast eines Bildes merklich aufbessern. Als zweites würde ich unter LR den Korrekturpinsel/Verlauf  und unter Photoshop Dogde/Burn (malen mit Schwarz oder Weiss auf einer neutralen Grauebene im Ebenenmodus Ineinanderkopiern oder weiches Licht) als Schlüsseltechnik für mich bezeichnen. Dadurch kann ich punktuell Kontraste anpassen. Ich glaube kein einziges meiner Bilder kommt ohne dieser Techniken aus.</p>
<p><strong>Dich packt öfters das Reise Fieber: Rom, Toskana, Amerika. Wo hast Du die schönsten Motive gefunden? Planst Du Deine Reisen für Fotomotive? Welche Ziele stehen noch auf Deiner Liste?<br />
</strong><br />
Schönste Motive, das kann ich so nicht beantworten. Alle Reisezeile hatten ihren Reiz da ich mich im Vorfeld damit auseinandergesetzt habe. Ich lasse mich gern von Fotos im Netz inspirieren, oder manchmal gehe ich auch in eine Buchhandlung und blättere Bildbände durch. Ziele, da stehen noch eine Menge auf meinem Wunschzettel, bin mir aber nicht sicher ob sich auch alles realisieren lässt. Architektur: Dubai, Stockholm (U-Bahn). Städte: Vancouver, Wien, San Francisco und immer wieder NYC. Landschaft: Dolomiten, Bretagne, Cornwall, Skandinavien, Island, Namibia und etwas weiter weg Patagonien und Neuseeland. </p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2.jpg"><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2.jpg" alt="" title="20100314111644_malcesine2" width="600" class="alignleft size-medium wp-image-2293" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2.jpg 900w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2-660x441.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/20100314111644_malcesine2-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></p>
<p><strong>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie siehst Du Zukunft für Fotografen? Und was kann ein einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden? Dein Blog hat zu dem Zeitpunkt des Interview 1291036 Besucher, mehr Menschen als die gesamten Einwohner von Köln haben Deine Fotos gesehen.<br />
</strong><br />
Ich glaube ich muss den Besucherzähler bei Gelegenheit mal entfernen. Der meiste Traffic wird durch unerwünschte Spider und Robots erzeugt die sich nicht an Einträge einer robots.txt halten und selbst IP-Sperren einer htaccess gezielt umgehen.</p>
<p>Zum Glück muss ich mich nicht zu tiefgehend mit dieser Frage beschäftigen, ich lebe nicht von meinen Bildern. In Zeiten in denen sich jeder der einen Auslöser durchdrücken kann als Fotograf bezeichnen darf (ist meines Wissens kein geschützter Begriff) ist das schwierig. Das ist die Kehrseite der digitalen Revolution. Tagtäglich wird das Netz durch Massen von digitalem Material geflutet, nicht immer sehenswert.</p>
<p>Ich bewundere Fotografen die sich durchgekämpft haben gleichzeitig aber auf dem Teppich geblieben sind. Von der Sorte gibt es zum Glück einige. Bis man in der Szene einen Namen hat benötigt man vieles auf einmal. Extrovertiertheit, Mut, Kompetenz, Ausdauer und sehr sehr sehr viel Glück. Ich möchte nicht wissen wie viel Zeit durch Selbstvermarktung und Aktivitäten in Social Networks drauf geht die man gern sinnvoller für die persönliche Weiterentwicklung einsetzten würde. Ich bin aber überzeugt, zum Schluss setzt sich Qualität auf hohem Niveau gegen die Masse durch. Man sollte einen eigenen Stil entwickeln und notfalls auch gegen den Strom schwimmen. Zudem immer offen sein für Neues und nicht zu sehr auf eine Richtung fokussiert sein. Überrasche deine Betrachter. Leicht dahergesagt ich weiß. Aber man kann noch so professionell etwas fotografieren, auf Seite 50 nach Bild 1245 langweilt es dann doch., wenn es immer wieder das gleiche ist.</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.<br />
</strong><br />
Weder ein Roman oder Sachbuch, die Bibel. Ganz ernst gemeint. </p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?<br />
</strong><br />
Wie wir auf Deinen Blog aufmerksam geworden sind? Im Kreis der bisher interviewten Fotografen komme ich mir sichtlich deplaziert vor. Und die Antwort darauf müsst Ihr mir geben. 😉</p>
<p>[Wie genau, dass ist zulange her. Ich glaube die Fotos die hier in dem Artikel gefeatured sind sprechen eine andere Sprache und das viele Leser von Dir lernen können 🙂 ]</p>
<p>Trotzdem Danke, hat mir Spaß gemacht Eure Fragen zu beantworten.</p>
<p>Alles Gute für Euch .. und ab sofort hat der Pixeldreamer ein neues Lesezeichen in seinem Browser.</p>
<p><strong>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all deinen zukünftigen Projekten.</strong></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Henning Heide im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 09:57:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografen Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Henning Heide]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute haben wir Henning Heide im Interview, der von Banrap repräsentiert wird. Der junge Fotograf aus Hamburg ist gerade aus Äthiopien zurück gekommen und hat uns für dieses Interview sogar ein bisher noch nicht veröffentliches&#8230; <a class="excerpt-more-link" href="https://digitalefotoschule.de/2268/henning-heide-im-interview/">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben wir <a href="http://www.henningheide.com/" target="_blank">Henning Heide</a> im Interview, der von <a href="http://www.banrap.com/" target="_blank">Banrap</a> repräsentiert wird. Der junge Fotograf aus Hamburg ist gerade aus Äthiopien zurück gekommen und hat uns für dieses Interview sogar ein bisher noch nicht veröffentliches Foto zur Verfügung gestellt. Das Aufmacher Foto zu diesem Artikel ist in Äthiopien in Shashamane entstanden, dem heiligen Land der Rastafaris. Lest mehr über Henning&#8217;s Gedanken rund um die Fotografie, Reisen und das Leben im folgenden Interview. </p>
<p><strong>Hallo Henning, dann fangen wir das Interview mal mit der allumfassenden Frage an:<br />
Wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die Dich nicht kennen!</strong></p>
<p>Hallo, mein Name ist Henning Heide, Fotograf aus Hamburg mit dem Schwerpunkt People, Portrait und Landschaft. Ich bin 32 Jahre alt und fotografier nun mein halbes Leben. Fotografie ist die wichtigste Konstante in meinem bisherigen Leben gewesen und auch das weitere ist ohne Bilder machen und anschauen nicht vorstellbar.</p>
<p><strong>Du bist ja gerade aus Äthiopien zurück, ist das Land eine Reise wert? Die meisten Europäer kennen das Land ja wahrscheinlich nur von Schreckensmeldungen aus den Nachrichten. Ich bin mir aber sicher, es gibt dort noch viel mehr, und vorallem auch Gutes.</strong><br />
<span id="more-2268"></span><br />
Es gibt für mich kein Land auf dem Planeten, das nicht eine Reise wert ist. Ich würde auch gerne mal nach Nord Korea, Grönland oder Afghanistan. Jedes Land bietet einem Fotografen neue Eindrücke und Motive und einem Menschen neue Erfahrungen. Ich bin hungrig nach anderen Ländern und werd mein Leben lang reisen. Äthiopien ist ein unfassbares Land mit vielen tiefen Eindrücken, toller Landschaft und wunderbaren Menschen. Dort gibt es nahezu keinerlei Tourismus, die sehr wenigen Weißen die man dort sieht, sind meistens von der UN oder Ärzte ohne Grenzen. Logischerweise nix Internet, Telefonnetz hatte ich auch nicht, Bankkarte ging nicht und kaum einer spricht englisch. Meine Einstellung, dass zum Reisen nur eine Bankkarte, Wechselunterhose, Kamera und Reisepass  benötigt wird, wurde ziemlich korrigiert, haha. Neben den fotografischen Erlebnissen zeigt so eine reise aber auch immer wieder wie banal egal die meisten unserer Probleme sind. Dort wird Trinkwasser, Strom und Bildung benötigt, alles ganz dringend und in genau der Reihenfolge. Die Verbesserung der Trinkwasserversorgung war ja auch Auslöser der Reise, ich bin in Äthiopien für Viva con Agua und die Welthungerhilfe gewesen.</p>
<p><strong>Auf Deiner Webseite findet sich ja neben Deinem Blog mit coolen Webfundstücken und News zu Dir, auch ein beachtliches Portfolio. Egal ob aufnahmen von Menschen in Hamburger Trachten, über schwer arbeitende Asiaten, bis hin zu Portraits von Reinhold Messner. Das führt mich zu den nächsten beiden Fragen:</p>
<p>Wie schaffst Du es das Eis zu brechen und die Modelle über den den ganzen Globus verteilt für Dich einzunehmen? Reiner Charme, oder hast Du Dir dafür ein paar goldene Tricks angeeignet?</strong></p>
<p>Hmm, nöö. Ich versuch nur immer sehr gut vorbereitet zu sein mit meinen Assistenten, so dass der Vorgang des Knipsens dann möglichst wenig chaotisch wird. Und ich bin fest davon überzeugt, dass man bessere Bilder macht, wenn sich alle im Team wohl fühlen. Ist ja eigentlich auch nicht so schwierig: Ich mache als Beruf ja genau das, was ich am meisten liebe, da vermittelt man wahrscheinlich automatische eine gewisse Zufriedenheit. Die Grundregeln sollte man immer beachten und auch dann höflich und respektvoll sein, wenn es kein Prominenter ist, sondern ein südostasiatischer Feldarbeiter. Oder eben gerade dann. Mir gefällt es außerdem nett zu anderen zu sein, insofern ist es kein Kalkül oder socialisen, sondern passiert halt so.</p>
<div class="caption alignleft"><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/Henning_Heide_capri.jpg" alt="" title="Henning_Heide_capri" width="600" class="alignleft size-medium wp-image-2275" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/Henning_Heide_capri.jpg 900w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/Henning_Heide_capri-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/Henning_Heide_capri-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<p>© Henning Heide &#8211; Capri</p>
</div>
<p><strong><br />
Welches Land hat Dir den größten Kulturschock verpasst?</strong><br />
Deutschland, jeden Tag wieder, hahahaha. </p>
<p><strong>Wie ist das (Zeit-)Verhältnis: Auftragsarbeit vs. private Fotografie?</strong><br />
Kann ich nicht trennen. Für mich ist eher das Zeitverhältnis Fotografie vs. Schreibtischarbeit relevant, weil einfach &#8217;ne Menge Vor- und Nachbereitung, Postproduktion und Akquise anfällt. Ansonsten ist das ein fließender Übergang, diverse Projekte sind ohne direkten Auftraggeber und entstehen aus reinem Eigeninteresse und aus Liebe zur Fotografie, haben aber den positiven Nebeneffekt, dass sie als Werbung von mir genutzt werden und andere Aufträge an Land ziehen. Genauso mach ich manchmal auch Bilder, weil ich genau diesen Effekt erzielen will. Private Fotografie gibt’s bei mir kaum.</p>
<p><strong>Was war der Moment, bei dem es für Dich &#8222;Klick&#8220; gemacht hat, und Du wusstest: Fotografie ist das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdienen möchte!  </strong><br />
Ganz am Anfang schon. Ich hab mit 15 angefangen beim skaten mit ner Kompaktanalogknipse zu fotografieren, daraus mein erster Buch mit Collagen gebastelt, und dann irgendwann eine Nikon F90 von meinem Dad geliehen. Ab da hab ich alles fotografiert und irgendwann stand auch fest, dass ich das mal als Beruf machen möchte. Das war aber noch ein relativ weiter Weg mit &#8217;ner Menge Irrtümern&#8230;<br />
Der größte Irrtum war sicherlich zu denken, dass alles von alleine funktioniert oder ich auf die passenden Gelegenheiten warten müsse. Man wird nie 100%ige Bilder machen, wenn man nicht unzählige male 60% oder 80%ige Bilder gemacht . Das hat lange gedauert, bis ich endlich anfing nicht nur Ausreden zu suchen, sondern einfach mal zu machen. In meiner ganzen Assistenzzeit habe ich mit vielen sehr guten Leuten gearbeitet und davon habe ich mich zu lange bremsen lassen, weil ich plötzlich nicht mehr mit Tageslicht im Park um die Ecke einen Test fotografieren wollte, wenn man auch schon gelernt hat, wie man einen ICE ausleuchtet.<br />
Irgendwann kam dann Paul (Ripke) und hat mir in den Arsch getreten. Danke nochmal, hahaha.</p>
<p><strong>Die digitale Fotoschule richtet sich an Fotografen, die bessere Bilder machen wollen. Hast Du einen Tipp, außer &#8222;mehr fotografieren&#8220;?</strong><br />
Ja. Natürlich ist es super und enorm hilfreich sehr viel zu fotografieren, daran scheitert es ja leider bei vielen. Mindestens genauso wichtig ist es aber sich Menschen im Umfeld zu suchen, die Bilder bewerten können. Für mich ist es sehr wichtig einen Kreis von ungefähr acht Leuten zu haben, die mir schonungslos und ehrlich die Meinung zu meinen Bildern sagen. Das sollten im Idealfall natürlich Personen sein, die sich mit Fotografie, Kunst oder Werbung beschäftigen oder aus anderen Gründen ein gutes Auge haben. Und dann muss man selber die Fähigkeit entwickeln, sich daraus wichtige Lehren zu ziehen und sich zu verbessern.</p>
<p><strong>Viele Fotografen haben in der ganzen Debatte rund um Verwertung von eigenen Bildern Ihre eigene Position und reagieren ganz unterschiedlich. Egal ob die Angst das jetzt jeder eine Kamera hat und Fotos macht, oder das jemand die Bilder im Internet stiehlt. Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie sieht Du die Zukunft für Fotografen?</strong><br />
Eigentlich ganz entspannt. Solange die Bilder nicht kommerziell genutzt werden- und genau dann wäre es ja eh im Bereich des Anwalts- kann man das auch als Kompliment auffassen. Das Bild scheint ja jemandem zu gefallen, sonst wäre es nicht auf 114 tumblr-Blogs. Ich würde mir wünschen, dass erstmal der ideelle Wert von Fotografie wieder steigt und es immer überall Verlinkung und Fotografenhinweise gibt. Das ist unabdingbare Pflicht und dahin sollte es sich im Netz und in Magazinen wieder entwickeln. Während früher Bands oder Labels für Plattencover und Magazine Fotografen bezahlt haben, hat sich heute ein großer Teil davon ins Internet und auf blogs verlagert, dadurch hat die Qualität und die Bezahlung gelitten. Wie Musik wird auch Fotografie als kostenloses Gut angesehen und ebenso wie bei Musik denke ich das beständiges Quengeln darüber nicht hilft. Das Internet hat Fotografen enorme neue Möglichkeiten geschaffen, unsere Welt völlig verändert und jeden Tag nutze ich diese Vorteile für meinen Beruf.</p>
<p><strong>Was macht Deinen Workflow aus? Fotos planen? Oder aus dem Bauch? Post Production selbst machen oder outsourcen? Gibt es einen Weg den Du immer wieder von der Idee zum fertig Bild gehst?</strong><br />
Die meisten in Deutschland entstehenden Bilder sind sehr durchgeplant, selbst wenn es freie Projekte sind. Ich versuche Unsicherheitsfaktoren auszuschließen, zusätzliche Kosten zu minimieren, meinem Team ein gutes Gefühl zu geben und fotografisch so zu arbeiten, dass meine Bildbearbeiter später nicht unscharfe, verwackelte Fotos retten müssen. Bei Jobs bleibt mir ja eh nicht anderes übrig, ich muss ja mit Art Directoren und Redakteuren die Bilder abstimmen und schon vor dem Schaffensprozess gute Konzepte vorlegen. Ich mag das aber auch sehr gerne, in den meisten Fällen sind das ja auch Leute, die sich mit ihrem Job gut auskennen und so ist es für das Ergebnis absolut förderlich und hilft mir weiter. Im Ausland fotografiere ich logischerweise bei einigen Dingen ohne Kunden vor Ort deutlich situativer, aber da fließt dann immer &#8217;ne Menge von der geplanten Vergangenheit mit rein. Ich versuch immer fokussiert und konzentriert zu arbeiten, das erspart &#8217;ne Menge Ärger und Generve bzw ermöglicht gute Bilder.<br />
Meine Postproduction mach ich fast nie selber. Es gibt Leute, deren Beruf das ist, und genau das sieht man dann auch. Meine Bildbearbeiter von POP. haben außerdem neben der Fähigkeit, gute Bilder deutlich besser zu machen, auch ein gutes Auge (bzw. vier&#8230;) und somit immer gute Ideen zur Zusammenstellung von Serien, dem Look und der Verwendung. Wie oben erwähnt ist der Vorgang des Fotografierens zeitlich eher der geringste Teil und es fällt immer &#8217;ne Menge anderes Zeug an. Bei all dem hilft mir meine Repräsentanz Banrap aus Köln aber glücklicherweise, das freut mich sehr.</p>
<p><strong>Was ist Dein Plan/Traum für die nächsten 6-12 Monaten?</strong><br />
Schöne Bilder machen und damit Geld verdienen. Tolle Jobs für gute Kunden machen, interessante Menschen und tolle Landschaft fotografieren. Bei all dem möchte ich auch weiterhin nette Menschen kennenlernen, in der Welt rumkommen und glücklich sein mit dem Beruf den ich habe. Ich werd auch weiterhin eine Menge freie Projekte fotografieren, gerne mindestens eine weitere Ausstellung in diesem Jahr machen und Ende 2012 hoffentlich das Buch über eins der Fotoprojekte veröffentlichen.</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</strong><br />
„Der Mönch der seinen Ferrari verkaufte“ von Robin Sharma. Großartig.</p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong><br />
Frage: Lieblingsfußballverein? Antwort: FC St. Pauli</p>
<p><strong>Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit allen zukünftigen Projekten.</strong></p>
<p>Easy! Viel Erfolg mit Eurem blog.</p>
<p>Wenn Ihr hier angekommen seid, und immer noch nicht die <a href="http://www.henningheide.com/" target="_blank">offizielle Seite von Henning Heide</a> besucht habt&#8230; macht das jetzt, und wenn Ihr schon dabei seid, schaut Euch auch <a href="http://www.banrap.com/" target="_blank">Banrap</a> an, die haben ein paar klasse Fotografen im Programm, dass sich ein Besuch immer lohnt.</p>
<p>The post <a href="https://digitalefotoschule.de/2268/henning-heide-im-interview/">Henning Heide im Interview</a> appeared first on <a href="https://digitalefotoschule.de">digitale fotoschule</a>.</p>
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