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	<title>berlin Archives - digitale fotoschule</title>
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	<description>vom Schnappschuss zur Ausstellung</description>
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	<title>berlin Archives - digitale fotoschule</title>
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		<title>Vom Lette zum Studio 67 &#8211; KIKE Photography im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Nov 2012 10:29:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografen Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[kike]]></category>
		<category><![CDATA[lette verein]]></category>
		<category><![CDATA[portrait]]></category>
		<category><![CDATA[sportfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute haben wir KIKE Photography im Gespräch. Der Berliner Fotograf hat seinen Hauptsitz im Studio 67, welches auch für Außenstehende als Mietstudio zur Verfügung steht. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in einer freshen und klaren&#8230; <a class="excerpt-more-link" href="https://digitalefotoschule.de/2760/vom-lette-zum-studio-67-kike-photography-im-interview/">Read More</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben wir <a href="http://www.kikephotography.com/" target="_blank">KIKE Photography</a> im Gespräch. Der Berliner Fotograf hat seinen Hauptsitz im <a href="http://www.studio-67.com/" target="_blank">Studio 67</a>, welches auch für Außenstehende als Mietstudio zur Verfügung steht. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in einer freshen und klaren Menschenfotografie, seine Ausbildung hat er beim Lette Verein durchlaufen und die Fotografie ist für Ihn eine Berufung. Einen kleinen Einblick in seinen fotografischen Alltag findet Ihr <a href="http://blog.kikephotography.com/" target="_blank">in seinem Blog</a> und auf seiner <a href="http://www.facebook.com/pages/KIKE/133101982431" target="_blank">facebook Seite</a>. Repräsentiert wird es vom <a href="http://www.visualarthouse.de/" target="_blank">VISUAL ART HOUSE</a>. Viel Spaß mit dem Interview.<br />
<span id="more-2760"></span><br />
<strong>Hallo KIKE, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die Dich nicht kennen!</strong></p>
<p>Hallihallo, Kike mein Name. Fotograf mein(e) Berunf(ung).</p>
<p>Angefangen habe ich mit Musikerportraits. Etwas, was sich irgendwie verselbständigt hat. Mittlerweile bin ich da breiter aufgestellt und hoffe auf dem besten Weg zu sein ein Bein in die Werbefotografie zu bekommen.</p>
<p><strong>Wann hat es bei Dir klick gemacht und Du wusstest: Fotografie ist das, womit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten will? Welche Steine musstest Du auf Deinem Weg beiseite räumen?</strong></p>
<p>Damit habe ich mich sehr schwer getan. Meine Eltern haben beide sehr solide Berufe und irgendwie dachte ich auch so einen weg einschlagen zu müssen. Ein Druck, den ich mir aber irgendwie selber auferlegt hatte. Nach Abi und Zivildienst bin ich fast in Spanien gelandet um ein bilaterales Studium anzufangen. Bei den Bewerbungsgesprächen habe ich aber wohl irgendwie zu sehr raushängen lassen, wie toll ich doch gerade an Filmprojekten arbeite und was für ein kreativer Mensch ich doch bin… so hagelte es Absagen. Lidl hatte mir dann eine Ausbildung dort angeboten. Im 1 Jahr Geschäftsleiter mit eigenem Audi A6 …. Geld und Autos… das lockte schon.. aber irgendwie wurde mir dabei klar, dass das wohl doch nicht das ist, was ich machen will. Total niedergeschlagen habe ich meinen Eltern gebeichtet, dass ich wohl nicht der Typ für ein Studium bin. Die waren aber wider erwarten total cool. &#8222;Wir haben eh nicht verstanden warum du das machen willst.&#8220; </p>
<p>Das Thema war also gegessen. Aber was sollte ich nur machen? Keine Ahnung. So habe ich erstmal ein Praktikum als Grafiker, Editor etc. gemacht. Film … Regie… das wurde mein Ziel. Darauf habe ich dann hingearbeitet nur um nach 1 Jahr Vorbereitung festzustellen, dass man mit 20 noch zu Jung ist um Regie zu studieren! Warum erzähle ich das alles… nja. Weil jetzt der Punkt kommt. Ich habe keine Ahnung mehr wann, wie oder warum ich mich beim Lette-Verein für Fotografie beworben habe.. haha.. Habe ich aber anscheinend. Und dann hatte ich auch noch das Glück dort angenommen zu werden, denn parallel zu den Absagen der Filmhochschulen kam eine Einladung zum Test vom Verein.</p>
<p>Dass klappte nicht gleich auf Anhieb. Ich bin da in einer Warteliste gewesen. Aber anscheinend gab es genug Leute, die dann doch nicht wollten, oder wo anders lernen wollten, so dass ich im selben Jahr doch noch Anfangen durfte. Fotografie also… so kam das. Und nu bin ich dabei und sehr glücklich, dass alles so gelaufen ist.</p>
<p><strong>Du hast den klassischen Weg in die Fotografie gewählt und eine Ausbildung durch den Lette Verein gemacht. Würdest Du diesen Weg wieder gehen?</strong></p>
<p>Aus heutiger Sicht bestimmt nicht mehr. 3 Jahre sind schon eine lange Zeit. Und leider hat sich beim Verein einiges getan. Viele Dozenten haben gewechselt und mit der Grundausrichtung war ich am Ende schon nicht mehr Zufrieden. Lette war mal dafür bekannt, technisch sehr saubere Fotografen auszubilden. Der Aspekt ist da irgendwie zu Gunsten der &#8222;Kunst&#8220; immer geringer geworden.</p>
<p>Was ich aber zugeben muss ist, dass das erste Jahr, in dem wir ausschließlich analog und schwarz/weiß fotografiert haben mir sehr viel gebracht hat. Auch selber zu entwickeln und zu vergrößern. Man lernt doch noch mal anders, bzw. bewusster zu fotografieren. Warum in Photoshop retten, wenn man es auch gleich so fotografieren kann. In der Dunkelkammer war das ausbessern dann nämlich nicht mehr so einfach 😉</p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_01.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_01.jpg" alt="" title="mike_fmx_01" width="800" height="533" class="alignleft size-full wp-image-2768" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_01.jpg 800w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_01-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_01-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<p>Zu dem hatte ich auch ein sehr sehr cooles Semester erwischt. Das Feedback und die Hilfe aus dem Klassenumfeld war streckenweise für mich wichtiger als, das der Dozenten. Mit den meisten habe ich auch immer noch Kontakt 🙂 Der Teil vom Verein war auf jeden Fall sehr wichtig für mich und die Leute möchte ich auch nicht missen.<br />
Was aber die Ausbildung angeht, habe ich mehr durchs Fotografieren gelernt. Erfahrungen kann man nicht lernen, die muss man machen. Von alleine kommt da nichts, also MUSS man rausgehen und Fotos Fotos Fotos machen. Auch der Umgang mit Kunden. Die Abwicklung von Jobs. Die erste Anfrage, der erste Kostenvoranschlag, Rechnungen, leider auch Mahnungen… in der Theorie alles ganz einfach.</p>
<p>Grundsätzlich würde ich sagen, hätte ich 3 Jahre assistiert und mich auf meine eigenen Sachen konzentriert, wäre ich vermutlich schneller dahin gekommen, wo ich jetzt bin. Fairerweise muss ich aber auch zugeben, dass ich einfach Schiss hatte, so ganz ohne abgeschlossene Ausbildung selbständig zu sein… auch wenn mich noch nie jmd. nach meinem Abschluss gefragt hat. Was zählt ist das Portfolio. Und wäre ich gescheitert hätte mein &#8222;staatlich anerkannter Fotodesigner&#8220; Titel mir vermutlich auf dem freien Markt auch nicht viel gebracht 😉</p>
<p><strong>Bilder Post Processing &#8211; automatisieren, outsourcen oder doch lieber selbst machen?</strong></p>
<p>Automatisieren? </p>
<p>Grundsätzlich mache ich meine Post selber, bzw. in Zusammenarbeit mit Assistenten. Die ersten 2 &#8211; 3 Bilder bzw. die eigenen Favoriten bearbeitet man ja auch noch total gerne. Erst danach beginnt die Arbeit 😉</p>
<p>Also selber machen. Ja. </p>
<p>Das liegt zum einen daran, dass man für sich ja irgendwann eine Gewisse Art der Post rausfindet und aber auch, dass man ja erstmal jmd. finden muss, dem man ruhigen Gewissens seine Bilder anvertraut ohne später durch 27 Korrekturphasen zu müssen. Allerdings ist das ja auch ganz klar eine Budgetfrage. </p>
<p><strong>Bei Deinen freien Projekten steht der Sport immer wieder im Mittelpunkt. Was sind die Herausforderungen für Dich, wenn Du eine neue Sportart fotografierst?</strong></p>
<p>Noch sind meine Bilder im Sportbereich ja eher Portraitlastig. Sprich viel Bewegung ist da noch gar nicht drin. Einer meiner Vorsätze fürs nächste Jahr auf jeden Fall. Dann werden die Herausforderungen bestimmt auch größer. Grundsätzlich ist näher dran meist spannender. Somit muss ich wohl eher drauf achten, nicht überfahren zu werden oder den Ball an dem Kopf zu bekommen 😉</p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_02.jpg"><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_02.jpg" alt="" title="mike_fmx_02" width="800" height="533" class="alignleft size-full wp-image-2770" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_02.jpg 800w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_02-660x440.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/mike_fmx_02-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<p><strong>Bei vielen Fotografen bleibt durch das fotografieren und am Rechner nachbearbeiten die Fitness auf der Strecke. Bist Du selbst an einer Sportart, die Du fotografiert hast, &#8222;kleben&#8220; geblieben, um diese &#8222;Fotografenkrankheit&#8220; zu bekämpfen?</strong></p>
<p>Der Beruf hat mich eher zum Sport gebracht…. allerdings nicht positiv. Ich war nie besonders sportlich und mit der Zeit wurden die Rückenschmerzen immer stärker. Neue Matratze und neuer Bürostuhl haben eine Weile geholfen, aber am Ende musste dann doch der Sport her. 😉 Jetzt gehe ich mehr oder weniger regelmäßig zum Fitness-Schotten. Grundsätzlich hat sich dadurch bei mir aber einiges geändert und ich bin viel mehr daran interessiert verschiedene Sportarten auszuprobieren.</p>
<p><strong>Welchen Tipp kannst Du einem Anfänger geben, der seine Fotos sofort verbessert?</strong></p>
<p>Hehe.. ich glaube den ultimativen Tipp gibt es wohl nicht. </p>
<p>&#8222;Macht Fotos!!!&#8220; mit drei Ausrufezeichen trifft es wohl am ehesten. Nur Theorie bringt einen nicht weiter. Auch einfach mal ausprobieren und auf die Nase fallen.</p>
<p><strong>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie siehst Du die Zukunft für Fotografen? Und was kann ein einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden?<br />
</strong><br />
Die Anzahl der Bilder sagt ja nichts über die Qualität aus. Das Digitale Zeitalter macht den Einstieg in die Fotografie zwar wesentlich einfacher, aber ein gutes Auge muss man schon mitbringen. Viel wichtiger ist aber wohl Fleiss und Konsenquenz. Zum Glück habe ich mich ja in der der Fotografie von Menschen verschrieben. Die ändern sich ständig und sind (noch) nicht einfach am Rechner nachzubauen. Irgendeine Revolution in meinem Berufsfeld werde ich aber vermutlich auch noch erleben. Dann muss man halt schauen, nicht zu spät auf den Zug aufzuspringen und an alten Werten festzuhalten, wie es leider bei dem ein oder anderen großartigen Fotografen passiert ist die sich zu lange dem digitalen verwehrt haben.</p>
<p><strong>Nenne uns bitte ein Buch, welches das Leben unserer Leser verändern wird. Egal ob Roman oder Sachbuch.</strong></p>
<p>Eh.. eine Gute Frage. Das ist vermutlich von Person zu Person zu verschieden. Ich lese gerne Biografien. Sehr spannend, wie wer zu wem geworden ist und was vllt. die Zufälle um Umstände waren, die ihn oder sie dazu gemacht haben.</p>
<p>Erstaunlich Interessant die Helmut Newton Biografie. Ich bin kein Fan seiner Arbeiten, aber sein Leben ist sehr spannend gewesen und der Mann ist erst erstaunlich spät zu dem Mann geworden, als der er heute noch bekannt ist.</p>
<p><a href="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/teaser.jpg"><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/teaser.jpg" alt="" title="teaser" width="800" height="327" class="alignleft size-full wp-image-2771" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/teaser.jpg 800w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/teaser-660x270.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/11/teaser-300x122.jpg 300w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<p><strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong></p>
<p>Macht du auch Stills oder Landschaften?</p>
<p>Nein. Es gibt einfach Leute, die das wesentlich besser können UND wesentlich mehr Geduld haben. Meine Motive sollten schon mit mir reden können. 😉</p>
<p><strong><br />
Hier noch 6 ganz kurze Fragen:</p>
<p>Bauch oder Kopf?</strong><br />
Viel zu oft Kopf. Versuche den Bauch aber mehr ins Spiel zu bringen.</p>
<p><strong>Handwerker oder Künstler?</strong></p>
<p>60% Handwerker / 40% Künstler</p>
<p><strong>Schach oder Poker?</strong></p>
<p>Finde ich beides eher langweilig.</p>
<p><strong>Studio oder Natural Light?</strong></p>
<p>Was am besten für das Motiv ist. Tendenziell aber lieber draußen / on location.</p>
<p><strong>Boxen oder MMA?</strong></p>
<p>Muss ich beides nicht machen 😉</p>
<p><strong>Festbrennweite oder Zoom?</strong></p>
<p>Festbrennweite.</p>
<p>(Vielen Dank an KIKE, dass er seine Bilder zum illustrieren des Artikels zu Verfügung gestellt hat. Alle in 4 in diesem Artikel gezeigten Bilder copyright KIKE)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Robert Maschke im Interview</title>
		<link>https://digitalefotoschule.de/2334/robert-maschke-im-interview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:40:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotografen Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[köln]]></category>
		<category><![CDATA[photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[robert maschke]]></category>
		<category><![CDATA[veritas]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heutiger Gesprächspartner ist Robert Maschke, seines Zeichens Fotograf mit dem Blick für Details und einem Schwarzgurt in Photoshop. Hallo Robert, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für&#8230; <a class="excerpt-more-link" href="https://digitalefotoschule.de/2334/robert-maschke-im-interview/">Read More</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heutiger Gesprächspartner ist <a href="http://www.robertmaschke.de/" target="_blank">Robert Maschke</a>, seines Zeichens Fotograf mit dem Blick für Details und einem Schwarzgurt in Photoshop.</p>
<p><strong>Hallo Robert, wer bist Du? Ein kurzer (Ab-)Satz über Dich und Dein Leben mit der Fotografie, für alle die dich nicht kennen!</strong><br />
Geboren 1979 in Wien, wohnhaft in Köln/Berlin, Berufsfotograf aus Leidenschaft. Mit meinen Bildern versuche ich, Emotionen zu bewegen und übliche Schallmauern zu durchbrechen. Fotografieren ist dabei wohl der Hebel, der mein Lebendigsein auf Go setzt. Ich tauche dabei in eine andere Welt, und erinnere mich. Zum Beispiel an die Musik im Treppenhaus und den Blick unter dem Kopftuch der Frau an der Bushaltestelle von heute morgen. An Bilder, die ich gesehen, Bücher, die ich gelesen, Menschen, die ich getroffen, Situationen, die ich beobachtet und Momente, die ich geliebt habe. All dies ist mein gespeichertes Kapital. Davon lebe ich in meinen Bildern. Oder kurz gefasst: ich fotografiere, weil ich lebe. Und ich lebe, weil ich fotografiere.<br />
<span id="more-2334"></span><br />
<strong>Wann hat es bei Dir klick gemacht und Du wusstest: Fotografie ist das, womit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten will? Welche Steine musstest Du auf Deinem Weg beiseite räumen?</strong><br />
Professionalisiert habe ich die Fotografie spätestens 2008, als erste Bilder von mir in Magazinen veröffentlicht wurden. Danach folgten schnell auch Auftragsarbeiten. Ich hab’ schon eine Menge gänzlich anderer Jobs in meinem Leben gemacht, konnte aber Arbeit und Leben nie so gut verbinden wie in der Fotografie. Man sagt, „manche Menschen leben für die Arbeit, manche arbeiten, um zu leben“, für mich ist beides einfach eine Sache geworden.</p>
<p><strong>Im Text zur Charity Versteigerung des Fotos von Lucy Diakovska steht: &#8222;Fotografie, die etwas bewegt, ist letzten Endes kein Resultat der Technik, sondern eine Gabe des Herzens.&#8220; Was ist für Dich die wichtigste Eigenschaft eines Fotografen, und warum?</strong><br />
Ich denke, die wichtigste Eigenschaft ist es, das Bild, das einem im Kopf vorschwebt, mit Hilfe von Kamera und Nachbearbeitung so weit wie möglich umzusetzen. Allerdings benötigt es auch die Grundvoraussetzung, hinter die Oberfläche in die Tiefe, also symbolisch umschrieben „mit dem Herzen sehen“ zu können. </p>
<div class="caption aligncenter"><img decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/lucy.jpg" alt="" title="lucy" width="600" class="alignleft size-full wp-image-2342" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/lucy.jpg 950w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/lucy-660x439.jpg 660w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/lucy-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 950px) 100vw, 950px" /></p>
<p>© Robert Maschke</p>
</div>
<p><strong><br />
Ist nach dem Erfolg der Versteigerung ein weiteres Projekt für den guten Zweck geplant? Vielleicht sogar eine Serie?</strong><br />
Das wird sicherlich nicht das letzte Projekt gewesen sein. Einige neue Ideen sind bereits geschaffen und aktuell in interner Planungsphase. Spätestens zur nächsten besinnlichen Zeit wird es wieder eine Aktion geben.</p>
<p><strong>Bilder Post Processing &#8211; Automatisieren, outsourcen oder doch lieber selbst machen?</strong><br />
Für mich ist das Post-Processing genau so wichtig wie das Fotografieren im Vorfeld, daher würde ich das in der Regel nicht auslagern. Bei Großprojekten ist das zeitlich jedoch nicht immer realisierbar. Dann erstelle ich eine erste Bearbeitung, und lasse die restlichen Bilder diesem Stil anpassen. Kommt allerdings eher selten vor. Automatisieren steht für mich absolut außer Frage, höchstens um den Rohdaten einen „ersten Schliff“ zu verpassen und dem Kunden eine Tendenz vom Look zu demonstrieren. Am Ende gewinnt jedoch immer die Feinarbeit, das wird keine Stapelverarbeitung jemals ersetzen bzw. vereinfachen können.</p>
<div class="caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/jessica.jpg" alt="" title="jessica" width="532" height="800" class="alignleft size-full wp-image-2346" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/jessica.jpg 532w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/jessica-199x300.jpg 199w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></p>
<p>© Robert Maschke</p>
</div>
<p><strong>Bei vielen Fotografen bleibt durch das fotografieren und am Rechner nachbearbeiten die Fitness auf der Strecke. Wenn man Dich auf Fotos sieht, erweckst Du nicht diesen Anschein. Verrate uns Dein &#8222;Geheimnis&#8220;!</strong><br />
Ich muss lachen 😀 Nun gut, mein Vorteil liegt sicherlich darin, dass ich über 10 Jahren Kraftsport gemacht habe und meine Statur dementsprechend gebaut ist. Jedoch komme ich seit 1-2 Jahren gar nicht mehr wirklich dazu, und das macht sich auch langsam bemerkbar 🙂 Ich habe mittlerweile keine „geregelten Arbeitszeiten“ und auch keinen geregelten Tag/Nacht-Ablauf &#8230; da fällt es auch mir oftmals schwer, sich regelmäßig zum Sport aufzuraffen.</p>
<p><strong>Was hat es mit dem Veritas auf Deinem Arm auf sich? Nimmst Du nur die Wahrheit mit Deiner Kamera auf?</strong><br />
Veritas ist tatsächlich ein wichtiger Teil meiner Fotografie und auch meiner Lebensphilosophie. Abseits der oftmals angepassten Hülle unserer Gesellschaft will ich den wahren Kern sehen, in Bildern, in Menschen, in Situationen … Keine Reproduktionen immer gleich schöner Kopien. ‚Veritas’ in der Fotografie bedeutet für mich, Mut zur Wahrheit und Tiefe zu haben, die oftmals abseits des Mainstreams liegen. Ein gutes Bild hält das Leben in genau jenem Augenblick so<br />
gefühlsecht wie möglich fest, muss aber gleichzeitig auch wieder genau soviel Freiraum geben, dass es zum Kontakt mit dem wahren Leben auffordert. Die Kunst dabei ist es, diesen Kern der Lebendigkeit zu bewahren und nicht zu verfälschen.</p>
<p><strong>Welchen Tipp kannst Du einem Anfänger geben, der seine Fotos sofort verbessert? </strong><br />
Nicht so sehr auf das teure Equipment verlassen, mit wenig geht viel mehr, als man glauben mag &#8230; Kreativität fängt beim Umgang mit den vorhandenen Mitteln an. High-touch ist für mich viel entscheidender als Hightech. Sehr wichtig ist der Biss, eigenen Stil zu entwickeln und am Puls zu bleiben. Im Englischen hört man oft den Spruch “Think outside the box”. Ja, ich gehe sogar noch weiter und würde sagen: „Think like there is no box.“ Letzten Endes existieren in der Fotografie keine zehn Gebote. Höchstens eines: Glaube an dich und bleibe dir selbst treu. Und wie Robert Capa sagte: „Wenn ein Bild nicht gut ist, geh näher ran.“ Für mich gilt das oft schon beim Fotografieren selbst, nicht nur beim Betrachten von Bildern.</p>
<p><strong>Bei ein paar Milliarden Fotos im Netz, wie siehst Du die Zukunft für Fotografen? Und was kann ein einzelner noch machen, um in diesem Meer wahrgenommen zu werden?</strong><br />
Interessantes Thema, über das ich ein eigenes Interview geben könnte. Es wird immer einfacher, „irgendwie schöne Bilder“ zu machen, sei es durch Software oder Apps der Smartphones. Dadurch laufen die wirklich guten Bilder tatsächlich manchmal Gefahr, leichter unterzugehen. Meiner Meinung nach wird sich Qualität aber dennoch letzten Endes immer als langlebigeres Prinzip gegenüber Quantität durchsetzen. Konzentrierte Arbeit und ehrliches Bemühen sind noch immer die Parameter, die über den Erfolg einer jeden Arbeit entscheiden. Wenn du nicht in der breiten Masse untergehen willst, musst du Qualität und auch Individualität zu deinem täglichen Gebet machen. Unabhängig ob es eine Kommerz- oder Kunstform ist, mit der du dich auseinandersetzt. Wer das freie Leben und den Höhenflug eines Adlers leben will, muss sich aus der Rolle des angepassten Herdentiers herauswagen, um nicht als Eintagsfliege zu enden. Bedeutet: Mach’ das, was du dich vielleicht nicht traust, weil es nicht der Norm entsprechen könnte! In einer Schafherde sticht auch immer nur das schwarze Schaf wirklich raus 😉 Trau’ dich, anders zu sein, lass’ dich inspirieren, aber kopiere nicht.  Nacheifern ok, Nachmachen Nogo!</p>
<div class="caption aligncenter">
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/sergej.jpg" alt="" title="sergej" width="532" height="800" class="alignleft size-full wp-image-2347" srcset="https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/sergej.jpg 532w, https://digitalefotoschule.de/wp-content/uploads/2012/05/sergej-199x300.jpg 199w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></p>
<p>© Robert Maschke</p>
</div>
<p><strong>Hier die schnellen 5:<br />
1.Bauch oder Kopf?</strong><br />
Die Kunst ist es, beides in Einklang zu bringen. Gelingt mir nicht immer &#8230; und wenn nicht, dann ziehe ich den Bauch vor. (Passt halt auch mehr rein!) 😀<br />
<strong>2.Handwerker oder Künstler?</strong><br />
Ich kann beides, kommt auf den Job an. Aber im Herzen: Künstler.<br />
<strong>3. Schach oder Poker?</strong><br />
No Risk, No Fun &#8211; lieber Poker! Mit einer Prise Schach! 😀<br />
<strong>4. Festbrennweite oder Zoom?</strong><br />
Festbrennweite &#8211; für gute Bilder muss man sich bewegen! 🙂<br />
<strong>5.Boxen oder MMA?</strong><br />
Boxen, hat einfach mehr Stil.<br />
<strong>Welche Frage hätten wir Dir noch stellen müssen? Und was ist die Antwort?</strong><br />
Keine Frage ohne die berühmte Gegenfrage 😉 Ich vertausche gerne mal die Rollen, und frage Euch: Auf welche Art und Weise (Bilder, Projekte, Erweiterungen etc.) würdet Ihr gerne mehr von meiner Fotografie sehen? Ich mag den Dialog mit anderen Menschen, Anregungen nehme ich immer gerne über <a href="http://www.facebook.com/robertmaschkephotography" target="_blank">meine öffentliche Facebook-Seite</a> entgegen.<br />
<strong><br />
Vielen Dank für Deine Zeit und viel Glück mit all deinen zukünftigen Projekten.</strong><br />
Vielen Dank, hat mir Spaß gemacht!</p>
<p><strong>Findet Robert hier:</strong><br />
offizielle Webseite: <a href="http://www.robertmaschke.de/" target="_blank">robertmaschke.de</a><br />
facebook: <a href="http://www.facebook.com/robertmaschkephotography" target="_blank">Robert Masche Photography</a><br />
Twitter: <a href="https://twitter.com/#!/robertmaschke" target="_blank">@robertmaschke</a></p>
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