Kategorie: digitale Bildbearbeitung

Produktivität Erhöhen – weniger Ablenkungen und bessere Konzentration

Fokus finden - Produktivität erhöhen

Als Fotograf verbringt man ja glücklicherweise viel Zeit mit Menschen, oder zumindest in der Natur, naja außer man ist Food-Designer, dann verbringt man mehr Zeit mit Essen anmalen 😉 Die Zeit mit kreativem Werkeln zu nutzen ist uns Fotografen mit dem Job geschenkt worden: kauf einen nimm zwei.

Wenn es aber ans Post-Processing geht müssen wir ja zwangsläufig den Rechner und das Bildbearbeitungsprogramm starten, die Dunkelkammer unserer Zeit mit Elektrosmog anstatt Chemiegestank. Du kannst Deine Fotos noch so schön fokussieren, wenn es erst einmal an den Rechner geht wird das Motiv oft unscharf, denn was wolltest Du hier eigentlich nochmal vor dem PC machen?

facebook, twitter und instagram mögen sich zwar so anfühlen, als ob Du etwas machen würdest, in den meisten Fällen ist es aber nur die reine Zeitverschwendung. Social Media Management nennt sich das so schön. Wie auch in der Medizin macht hier die Dosis das Gift.

Workflow am PC

Wer kennt das nicht? Während das Programm startet kann man dann ja auch eben mal kurz Twitter besuchen, auf seinen Lieblingsblogs schauen was es Neues gibt, einmal kurz ein paar tumblr Seiten anschauen und zack: 2 Stunden sind weg (Wenn Du Glück hast). Vielleicht auch nur 15 Minuten.

Die Chance ist auf jeden Fall hoch, dass Du anstatt an Deinen Projekten zu arbeiten wenig geschafft hast und trotzdem fertig bist, denn auf den Monitor starren laugt aus, gerade wenn es um Kommentare zu eigenen Werken geht. Digitaler Fastfood mit Nährwert auf unterstem Niveau. Wenn es ganz schlimm wird schmeißen wir unseren Job und nennen uns Social Media Experte, um unsere Verschieberitis Social-Networking-Fähigkeiten an Unternehmen zu verkaufen.

Aber wir sind ja eigentlich Fotografen! Also ein bisschen Ablenkung hier und da ist ja schön und gut, aber wir wollen uns nicht in den Untiefen des Internets verlieren. Was können wir also dagegen machen? Kreative Köpfe lassen sich ja doch recht schnell ablenken.

Wie Ablenkung entsteht

Social Media arbeitet mit den gleichen Motiven wie die Glücksspielindustrie – sie wollen Dich abhängig machen und zu einer Gewohnheit werden. Wenn es erstmal einge Gewohnheit ist, kann es nur schwer abgelegt werden. Hierzu kommt noch die sogenannte Ego-Depletion, schön von Roy Baumeister erklärt. Je mehr Du an einem Tag schon gemacht hast, umso schwerer ist es Dich noch weiter zu konzentrieren. (Glucose könnte hier unter Umständen abhilfe schaffen) Wenn Du Barry Schwartz liest, bringt dieser das Paradox der Entscheidung ins Spiel, denn je mehr Auswahl Du hast, umso komplizierter wird das Ganze. Je mehr Auswahl Du hast umso schwerer ist es die richtige Entscheidung zu treffen – und Du startest einfach mal kurz facebook um Dich dieser Entscheidung zu entziehen.

Also, wenn Ablenkung genetisch einprogrammiert ist, wie können wir ihr entgehen? Selbstkontrolle? Einfach disziplinierter sein? (oder Gewohnheiten radikal ändern)

Dein privater Überwachungsstaat

Es gibt unglaublich viele Blogs, die sich mit der Optimierung von Workflows beschäftigen. Vorallem Freelancer und andere 1 Mann Unternehmen, die ihre Aufträge und Jobs über das Internet abwickeln, laufen Gefahr sich in Nichtigkeiten zu verlieren. Glücklicherweise ist man mit dem Problem nicht alleine und kann sich auf das Internet verlassen, denn hier gibt es Programme um unseren Medienkonsum zu überwachen. Je nachdem wie schwer die eigenen Abhängigkeit ist gibt es unterschiedlich starke Interventionen.

  1. Prozessdokumentation
    Die Dokumentation vom Verhalten ist der erste Schritt sich darüber bewusst zu werden, was man den ganzen Tag vor dem Computer macht und bei welchen ‘Aufgaben’ man am meisten Zeit verbraucht. Dann kann man selbst die nötigen Schritte machen um nicht wieder jeden Tag die gleichen traurigen Statistiken zu sehen, die einem die Tränen in die Augen treiben. Für diesen Zweck reicht die kostenlose Version von ManicTime, die das eigene Verhalten sehr gut in einem dreigeteilten Zeitstrahl dokumentiert. Der erste Zeitstrahl zeigt an ob der Rechner im Leerlauf ist, oder man Aktiv arbeitet, der zweite die Anwendungen in denen man sich befindet und der dritte an welchem Dokument gearbeitet wurde. Wenn man zum Abschweifen neigt ist es die ersten Male durchaus erschreckend, wie man zwischen den Programmen springt.
  2. Sozialer Druck
    Ein Programm, dass den Firefox Konsum detailliert kommentiert ist die Firefox Extension Rescuetime, die nicht nur anzeigt wie man seine Zeit beim surfen verbringt (sinnvoll / verschwendend), sondern diese auch dick und breit in der Fußzeile des Browsers anzeigt und dass dann auch noch mit den anderen Nutzer die das Plugin installiert haben vergleicht. Wenn man es eingeblendet lässt, sieht man immer ganz genau wieviel Zeit man im Internet verbracht hat, denn die Stoppuhr ist so groß, dass man sie fast nicht übersehen kann.
  3. Aussprerren und abschalten
    Es gibt noch andere Programme, die bestimmte Webseiten für einen gewissen Zeitraum sperren. Nein, keine Kindersicherung, eine Produktivitätssicherung. Ein Programm, dass dies kann ist zum Beispiel Rescuetime, dass sich direkt mit seinem Google Account verknüpfen lässt. Datenschutztechnisch ist dieses Programm allerdings bedenklich, da die Informationen in einem Account gespeichert werden. Leichter sind allerdings Browser Plugins, die nur einen begrenzten Zugriff auf Internetseiten zulassen, die man als Zeitfresser definiert.
    Leech Block [Firefox]

    Freedom ist auch eine tolle Alternative, denn das stellt das gesamte Internet für einen gewissen Zeitraum ab. Alternativ könntest Du auch den Telefonstecker in den Briefkasten Deiner arbeitenden Nachbarn werfen und ihn Dir Abends zurückholen.

Ablenkungen reduzieren.

Ablenkungen verändern das Gehirn auf eine bisher noch nicht genauer definierte Weise. Vorallem ist nicht genau bekannt warum das Arbeitsgedächtnis durch unseren konstanten Medienkonsum verschlechtert wird. Den Fokus zu finden ist für jeden Fotografen von größtem Interesse, egal ob hinter der Kamera oder vor dem Rechner. Also: Programme zu, Browser zu und Smartphone aus.

Die derbste Lichtmalerei des Jahrtausends – Darren Pearson

skeletonskater_web Lichtmalerei ist ja sowas von Oldschool. Da kann seit Picasso ja nix Neues mehr bei rumkommen. Falsch. Ganz falsch. Darren Pearson rockt die Scheiße fett mit seinen derben Lichtbildern, denn hier wird nicht nur ein Frame gezaubert, sondern gleich ein ganzes .gif. Wie viel Arbeit in diesen Skeletten steckt wird sich jeder Nachtfotografie, der einmal die Lichtmalerei getestet hat, nachvollziehen können. Einfach Geile Fotokunst.

Seine Skelette haben Charme, sehr viel Charme und die drei sind nur ein paar seiner Werke. Den Rest könnt Ihr Euch hier in seinem gifshop anschauen.LGO_eaglerail

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Darren Pearson is a resident of Los Angeles, where he works as an illustrator by day.

By night, he explores the varying landscapes of California in search of the perfect scene for one of his life-sized light-sculptures.

These light-sculptures are created through long exposure photography (the same technique commonly used to write a name with a sparkler or capture car trails at night).

Pearson makes complex light-effect photographs, none of which are photoshopped.

Making Of zu Interrogation [Lighting und Photoshop Video]


Cooles kurzes Video zur Entstehung des Bilders Interrogation (zu Deutsch: Vernehmung) von Razoyk. Razoyk war eigentlich mal Rettungsschwimmer, der Regelmäßig aus nem Hubschrauber gesprungen ist. Also so ein richtiger Lebensretter. Seit längerer Zeit hat er sich nun der Fotografie verschrieben und macht auch schon sehr nette Bilder. In seinem Blogbeitrag schreibt er noch ein bisschen mehr zu dem Foto.

Sometimes, I think people don’t realize the amount of work that can go into creating just one image. I thought I would give everyone an in-depth look at the interrogation photo I recently put together.

Die geheimen Photoshop Plugins der Profis – Licht, Farbe und Kontrast

Photoshop & Lightroom sind für viele Fotografen die Programme, wenn es um die Bildbearbeitung geht. Photoshop selbst schlägt mit mehreren 100€ im Jahr zu Tage, aber da ist noch lange nicht Ende im Gelände. Freebies wie Photoshop Actions sind großartig und kostengünstige Alternativen, aber leider auch sehr limitert.

Zum Glück, oder sollte man eher leider sagen, kann man Photoshop so richtig “pimpen”, neudeutsch für Aufrüstung, und sich Plugins kaufen, die mit der Sonderausstattung eines Autos zu vergleichen sind: Klimaanlage, Tempomat oder Automatik machen das Leben leichter, kosten mehr Geld, ändern aber nichts daran, dass ein Auto ein Fahrzeug ist. So erfinden die Plugins das Rad nicht neu, und mit viel Geschick sind eigentlich alle Effekte auch mit Hand nachzubauen, aber eben nicht so schnell und Qualitativ vielleicht auch nicht so wertig, wenn man eben doch Fotograf und nicht Grafikdesigner oder Photoshop Nerd ist. Mehr Zeit zum Fotos machen, weniger Zeit vor dem Rechner. Hört sich gut an.

Ok, bereit? Hier sind die besten professionellen Plug-ins für Photoshop, von Farb- und Schärfenanpassung, Bildvergrößerungen, der Reduktion von Bildrauschen oder dem maskieren von komplizierten Objekten.

Licht, Kontrast & Farben

Exposure
Alien Skin bietet über 500 Analogtechniken und natürliche Optik wie cross Processing, Polaroid oder Daguerreotype. Hier ein schönes Video vom Steve Huff in dem er seinen Workflow zeigt. Von der Webseite: “Over 500 analog techniques and organic looks are back like cross processing, Polaroid and vintage Daguerreotype. There is careful research under the hood, but the controls are simple so you can focus on the creative choices. The result is a photo that looks like it was made by a human, not a computer.”
Preis: $249.00

ON1
Farbanpassungen on the fly mit einer Vorher-Nachher Ansicht erleichtern den Workflow, und verschaffen einen schnellen Blick ob man ein Foto perfektioniert, oder verschlimmbessert. Von der Webseite: “Great color, it’s not as hard as you think. If you can compare images side-by-side and pick the best one, then you can easily color correct and enhance your images with PhotoTune 3. Additionally, PhotoTune 3 improves the color and sharpness of your image without the need to know how to use levels or curves in Photoshop.”
Preis: ab 49.95$

Topaz Adjust
Topaz Adjust ist hier der günstigste Vertreter, der mit ein paar Handvoll an vorgefertigten Filtern kommt, von denen die HDR Look Alike Filter zu den mächtigsten in der Plugin Branche gehören. Die Lobrufe auf der Webseite sind nicht unbegründet, und so verschafft sich manch ein Profifotograf den letzten Kick für seine Bilder mit Topaz Adjust. Kostengünstige Alternative zu denen anderen Plugins, mit vielen Stärken. Von der Webseite: “Quickly and easily make your photos stunning by using Topaz Adjust’s creative exposure, powerful detail enhancement, and unique color manipulation tools.”
Preis: $49.99

Kubota Artistic Tools
Alleine für den Werbetext muss man den Hersteller lieben. Wer eins seiner Produkte Viva La Vintage & POW WOW! nennt, genießt offenbar das Leben, und ist entweder ein Humorist, oder bestimmten “Heilkräutern” nicht abgeneigt. Vergessen wir das mal für einen Moment und beschränken uns auf die Produktdetails: z.B. Vintage Filter, die schnell anwendbar sind & ein ansprechendes Retro-Flair entwickeln. Von der Webseite: “Add some new fun to your images with these Kubota Actions inspired by vintage looks your clients will love! These classic effects are wildly popular around the industry and in high demand from photographers and their clients. ”
Preis: ab 19.00$

VOSCO
Für die typischen Looks, die Du von jungen hübschen Mädels im Gegenlicht findest ist regelmäßig VSCO verantwortlich. HIer findest Du alte Filmlook, Körnigkeit und den ganzen anderen Spaß aus den Zeiten des Fotolabors für Deine digitale Dunkelkammer.
Preis: 59$ pro Pack

Nik Collection
Die Nik Collection ist eine Sammlung von Filtern, HDR, Schwarz-Weiß, etc. ein echtes Profi-Tool, welches von Google gekauft wurde. Seitdem kannst Du es Dir umsonst für Dein Photoshop herunterladen. Für den PReis, den Leistungsumfang und das was Du damit anstellen kannst: Wenn Du es nicht benutzt, bist Du selbst schuld 🙂

Was ist Tilt-Shift Fotografie?

Um klassische Tilt-Shift Fotos zu machen brauchst Du ein spezielles Tilt-Shift Objektiv. Dieses TS-Objektiv, T&S-Objektiv ist ein Spezialobjektiv für die Fotografie, dass das Verschieben (engl.: Shift) und das Verschwenken (engl.: Tilt) des Linsensystems zum Sensor ermöglicht.

Die Funktionen ‘Tilt’ und ‘Shift’ sind unabhängig voneinander, so gibt es Objektive, die beispielsweise nur Shift ermöglichen, daneben gibt es Fachkameras, bei denen die Funktionen Tilt und Shift nicht durch die Mechanik des Objektivs selbst, sondern durch die Kamera realisiert wird.

Tilt-Shift Objektive

Für Kameras mit Wechselobjektive von MFT bis zum Vollformat werden Tilt-Shift Objektive für das eigene Kamerasystem meines Wissens nur von Nikon und Canon angeboten. Um solch ein Objektiv bei einem anderen Hersteller wie Sony, Fuji oder Pentax zu benutzen musst Du auf Dritthersteller wie Walimex oder Samyang, oder Objektivadapter zurück greifen.

Tilt-Shift Effekt mit Photoshop

Der Effekt kann auch mit einer digitalen Nachbearbeitung erreicht werden, indem die Schärfe nachträglich mit einem Verlauf manipuliert wird.

Alternativen zu Photoshop

Wenn das Wort Bildbearbeitung in den Mund genommen wird denkt fast jeder Fotograf zuerst an Photoshop oder Lightroom – zu Recht. Aber nicht jeder hat Bock sich ein Cloud Abo zu holen und würde lieber Programme besitzen. Da kannst Du also entweder mit einer alten Versionvon Lightroom und Photoshop arbeiten, für den Rest wirst Du mit einem Abo zur Kasse geboten. Jedoch möchte nicht jeder Fotograf gerne mehrere 100 Euro für Photoshop ausgeben. Auch wenn es sehr schöne Plugins dafür gibt, die den Arbeitsalltag eines Fotografen sehr erleichtern. Ganz davon zu schweigen, dass so ein Abo nicht unbedingt wirklich günstig ist.

Bildbearbeitungsprogramme für Fotografen

Für alle die sich gegen das Monopol aussprechen, es gibt noch Alternativen zur Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom, seltsamerweise sprechen nur die wenigsten davon, denn alle wollen den Ferrari der Bildbearbeitung fahren. Hier mal ein paar Alternativen

Affinity Photo

Affinity ist ein preisgeköntes Bildbearbeitungsprogramm für den Mac und PC. Inzwischen gibt es auch eine Beta für den PC – und ich hoffe mal das es es nicht mehr lange dauert, bis es auch für den PC rauskommt. Du kaufst das Programm, anstatt es wie Photoshop in der Cloud zu abonnieren – und der Preis von 49,- 39,- Dollar ist für den Funktionsumfang echt sehr mehr als fair. Das Photoshop-Feeling ist zwar nicht zu 100% dran, aber es ist nah, sehr nah und mit ein bisschen Zeit gewöhnt man sich schnell an die leicht geänderte Bedienung.

GIMP – Der kostenlose Allrounder

GIMP ist eine mächtige unf kostenlose Alternative zu Photoshop. Sicher, Du hast nicht alle Funktionen und es dauert länger Dich einzuarbeiten, da es nicht soviele Bücher und Tutorials gibt, außerdem ist der Name nicht so richtig sexy: GIMP. Wie ist die Übersetzung nochmal? Genau, der Einfaltspinsel, also ein Gimpel.

Krücke ist eine weitere Übersetzung von Gimp. Soll nochmal jemand sagen Mädchen mit dem Namen Lana haben es nicht leicht und ein hohes Lästerpotential. Davon sollte sich der geneigte Käufer Runterlader aber nicht abschrecken lassen, denn der Preis beträgt immer noch 0,-€. Dafür kriegst Du nicht mal einen Satz Krücken im Sanitätshaus.

Insgesamt ein tolles Bildbearbeitungsprogramm mit vielen Funktionen und noch vor 15 Jahren hättest Du für die Möglichkeiten dieses Programms getötet. Aber, es ist kein Photoshop, es ist nicht so eingängig und es gibt keine so tollen Möglichkeiten es zu erlernen.

Photoshop Elements

Der kleine Bruder des großen Photoshops kommt mit weniger Funktionen daher, ist aber trotzdem für die meisten Hobbyanwender vollkommen ausreichend. Die Kosten dafür liegen bei 50-75€. Ich selbst habe es bisher nicht benutzt, allerdings haben viele meiner Teilnehmer da mal reingeschnuppert und meinten es wäre ganz gut. Profifotografen sind wahrscheinlich mit dem Photoshop/Lightroom Abo besser beraten.

Alternativen zu Lightroom

ACD See Pro

ACDSee Pro* wir sehr regelmäßig mit einer neuen Versionsnummer ausgestattet. Das schöne ist, kein Abo, sondern kaufen. Nicht jeder ist mit dem Programm zufrieden, wie die durchwachsenen Bewertungen bei Amazon zeigen, aber ich finde den Workflow des Programms super und verwende es selbst. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Vor einem Kauf sollte man einfach mal die Demo testen. Die RAW Verarbeitung ist erstklassig, kleine Korrekturen sind schnell gemacht, die Belichtungseinstellungen sind sehr umfangreich, Metadaten sind fix eingepflegt und die Verwaltung läuft ohne Reibungen. Stapelverarbeitungen machen das Leben auch leichter. Das alles für ca. 100€, bei weitem kein schlechter Preis.

Corel PaintShop Photo Pro

Auch Corel führt ein relativ Kostengünstiges Programm zur Bildbearbeitung in die Schlacht um die digitale Dunkelkammer. Corel PaintShop Photo Pro ist die aktuelleste Version mit vielen Funktionen wie Stapelverarbeitung, RAW-Converter, einem “Expresslabor” und noch ein paar anderen Features. Corel versucht dieses Programm als Software zur Bildbearbeitung für digitale Spiegelreflexkameras zu positionieren. Für unter 100€ gibt es nur wenige Programm mit solch einem Funktionsumfang. Die Reviews zu dieser Version sind durchwachsen, wobei die meiste Kritik von User kommt die ein Upgrade von X2 zu X3 vorgenommen haben, wobei es aber auch viele Benutzer gibt, die mit dem Funktionsumfang absolut zufrieden sind.

Fusion – HDR einfach gemacht

Fusion ist ein einfaches kleines Programm das Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten in ein HDR Bild umwandelt. Es benötigt keine große Einarbeitungszeit, hat dafür aber auch nur einen kleinen Funktionsumfang. Kosten? Früher, da es Freeware, heute inzwischen 25$, was noch nah an der freeware dran ist so wie der Spielgeld Kurs steht.

Photofilter – 100 freeware Filter

Photofilter ist schon etwas in die Jahr gekommen, eigenet sich aber für die schnelle Bildbearbeitung mit verschiedenen Filtern wie Helligkeit, Kontrast, Sepia-Effekt oder Transparenz, denn diese lassen sich auch heute noch leicht anwenden. Das Programm richtet sich eher an Anfänger, denen GIMP oder Photoshop zu kompliziert ist und die nicht jedes Photo mit einer Handyapp nachbearbeiten möchten.

Software für Panorama Aufnahmen

Autostich – Panorama

Autostich fügt Bilder zu einem Panorama zusammen. Auf der Seite kann man eine Demoversion für Windows herunterladen, die aber keine Einschränkungen aufweist. Weiterhin wird auf verschiedene andere, kostenpflichte Programme verwiesen die diese Software weiterentwickelt haben. Leichte Anwendung indem man einfach die Fotos angibt, die zusammengefügt werden sollen.

Microsoft ICE

Mit dem „Microsoft Image Composite Editor“ Autostich Programm kannstDu an Deinem Rechner mehrere Einzelfotos zu einem Panoramabild zusammenführen. Klar, Du musst aufpassen das Du überlappende Fotos hast und auch die Achse Deines Objektivs sollte passen, aber selbst mit kleinen Unregelmäßigkeiten kommt das kostenlose Programm sehr gut klar. Es verarbeitet alle gängigen Formate von JPEG bis TIFF und hat einige Exportformate, unter anderem für Photoshop. Seit einiger Zeit lassen sich neben Fotos auch Videos öffnen, aus denen Du Rundblicke herausschneiden kannst.

Schnelle Bildbearbeitung von Fotos

Eben mal schnell verkleinern, Stabelbearbeitungen oder einen neuen Windows Hintergrund setzen. Diese kleine Programm hilft.

Irfanview – Picture Viewer

Irfanview ist ein Programm zur schnellen Bildbetrachtung. Kommerzielle Nutzung schlägt mit 12€ zu, für private Nutzung ist es kostenlos. Ein schönes kleines nützliches Tool, mit dem schnell Hintergründe in Windows setzt und Bilder in der Größe anpasst. Kleines feines Tool.

Digitalfotografie und Bildbearbeitung

Digitalfotografie und Bildbearbeitung gehen Hand in Hand. Jeder Fotograf, der darüber nachdenkt seine Werke zu veröffentlichen, muss viele seiner Bilder nachbearbeiten. Nur die wenigstens Fotos sind perfekt und die Nachbearbeitung gehörte für den Fotografen schon immer mit zum Handwerk. Egal ob es um den Bildraum geht und darum sein Bild zu beschneiden, was in der digitalen Zeit wesentlich leichter geworden ist, oder darum die Farben und Lichter anzupassen.

Die digitale Dunkelkammer

Waren Fotografen früher noch als Verrückte bekannt, die immer in der Dunkelheit agieren und mit gesundheitsbedenklichen Chemikalien spielen um ihre Filme selbst zu entwickeln, ist viel dieses Mythos verloren gegangen. Heute braucht man nicht mehr als einen Monitor, einen RAW Coverter und ein Bildbearbeitungsprogramm und hat seine eigene Dunkelkammer auf 21 Zoll. Das hätte so manche Fotografenehe, die über die Nutzung des Badezimmers in die Brüche gegangen ist, gerettet. Heute kann man wenigstens noch mit dem Partner twittern, wenn man schon nicht mit ihm spricht. Außerdem muss man keine Angst haben mal den Lichtschalter zu berühren. Unter uns gesagt, also von jemanden der schon selbst im Fotolabor gestanden hat um seine eigenen Abzüge zu erstellen: Ja, ein Fotolabor hat Charme. Ja, fotografieren mit Film ist etwas anderes. Ja, es ist ein magischer Moment sobald das Bild sich in der Wanne entwickelt. Ja, es wird weiterhin Nischen geben die von der Filmkamera profitieren, aber: Digitalfotografie ist so schön praktisch. Nicht zu vergessen, der Monitor stinkt nicht so muffig wie manch ein Fotolabor in der Schule oder Uni. Dieses ganze Revival, das viele Fotografen aktuell betreiben, ist einfach der leichteste Weg mal wieder Abstand zu gewinnen und etwas zu machen was, in Zeiten der Handykamera, nicht jeder macht. Für die meisten ist es aber Sinnvoller an ihren digitalen Dunkelkammer Kompetenzen zu arbeiten.

Bildbearbeitung = Selektion

Gerade wenn man Fotokurse gibt hört man von vielen Anfänger sagen: “Ach ich übe noch gute Fotos zu machen, mit der Bildbearbeitung beschäftige ich mich erst später.” Keine gute Idee! Wenn man seine Bilder nicht bearbeitet ist das so, als ob man seinen Film im Drogeriemarkt abgibt und auf die Fotos wartet. Gestatten, Herr Rainer Zufall. Man hat zwar Fotos, aber überlässt das Finish jemand anderem. Schnappschüsse. Vergleichbar mit einem Boxer, der den Trainer die letzten 3 Runden kämpfen lässt, weil er selbst keine Lust mehr hat. Lernen seinen Bildern ein eigenes Finish zu geben ist ein wichtiger Schritt in der Laufbahn eines Fotografen. Lernen, Lernen, Lernen. Digitale Bildbearbeitung ist zum Glück gut im Internet, anhand von vielen Tutorialseiten, dokumentiert.

Die Last der Tutorials

Tutorials sind ein guter Weg um die Lernkurve der digitalen Bildbearbeitung exponentiell zu beschleunigen(nur gute Lehrer sind besser), allerdings muss sich der Fotograf nach den ersten Schritten, die er gelernt hat, von seinen Vorbildern lösen und das Wissen, das er durch die Tutorials erworben hat, in eine eigene Bildsprache umwandeln, um schließlich auf eigenen Füßen zu stehen. Gar nicht so leicht, denn es ist viel einfacher die gleichen Schritte, die automatisch zu guten Bildern führen, zu wiederholen. Tutorials sind Krücken, denn ein großer Teil der Kunst ist nunmal Innovation. Picasso & co haben den Kubismus groß gemacht, heute ist das ein alter Hut. Duchamp hat mit seinen Readymades Alltagsgegenstände in die Kunst gebracht, also auch ein alter Hut. Bei der Fotografie ist der Innovationszwang nicht so groß, und vorallem ist man an das Werkzeug Kamera, wie ein Tischler an das Holz, gebunden. Trotzdem sollte man versuchen Innovativ zu sein! Also, alles lernen und dann das Wissen transformieren und auf eine neue Stufe bringen.

Wo findet man gute Bildbearbeitungstutorials?

Hier sind vier 5 [Dank Dogwatcher] Seiten, vier für die man Englisch lesen muss, eine aus dem deutschen Sprachraum, die sehr viele gute Tutorials haben und die eine Basis für die digitale Bildbearbeitung bieten.

  • PSDtuts – Photo Effects – Auf dieser Seite finden sich massig Tutorials um seine Fotos zu digitalen Kunstwerken umzugestalten. Nicht nur einfaches Post-Processing, sondern das Erschaffen von neuen Welte [eng]
  • Phototuts – Post Processing – Weniger inversive Eingriffe. Anleitungen zur digitalen Nachbearbeitung. [eng]
  • POTN – Post Processing Forum Beiträge – Eine Sammlung von relativ einfachen Post-Processing Tutorials. [eng]
  • Kwerfeldein – Auch auf dem deutschen Blog Kwerfeldein finden sich viele gute Tutorials, die einem den Einstieg in die Bildbearbeitung erleichtern.
  • Meet the Gimp – Die alten Show findet man unter dem Link. Massig Videotutorials zu dem kostenlosen Grafikprogramm Gimp.[eng]