Neben Muhammet Ali ist Bruce Lee wohl der größte Kampfsportler des letzten Jahrhunderts. Verstand er es doch wie kein anderer seine Persönlichkeit in Filmen zu vermarkten und den Westlern ein paar Brocken asiatische Lebensweisheit mit auf den Weg zu geben. Können Fotografen etwas davon lernen? Mit Sicherheit.
Bruce Lee wurde 32, und schaffte es in dieser kurzen Zeit 7 Kinofilme zu drehen, Chuck Norris und Kareem Abdul Jabaar als seine Schüler zu haben und Nunchucks zum Verkaufsschlager zu machen. Seine Zitate und Interviews sind unvergessen und so können auch unsere Kinder noch Bruce Lee in alten Interviews davon reden hören wie Wasser zu sein.
Be like Water my friend.
Als Fotograf sollte man eher nicht, außer man nennt ein Unterwassergehäuse sein eigen.
Genug der Kalauer. Der Geist muss flexibel sein, den eigenen Weg gehen, sich an Situationen anpassen, auch mal über ISO1200 gehen, das Stativ vergessen, oder gar nur im .jpg aufnehmen. Locker aus der Hüfte geschossen. Wasser findet einen Weg, und so sollte es jeder gute Fotograf sehen, und sich dem Flow hingeben.
All types of knowledge, ultimately mean self knowledge.
Je mehr man über die Fotografie lernt öffnet sich einem das Wissen, was gefällt & was eher nicht. Individuell, in Deinem Kopf, denn Du bist Dein größster Kritiker, der mit jedem Schritt Wissen ein Puzzelstückchen Weisheit finden kann.
Don’t think, feel….it is like a finger pointing towards the moon. Don’t concentrate on the finger or you will miss all that heavenly glory!
Technik ist gut und schön. Egal ob technische Technik, oder handwerkliche Technik, der Fotograf ist immer ein Mensch, und Menschen neigen zum denken. Oft ist es hilfreich einen Moment zu fühlen, das Licht wahrzunehmen, oder den unscharfen Moment einzufangen, anstatt ein technisch perfektes, aber dennoch langweiliges Bild zu machen.
Use only that which works, and take it from any place you can find it.
Haltet nicht an alten Idealen fest, die sich als nutzlos erwiesen haben. Lernt von allem und jedem, und verschließt nicht Eure Augen vor der Zukunft. Egal ob Escher, Bruce Lee oder Henri Cartier-Bresson, macht was aus Eure Ideolen und was Ihr von Ihnen lernt, aber seid wie Wasser, denn Traditionen und Dogmen behindern mehr, als dass sie eine Entfaltung ermöglichen, wie auch schon Bruce Lee in seiner Kampfkunst erkannte.
Viele Fotografen werden nicht müde nach Tipps zu suchen, wie man besser fotografieren kann. Natürlich ist dies nicht falsch, sie sollten trotzdem mehr fotografieren als lesen. Malcolm Gladwell stellte vor nicht allzu langer Zeit in seinem Buch Überflieger die These auf, dass man 10.000 Stunden braucht um etwas perfekt zu lernen. Pareto hingegen vertritt die These das 20% immer 80% von etwas ausmachen, sei es die Verteilung von Reichtum, der Wortschatz um eine Sprache zu sprechen, oder was auch immer. Schlimmer wird es hier noch, wenn man sich dieses Prinzip in Kombination mit Fossilierung anschaut. hier geht’s weiter[..]
Paddy von neuzehn72.de, der hier ja vor einiger Zeit schonmal im Interview war hat eine schöne Zusammenfassung zum Thema Portraitfotografie geschrieben. Kann ich mich so ohne Einwände anschließen und nur noch auf die wichtigen drei L hinzuweisen.Am wichtigsten ist es mit den Personen zu reden und dabei die 3 L nie zu vergessen: langsam, lässig und lustig.
Langsam auftauen und nicht mit der Tür ins Haus fallen.
Lässig bleiben und keinen Stress machen, den sieht man nämlich.
Lustig sein und Spaß bei der Arbeit haben, dass sieht man nämlich auch.
Und ehe es hier jetzt ganz vergesse, um den Artikel zu lesen müsst Ihr hier clicken!
In den ersten Sekunden wird klar, dass man als Fotograf der Stars ein gesundes Ego entwickeln muss. Anlässlich der Art Basel in Miami stellte Jonathan Mannion seine Fotografien des HipHop aus. Auf dieser Ausstellung wurde er vom Made Blog interviewed. Seit 1996, im zarten Alter von 26, geht Mannion steil. Er ist der HipHop Fotograf der USA und fotografierte schon Aaliyah, Eminem, Nas, Busta Rhymes , Lil Wayne und viele andere. Glücklicherweise begann er früh mit der professionellen Fotografie, sonst hätte er Biggie oder Aaliyah nicht mehr fotografieren können.
Jonathan Mannion, NYC based photographer, director, designer and artist, who has photographed some of the biggest names in the hip hop world such as The Notorious B.I.G., Outkast and Jay-Z, came down to Miami during Art Basel and exhibited a selection of some of his classic photographs from through out his career. During the opening night of the three day exhibition at AE District in Miami, which also featured a live performance by up and coming rapper ASAP Rocky and a DJ set by Clark Kent, Jonathan showed us around his exhibition and talked to us about his craft.
Foto von Joi
Was ist die beste Kamera? Canon oder Nikon? Wahrscheinlich ist die beste Kamera die, die Ihr in der Hand haltet wenn Ihr ein Foto machen wollt. Was solltet ihr für diese Kamera beachten? Als erstes: Shit uff de Technik. Die kommt erst an 2. Stelle.
- Die Wahrnehmung der Kamera
- Budget
Fotografie ist Psychologie
Eine Kamera ist nur begrenzt durch das Budget. Egal was man möchte, es gibt keinen Waffenschein für Fotoapparate, der einen daran hindern würde ein bestimmtes Objektiv zu kaufen. Die einzige Zutrittsberechtigung ist das liebe Geld. Je nachdem was man fotografiert hingegen, ist die Größe der Kamera entscheidend. Ein Streetfotograf möchte sich möglichst unauffällig verhalten, also je weniger Equipment, umso besser. Siehe Leica, oder Spiegelreflexkameras ohne Batteriegriff, oder Handykameras, oder Schnappschusskameras. Unauffälliger ist besser, und wenn man doch noch eine Blende von 1.4 haben möchte, muss wahrscheinlich ein Wechselobjektiv her. Kameras die kleins sind müssen leider nicht billig sein.
Als Modefotograf, der gestellte Fotos möchte, braucht es eine Kamera die so groß ist wie nur möglich. Einschüchtern ist die Devise. Tiere haben keine Angst vor Megalinsen, wenn man sowieso versteckt im Gras liegt, also klotzen statt kleckern. Architekturaufnahmen sind auch selten durch kamerascheue Sujets bekannt, also kann man hier auch draufholzen wie man möchte.
Fazit:
Überlegt Euch was Ihr fotografieren wollt. Streetfotografen, und im gewissen Rahmen jeder Fotograf der mit Menschen zutun hat, fahren mit einer kleinen Kamera oft besser, da natürlichen Reaktionen Raum gegeben wird. Für alles andere gilt: kauft Euch das was Ihr wollt, mit dem Geldbeutel den Ihr habt, solange Ihr es noch transportieren könnt, ist alles gut.
Frohe Weihnachten und ein paar ruhige Stunden in den nächsten Tagen. Genießt die freie Zeit und lasst Euch reich beschenken. In diesem Sinne,
ho ho ho
und alles Gute!
Weihnachten, Zeit der Geschenke. Wie jedes Jahr stürzen sich wieder die Massen kurz vor Weihnachten in die Läden, um noch ein Geschenk für die Liebsten zu finden. Kennt fast jeder. Hier vier Geschenkideen, die fast jedes Fotografenherz erfreuen, und es wahrscheinlich sogar noch bis Weihnachten unter den Baum schaffen. Jetzt aber hurtig
Gorillapod – Der Klammeraffe
Gorillapod*, der Klammeraffe für Kameras bis zu 3000 Gramm, ausgestattet mit flexiblen Gelenken, die an einen Oktupus erinnern. 241 Gramm schwer und genau das Richtige, wenn man keine Lust hat sein großes Stativ mitzuschleppen. Klar, kann nicht mit einem 200€ Gerät mithalten, ist aber eine schöne Spielerei. Mit 82 Bewertungen bei Amazon, und 4 Sternen im Durchschnitt eine klare Empfehlung.
Die Kamerawasserwaage
Schöne kleine Spielerei die in den Blitzschuh einer DSLR gesteckt werden kann, und mit der man sieht ob die Kamera ganz gerade ausgerichtet ist. Mit unter 10€ ist diese Wasserwaage* ein wahres Schnäppchen, und ein Hingucker für Außenstehende.
Workshops
Wer sich von den materielle Dingen abgewendet hat, und lieber Erfahrungen und Erlebnisse schenkt, sollte über ein das Verschenken eines Workshops nachdenken, denn es gibt immer etwas das man in der Fotografie noch dazu lernen kann. So war dieses Jahr z.B. die Knackscharftour der Renner, wenn auch etwas teuer als die 50€ für einen Gorillapod.
Speicherkarten
Speicherkarten* kann man als Fotograf nie genug haben, wenn Ihr also wisst was für ein Speichersystem der Beschenkte hat, also Kompaktflash oder SD-Karte, oder vielleicht sogar die ganz alten Speicherkarten, wie nen Farbfilm oder so.
Ein Foto erfordert Planung. Sam Abell ist Dokumentarfotograf seit 40 Jahren und hat bisher hauptsächlich für National Geographic gearbeitet. In diesem Videointerview erzählt er von seiner jahrelangen Suche nach dem perfekten Bild für die Geschichte. In einer Zeit des Erfolgsdrucks, kombiniert mit kurzen Deadlines und Budgets in den Printmedien, wann nimmt sich der durchschnittliche Profifotograf die Zeit? Wann kann er sich die überhaupt nehmen? Für ein perfektes Foto ein Jahr, dass schaffen nur die wenigsten.
Andrew Zuckerman from 99% on Vimeo.
“In this 99% talk, photographer Andrew Zuckerman argues that curiosity is an essential part of the creative’s condition. But it’s even more powerful when combined with rigorous technique.”
Andrew Zuckerman – Fotograf & Filmemacher
Behance ist ein Netzwerk, in dem kreative Menschen ihre Werke präsentieren können, aber nicht nur dies, denn hinter der Community steht noch weit mehr, wie die 99% Konferenzen, in denen wichtige Leute über wichtige Dinge reden, wie Seth Godin, oder hier gerade Andrew Zuckerman. Thema der 99% Konferenz war es Menschen aus ihrer “comfort zone” rauszuholen und von der Idee zum Produkt zu kommen. Frei nach dem Motto: Mach es fertig zum verschiffen! Zuckermanns Vortrag legt den Fokus auf sein Interview & Portrait Projekt, in dem er viele interessante Menschen, an interessanten Orten, vor neutralen Wänden auf Film bannt. (Heute wahrscheinlich auch eher digital, aber egal
)
Die 6 wichtigsten Punkte dieses 30 Minuten langen Vortrags
- Man muss eine Passion für sein Projekt haben.
- Er macht nicht viel mehr als sein Fotoequipment von Ort zu Ort zu bringen, und legt nicht soviel Gewicht auf die “Arbeit”. “My job is to bring the boxes from place to place.”
- Neugierde führt zu Wachstum.
- Wer sich in einem echten Interview nur an Fragen entlanghangelt, verpasst die Chance auf etwas wichtiges zu stoßen.
- Was kann ich machen, damit Leute mit meiner Arbeit interagieren? Wie kann ich möglichst viele Menschen erreichen? Es gibt einen konstanten Kampf um die Aufmerksamkeit, wie kann ich den für kurze Zeit für meine Werke gewinnen? “What can I do to get this out there and make people engage with it? Competition for attention.”
- Mach was auch immer nötig ist. Versteif dich nicht auf Perfektion. “Do whatever it takes, don’t get stuck on: Oh I am only going to do it when it’s perfect.”
Die geborene New Yorkerin Vivian Meyer wuchs in Frankreich auf und arbeitete ihr Leben lang als Kindermädchen in New York und Chicago. Soweit noch nicht sehr spannend, außer man ist Marry Poppins Fan. Der Clou ist, dass Sie nebenbei ein Untergrundleben führte, auf das Henri Cartier-Bresson stolz sein könnte: Streetfotografin. In über 40 Jahren schoß sie, unbemerkt von Öffentlichkeit & Starrummel, über 100.000 Fotos, wohlgemerkt auf Film. So entstanden die für Streetfotografie typischen schwarz/weiss Fotografien, mit Situationskomik, WTF? Momenten und viel Emotion, die, auf eine natürliche Weise, das Leben in New York & Chicago ab 1950 bis in die 2000er festhielten. Ihre Arbeitgeber wussten zwar von ihren fotografischen Streifzügen, kannten aber nicht ihre Fotografien, die von ihr in Boxen gesammelt wurden. 2009 starb Vivian Maier im Alter von 83 Jahren.
Vivian Meyer’s Entdeckung
Eine Box ihres fotografischer Nachlass wurde 2007 von John Maloof, der an einem Buch über Chicago schrieb, auf einer Auktion in Chicago ersteigert. Nach der Entdeckung seines Fundes machte sich dieser auf die Suche nach der Fotografin um “Sie zu fragen wie man so gut fotografieren lernt”. Fündig wurde er erst nachdem er auch die weiteren, bei der Autkion versteigerten, Kisten erwarb und in einer ihren Namen fand. Leider zu spät, da der einzige Beitrag den er zu ihrem Leben bis zu diesem Zeitpunkt fand ihre Todesanzeige war. Nach weiteren Recherchen besuchte er ihre alten, noch lebenden, Arbeitgeber und machte sich daran ihr Lebenswerk zu archivieren und zu katalogisieren um es in der Öffentlichkeit zu präsentieren, ob dies allerdings mit den Wünschen der verstorbenen Frau Meyer konform gehen würde, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Wenn man bedenkt das ihre Bilder in Boxen gesammelt wurden, und zum Teil noch nicht mal in Entwickler getaucht waren, ist dies eine unerwartete Wende. So kommt Frau Meyer, die als Nanny stehts die Öffentlichkeit mied, zu Ausstellungen in London, Hamburg und vielen weiteren Städten. Auf der offiziellen Website finden sich weitere interessante Informationen über Ihr Leben und Werk. So schließen wir diesen Artikel mit dem letzten Satz von der offiziellen Vivian Meyer Seite: “Now, with roughly 90% of her archive reconstructed, Vivian’s work is part of a renaissance in interest in the art of Street Photography.” Passende Worte, schnappt Euch ne Kamera und raus auf die Straße, es geht nicht um Fame, sondern um gute Fotos und Passion, ich glaube da würde Frau Meyer uns zustimmen.
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