Kreativität in der Fotografie

Kreativität in der Fotografie

Was ist Kreativität? Ein ziemlich weicher, schwammiger und allgemeingültiger Begriff. Kreativität ist es neue Lösungen zu bekannten Problemen zu finden, die nicht sofort offenkundig sind. Ich mag es mentale Modelle kreativ zu interpretieren, darüber schreibe ich aber woanders (siehe Link). Der mitp Verlag hat mir einmal wieder ein Fotobuch zur Buchbesprechung zugeschickt. Der Text hier kann also eine Rezension sein (so wird das im Print genannt) oder auch als Werbung verstanden werden (wobei ich nicht vom Verlag bezahlt wurde, nur das Buch zur Verfüng gestellt bekomme). Ich gebe hier auf jeden Fall meine Meinung wieder und diese wurde nicht vom Verlag beeinflusst. Vor längerer Zeit hatte ich schonmal Bücher, ein Buch über Portraitfotografie und Fragen und Antworten von Zack Arias. Beides durchaus brauchbare Titel, von denen ich mir Zacks Buch auch selbst gekauft hätte, zumindest auf Englisch und mir die Portraitrezepte aus dem Styleguide gerade für Einsteiger gut gefielen.

Heute halte ich Kreativiät in der Fotografie in den Händen und ich muss sagen, gar nicht schlecht. Das Layout, nunja, sagen wir mal es ging viel grüne Farbe für viele Einzelseiten mit weißen Icon + grünem Hintergrund drauf. Es wurde also am Volumen gearbeitet ohne Inhalte zu schaffen. Das gefällt mir nicht. Die Inhalte sind aber gut. Als jemand mit einem Kunststudium an einer Uni sind mir durchaus 1, 2 oder auch 3 Kreativitätstechniken bekannt und dieses Buch liefert eine schöne Strukturierung für die Fotografie und wie Du aus dem Einheitsbrei der Fotografie etwas herausstechen kannst. Die gewählten Bildbeispiele gehen zwar oft in den Bereich der Fotokomposings und digitalen Bildbearbeitung, aber das ist ok. Schließlich sollte jeder Fotograf die digitale Dunkelkammer beherrschen lernen. Zum Thema des Buches: Das Problem mit Kreativität, viele Menschen glauben entweder:

  • sie sind es nicht und können es nicht lernen,
  • oder sie glauben das Hilfe in diesem Bereich die eigene Kreativität versaut.

Dem ist selbstverständlich nur bedingt so, was uns Kinder immer wieder offenbaren können. Der Autor Lutz Lungershausen arbeitet in einer Kreativagentur und ist es gewohnt auf Befehl kreativ zu sein. Muss er ja auch, schließlich wird er dafür bezahlt. Das Buch ist gut strukturiert mit Techniken und Kreativmethoden wie: Brainstorming, Ideen-Ping-Pong, Mindmapping, Brainwriting, Kombinieren, Umkehren, Eliminieren, Übertreiben….hierzu verwendet er selbst oft Mindmaps, führt Interviews und legt die Konzepte gut dar, um selbst schöpferisch tätig zu werden und Anregungen für eigene Arbeiten zu liefern.

Zielgruppe:
Fotografen die von der technischen Seite genug haben und eine eigene Bildsprache entwickeln wollen. Ob diese nun von Instagram Platitüden abweicht, der große Wurf wird, oder auch nur eine schlechte Kopie liegt in den Händen des Lesers und seiner Fantasie. Denn wie schon Einstein irgedwann mal anmerkte, Wissen ist begrenzt, Fantasie nicht. Hier der übliche Link zum Buch (mit Affiliate) zu Amazon und der ohne Affilate zur Verlagsseite, falls es Dich interessiert. Ob wie und wo Du das kaufst, das liegt ganz bei Dir. 🙂 Von mir erhält das Buch 4 von 5 Gummipunkten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.